Tagesarchiv für 19. Dezember 2017

RT liest

Susanne Mischke: Winterküsse in New York

Dienstag, den 19. Dezember 2017

Immer Ärger mit der Liebe. Im verschneiten Central Park in New York lernt Lexi aus Deutschland Liam aus Brooklyn kennen. Die beiden verlieben sich sofort. Problem: Lexi muss in drei Tagen zurück nach Hause fliegen, und eigentlich hat Liam ihr auch seine Telefonnummer in ihr Notizbuch gekrakelt. Blöd nur, dass sie genau dieses Büchlein verloren hat. Wie nun soll sie Liam wiederfinden?
Was sie nicht weiß: Liam hat das Buch. Natürlich nutzt ihm das auch nichts, denn darin stehen ja keine Daten von Lexi. Und so irren sie beide durch New York, um sich doch noch zu finden.

Die Hannoveraner Autorin Susanne Mischke hat mit “Winterküsse in New York” einen schnell zu lesenden, kleinen Liebesroman für Jugendliche geschrieben. Klar, die Story ist simpel, sie macht auch keine Umwege und ist nach 138 Seiten auch schon wieder zu Ende. Also nicht sehr viel Außergewöhnliches. Ein Plus für die Geschichte sind das Umfeld und die Atmosphäre, die vermittelt werden. Viel wird über das winterliche New York erzählt, Schauplätze gibt es in der ganzen Stadt. Und ein wenig Spannung kommt immerhin auch auf.

Susanne Mischke: Winterküsse in New York
dtv Short, 138 Seiten
6/10

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ORA aktuell

Oranienburger CDU beruft Kausche ab

Dienstag, den 19. Dezember 2017
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Die ehemalige CDU-Bürgermeister-Kandidatin Kerstin Kausche ist nicht mehr berufene Bürgerin im Oranienburger Sozialausschuss. Die Fraktion der Christdemokaten hat sie abberufen. Ihr folgt Gabriele Schiebe, die Schulleiterin des Louise-Henriette-Gymnasiums.
Darüber informierte der Stadtverordnetenvorsteher Holger Mücke.

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RTelenovela

Breitscheidplatz – Ein Jahr danach

Dienstag, den 19. Dezember 2017
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Wer auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz geht, der muss jetzt an Beton-Blöcken vorbei. Sie stehen auch an der Ecke Budapester Straße/Kantstraße.
Heute vor einem Jahr raste dort an Lkw direkt auf den Markt – etwa 20 Minuten, nachdem wir ihn verlassen hatten. Es gab Tote und Verletzte.

Die Bilder bleiben. Wieder waren wir an diesem Montag vor Heiligabend dort. Wieder warteten wir auf den Beginn des Comedyabends mit Oliver Kalkofe im Theater am Kurfürstendamm. Wieder standen wir dort, an einer der Buden, und es war die Gasse, die ein Jahr zuvor durch den Laster verwüstet worden ist.
Ein Freund meinte gleich am Anfang, dass das irgendwie ein komisches Gefühl sei, und der Blick ging wieder an diese Straßenecke. Und ob sie denn nun sicher sei. Das ist sie bestimmt, jedenfalls sicherer als 2016. Aber ich gehe sowieso immer davon aus, dass sich so ein Anschlag kein zweites Mal an selber Stelle ereignet.

Es ist schwierig, den Weihnachtsmarkt als normal zu erleben. Aber er ist es, und es ist immer noch ein schöner Markt auf einem tollen Platz, rund um die Gedächtniskirche.
Aber dort, wo der Anschlag passierte, da wird am Jahrestag eine Gedenkstätte eingeweiht, und ein symbolischer Riss wird auf dem Platz zu sehen sein.
Erinnerungen, die bleiben. Aber auch die Erkenntnis, sich die Lebensfreude nicht nehmen zu lassen.

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RT im Kino

A United Kingdom

Dienstag, den 19. Dezember 2017

1947 in London. Zwischen Seretse Khama (David Oyelowo), dem König von Botswana, und der Londoner Büroangestellten Ruth Williams (Rosamund Pike) geschieht etwas Unerhörtes. Die beiden verlieben sich ineinander, und sie wollen heiraten.
Doch auf beiden Seiten soll dies verhindert werden. Sowohl ihre beiden Familien sind dagegen, sondern auch die Regierungen von Großbritannien und Südafrika. Rassenhass auf allen Seiten.
Seretse und Ruth wollen ihre Liebe davon aber nicht kaputt machen lassen – aber der Weg ist mehr als steinig.

“A United Kingdom” erzählt eine wahre Geschichte, die ein Stückweit auch die Welt verändern sollte. Zwar kann der Film von Amma Asante über seine gesamte Länge keine außergewöhnliche Wucht entfalten, dennoch ist es eindrucksvoll zu sehen, wie – und es ist gerade mal 70 Jahre her – auf verschiedenen Seiten Vorurteile herrschten und scheinbar unüberwindbare Hindernisse.

A United Kingdom
USA/GB 2016, Regie: Amma Asante
Alamode Film, 111 Minuten, ab 6
6/10

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RTZapper

Frank Schöbel – Die Jubiläumsgala

Dienstag, den 19. Dezember 2017
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SA 16.12.2017 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Lustige Sache. Eigentlich dachte ich ja, dass der mdr am Sonnabend Frank Schöbels 75. Geburtstag gefeiert hat. Und für seine 75 sieht er auch noch extrem gut aus. In Wirklichkeit aber spielte dieser Geburtstag in der Jubiläumsgala aus Berlin gar keine Rolle. Stattdessen ist ausgiebigst sein 55. Bühnenjubiläum gegangen worden, obwohl ja die 55 eher mit Ach und Krach ein Galagrund ist.
Dass sich aber Schöbel durch eine derart lahme und erschreckend unlustige Show quälen musste, das war dann schon nicht mehr lustig, sondern eher traurig.

Aber immerhin lebte das DDR-Fernsehen für 145 Minuten noch mal auf. Denn die mdr-Show war nicht nur eine Schöbel-Gala, sondern auch eine Rückschau auf die DDR-Fernsehunterhaltung. Und so durften heute kaum noch bekannte Oststars zu 40 bis 50 Jahre alten Playbacks auf die Bühne, um noch einmal ihre Lippen dazu bewegen zu dürfen.
So schön es für die Leute ist, noch mal ins Rampenlicht zu können. So schön es für die damaligen Zuschauer ist, diese Stars noch mal sehen zu können – es wirkt immer fad, wenn die Musik auf dem Band so explizit nicht mehr zum Bild passen will.

Aber mit Live-Musik hatte Frank Schöbel am Sonnabend sowieso eher wenig am Hut, alle seine Gesangskünste kamen vom Band. Und selbst die sind mitunter schlimm verhunzt worden. Ausgerechnet zum schönen Schlager “Gold in deinen Augen” musste Komiker Paul Pauls mit auf die Bühne, der als dümmlicher Polizist in das Lied reinquatschte. Unlustig, unpassend, einfach doof.
Aber in Sachen Timing und gute Humorsetzung scheint man beim mdr manchmal sowieso irgendwo in den 80ern stehengeblieben zu sein.

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