Tagesarchiv für 16. Dezember 2017

RT liest

S.A. Bodeen: Nichts als Überleben

Samstag, den 16. Dezember 2017

Robie will nach Hause. Sie lebt auf Midway, einer Insel. Doch es geht vorerst kein Flug dorthin. Außer einer Frachtmaschine. Man erlaubt ihr, mitzufliegen. Doch unterwegs gerät das Flugzeug in eine Unwetterfront. Es stürzt ins Meer.
Co-Pilot Max rettet Robie in ein aufblasbares Floß. Damit treiben sie nun auf dem Wasser.
Das Problem: Keiner weiß, dass Robie mit diesem Flugzeug mitgeflogen ist. Sie steht auf keiner Liste. Von nun an ist sie allein auf sich gestellt. Max kann ihr nicht helfen. Klar ist: Sie will überleben.

Momentan gibt es im Kino und als Buch die eine oder andere Überlebensgeschichte. In diese Reihe gehört “Nichts als Überleben” von der US-Autorin S.A. Bodeen.
Nach einem etwas irritierend lahmen Start kommt Spannung in die Geschichte, als es über dem Meer zum Unglück kommt. Die Überlebensgeschichte selbst aber ist nicht uninteressant, aber erscheint doch ziemlich geschönt. Denn das Leben auf dem Meer ist sicherlich noch sehr viel härter als in diesem Jugendbuch beschrieben. Von einer rauen See ist da jedenfalls nichts zu spüren. Interessant ist es dennoch zu lesen, ob es für Robie noch Hoffnung gibt.
Aber: kein großer Roman, eher schnelle Literatur.

S.A. Bodeen: Nichts als Überleben
Gulliver, 221 Seiten
6/10

Hits: 39

ORA aktuell

Erste Kritik am künftigen Oranienburger Bürgermeister

Samstag, den 16. Dezember 2017
Tags:

Der künftige Oranienburger Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) will die Struktur der Verwaltung im Rathaus umstellen. Anstatt jetzt zwei Beigeordnete soll es drei Dezernenten geben. Das ist Thema in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung gewesen – und sorgte für Kritik.
Hintergrund: Beigeordnete werden von den Stadtverordneten mitgewählt, Dezernenten nicht. Aber es muss dennoch eine Ausschreibung geben.

Der Beigeordnete Frank Oltersdorf (SPD), Baustadtrat, soll künftig einer der Dezernenten sein. Die zweite Beigeordnetenstelle war nach dem Kerstin-Kausche-Aus nicht mehr besetzt.
Die Dezernenten sollen zuständig sein für Bau (Oltersdorf), Ordnung und Soziales und Finanzen und Controlling.

Größte Kritik kam in der Sitzung von Bündnis 90/Grüne. Bei der Abstimmung über die Änderung der Hauptsatzung blieb sie aber in der Minderheit.
Alexander Laesicke wird im Januar Hans-Joachim Laesicke (SPD) ablösen.

Hits: 124

RTelenovela

Restaurantpremiere: Doch kein Flop

Samstag, den 16. Dezember 2017
Tags: ,

Selten ist der Start eines neuen Restaurants in Oranienburg so gespannt erwartet worden. Denn “Kioko Sushi” eröffnete mitten im Zentrum der Stadt – in Räumen, in denen sich schon zu Ostzeiten eine Gaststätte befand – der “Melniker Hof”, später der “Oranienburger Hof”. Bis vor kurzem hieß das Lokal “Paganini”, dort gab es italienische Speisen.
Weil ich aber nie mit den Wirten klargekommen bin, ging ich dort extrem selten hin – und mein bedauern war jetzt auch nicht soo groß, als es hieß, dass das “Paganini” schließe.
Ein asiatisches Lokal sollte stattdessen dort öffnen. Da gerade erst gegenüber das Chinarestaurant dicht gemacht hatte, hoffte ich nun, dass wieder ein gediegener “Chinese” öffnen wird.

Nun testeten wir “Kioko Sushi” aus. Und waren extrem ernüchtert, als wir den Laden betraten. Weißes, kühles Licht, überhaupt alles sehr nüchtern, fast steril. Kenne ich von asiatischen Lokalen ganz anders, zumal das “Paganini” eine wirklich gemütliche Kneipe war. Aber gemütlich ist “Kioko Sushi” leider nicht.
Das Personal ist freundlich, vielleicht sogar fast ein bisschen zu kumpelig. In dem Zusammenhang ist ein bisschen irritierend, dass man beim Asiaten von einer rührenden Brandenburgerin bedient wird. Fast das ganze Personal berlinert. Das ist natürlich okay, aber man erwartet was anderes. Aber vielleicht ist das ja auch nur ein überholtes Klischee, das man vergessen sollte.
Aus den Lautsprechern plärrte zu laute Musik, dazwischen der Verkehrsservice von NDR 1 Radio MV. Gut zu wissen, was in Mecklenburg-Vorpommern so los ist.
Auch der Blick in die Karte war erst mal ernüchternd. Sushi fiel für mich aus – ich mag kein Sushi. Ansonsten ist die Karte anders aufgebaut, als man es von “Chinesen” gewöhnt ist. Stattdessen stehen dort diverse Gerichte mit einer langen Liste drunter: Hühnchen, Ente, Fisch und so weiter. Nix da mit Ente kross und Nummer 25.

Mir war eigentlich schon klar, dass sich dieser Besuch zum Totalflop entwickeln würde. Aber dann kam das Essen. Die Sauerscharf-Suppe: extrem lecker! Sauer und scharf, auch Fleisch und Gemüse waren der Hit. Später gab es Hühnchen mit Gemüse und süß-saure Soße. Und noch mal: extrem lecker! Dazu ein Mangolassi, der zwar ein wenig zu dickflüssig war, aber auch: ja, extrem lecker war.

Letztlich zählt genau das. Das Essen schmeckt.
Am Licht kann man vielleicht noch arbeiten, an der Musik sowieso. Das kumpelige Personal ist angesichts der vermutlich eher jungen Zielgruppe genauso gewünscht.
Aus einem Totalflop ist so immerhin aber doch noch eine Empfehlung geworden. Darauf kommt’s an.

Hits: 37