Tagesarchiv für 16. November 2017

RTZapper

Der NDR2 Vormittag

Donnerstag, den 16. November 2017
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DI 14.11.2017 | 12.10 Uhr | NDR2

Im ziemlich inhaltsleeren “NDR2 Vormittag” ging am Dienstagmittag ein Ruck durchs Studio. Moderator Hinnerk Baumgarten kündigte eine spannende Story an – nämlich eine neue Masche von Abzockern.
Da bleibt man als Hörer dran, da möchte man doch wissen, was dem Hinnerk passiert ist.

Irgendeine Nummer aus Düsseldorf habe bei ihm angerufen, und jemand habe ihm ein Angebot einer Bank gemacht. Hinnerk sei aber nicht darauf eingegangen, weil er hätte irgendwelche Daten angeben müssen. Er habe dann noch mal angerufen – und niemand sei rangegangen. Er probierte es dann noch mal live in der Sendung und ließ es klingeln. Wieder umsonst.
Was uns Hinnerk Baumgarten mit dieser Story sagen wollte, blieb unklar. Was er getan hätte, wenn wirklich jemand in der Live-Sendung ans Telefon gegangen wäre, auch. Was dabei die Masche ist, wusste Hinnerk auch nicht so genau, und so blieb die ganze Sache völlig im Unklaren.

Bei NDR 2 nennt man das vermutlich anspruchsvolle Information. In den folgenden Minuten passierte inhaltlich dann auch gar nichts mehr, außer dass der Moderator einen Song ansagte und irgendwelche persönlichen Erinnerungen daran kund tat.
Ansonsten hat man sich bei NDR 2, dem ehemaligen Infosender im Norden, fast komplett davon verabschiedet zu haben, den Hörern was Inhaltliches zu erzählen.
Da beschränkt man sich alle Stunden auf etwas längere Nachrichten. Ansonsten ist NDR 2 zum üblen Dudelfunk geworden, und für Fudelfunk brauchen wir eigentlich keinen öffentlich-rechtlichen Sender.
Der NDR sollte sich ein Beispiel am rbb nehmen – bei radioeins verblödet man als Hörer jedenfalls nicht so, als wenn man den ganzen Tag NDR 2 ertragen müsste.

RTelenovela

Rügen 2017 (19): Dingsbums lässt schön grüßen

Donnerstag, den 16. November 2017
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(18) -> 15.11.2017

Zwei Damen betreten den Wellnessbereich des Hotels in Sellin. Am Tresen lehnt sich eine von ihnen – sie sind um die 60 – mit dem Oberkörper auf die Tischplatte. Sie fragt die junge Frau hinterm Tresen, ob denn der Hans da sei. Die Mitarbeiterin bejaht das. “und die Claudia, ist die auch noch da? Und die Judith?” Die Mitarbeiterin schaut irritiert, lächelt dann und sagt, dass nur der Hans noch hier arbeite, er sei derjenige, der auch am längsten da sei. “Ich soll nämlich den Hans schön grüßen!”

Und dann kommt er auch schon, der Hans. Hans kennt die Frau nicht, die da halb auf dem Tresen liegt. “Ich soll sie von Britta grüßen!” Hans reagiert nicht, er kann sich scheinbar an keine Britta erinnern. “Na, die Britta, die vor vier Jahren ihre Ausbildung hier gemacht hat.” Hans überlegt weiter, fragt nach dem Nachnamen, und die Frau nennt ihm ihn. So ganz kann sich Hans aber immer noch nicht erinnern, und die Grüßende erzählt ihm, Brittas weitere Geschichte und wo sie nun gelandet ist – in ihrem Geschäft nämlich.
Hans ist höflich, deshalb fällt ihm auch bald ein, wer diese Britta ist, und er hört sich sehr geduldsam an, was die Frau ihm noch alles über diese Britta zu sagen hat.

Ich stehe die ganze Zeit dahinter, weil ich eigentlich auch noch eine Frage habe, aber die Frau, die halb auf dem Tresen liegt, muss die Britta-Geschichte noch loswerden. Sie fühlt sich offenbar, als würde sie zur Selliner Wellness-Familie gehören. Vielleicht hatte sie auch einfach nur Redebedarf.