Tagesarchiv für 15. November 2017

ORA aktuell

Bäume am Oranienburger Bürgerzentrum zerstört

Mittwoch, den 15. November 2017

Unbekannte haben vermutlich in der Nacht zum Montag mehrere Bäume auf dem Platz vor dem Oranienburger Bürgerzentrum beschädigt. Drei der fünf betroffenen Bäume sind so kaputt, dass sie gefällt werden müssen. Am Montag ist Anzeige erstattet worden. Ob es Nachpflanzungen für die etwa 15 Jahre alten Gewächse gibt, ist noch unklar.

RTZapper

Extra spezial: Deutschland nackt

Mittwoch, den 15. November 2017
Tags:

MO 13.11.2017 | 23.15 Uhr | RTL

Wenn sich ein Mann und eine Frau total nackig begegnen, dann soll das zur Folge haben, dass man den Menschen dahinter viel schneller erkennt. So wird das zumindest immer wieder in der Nackt-Dating-Show “Adam sucht Eva” erzählt. Ist natürlich Mumpitz. Es sei denn, man kann an den Schlauchbooten rund um den Mund einiger Promidamen oder den rasierten Männerkörpern irgendetwas Hintergründiges ablesen.
Aber wenn schon bei RTL eine Stunde lang Leute nackt auf einer einsamen Insel rumlabern, um rauszufinden, ob sie was füreinander empfinden (außer der puren Geilheit natürlich), dann will man sich natürlich danach nur ungern anziehen. Deshalb gab es am Montagabend gleich noch ein “Extra”-Nackt-Spezial.

Zwei Reporter sollten nämlich rausfinden, wie nackt Deutschland wirklich ist. Und wie sich das eigentlich anfühlt. Die Medienökonomin Britta Brandt machte das für RTL gern mit, aber offenbar muss man ihr erst kurz vor dem Dreh mitgeteilt haben, dass sie sich ja dafür auch nackig machen muss. So ging sie also zum Nacktyoga, und das RTL-Team hatte offenbar die Aufgabe, die RTL-Reporterin, die den Nackttest machen sollte, nicht nackt zu sehen. So waren alle total frei, nur die RTL-Frau musste immer in Großaufnahme gezeigt werden, damit ja keine Brust oder gar etwas Südlicheres gezeigt werden musste. Nicht, dass man das hätte zeigen müssen – aber wenn jemand von RTL bei so etwas mitmacht, dann auch richtig. Aber Nacktyoga fand die RTL-Frau eh doof und brach das Experiment vorzeitig ab. Danke und tschüss.

Der Künstler und Schauspieler Stephen Appleton wurde ebenfalls von RTL für den Nackttest eingespannt. Mit einer FKK-Frau ging er an einen See, um passend zum Herbst nackt baden zu gehen. Appleton betonte tausendmal, dass er ja mit Nacktheit kein Problem habe. Er sei zu Hause gern nackt, und wenn ihn ja jemand sehen würde, sei ihm das wurscht. Außer im Fernsehen, da ist ihm das plötzlich nicht mehr wurscht. Seinen Hintern präsentierte er zwar, als er aber fröstelnd aus dem Wasser kam, ging er extra rückwärts, um ja nicht seine Vorderansicht präsentieren zu müssen. Später beim Nackttanzen, wurde seine Nacktheit ebenfalls geschickt kaschiert. Auch da gilt: Muss er ja auch nicht – wenn er denn nicht x-mal davon labern würde, wie unprüde er sei, weshalb das Versteckspiel dann doch eher albern wirkte.

Aber vielleicht müssen die beiden Doch-nicht-so-nackt-Reporter zur Strafe 2018 zur Nackt-Dating-Show. Da ist man bei RTL schließlich überhaupt nicht so zimperlich, wenn es um die Intimbereiche geht.

RTelenovela

Rügen 2017 (18): Inselparadies – das Comeback

Mittwoch, den 15. November 2017
Tags: , ,

(17) -> 14.11.2017

Zu DDR-Zeiten, in den 80ern, war es gar nicht so einfach, ins “Inselparadies” am Strand in Baabe auf Rügen zu kommen. Es war immer voll, die Tische waren immer besetzt oder reserviert. Nach 1988 war ich definitiv nicht mehr dort drin gewesen.
Irgendwann nach der Wende fiel das markante Gebäude, entworfen vom bekannten Rügener Architekten Ulrich Müther, in den Dornröschenschlaf. Weit mehr als 20 Jahre stand das Haus verlassen da, wirkte mehr und mehr wie ein Gerippe. Lange ist versucht worden, einen Investor zu finden. 2013 wurde das Haus saniert, in der Hoffnung einen Betreiber zu finden. 2016 kam dann die gute Nachricht. 2017 ist dort ein italienisches Restaurant eröffnet worden.

Sonntagnachmittag im November. Es wird schon dunkel, am Strand in Baabe herrscht kaum Betrieb. Erst dachte ich, dass sich der Laden in der Winterpause befindet. Aber das Inselparadies war geöffnet. Er wolle es versuchen, auch im Winter den Betrieb offen zu halten, erzählte der italienische Wirt einer anderen Kundin. Im Sommer sei die Hölle los gewesen, da hätten in dem Lokal bis zu 13 Leute gearbeitet. Jetzt sei es ruhiger.

Vorn befindet sich eine kleine Bar, es wirkt wie ein Bistro, in der Mitte ist die große Wendeltruppe, die nach oben führt. In der ersten Etage hat man den eigentlichen Blick auf den Strand und die Ostsee. Jetzt, in der Winterzeit ist sie aber meistens geschlossen.
Die Karte ist nicht aufregend, aber in Ordnung. Pizza, Pasta, Fisch, Fleisch – vielleicht ist sie im Sommer ein bisschen einfallsreicher. Vor der eigentlichen Mahlzeit – Pasta mit Lachs – bekomme ich Weißbrot mit einem Teller Öl. Was für eins es ist, habe ich vergessen, aber es ist lecker und dann doch mal was anderes. Die Nudeln sind lecker. Dann entscheide ich mich noch für eine Zabaione – dem Eipamps hatte ich schon lange nicht mehr. Der sah dann allerdings sehr lieblos aus, in einer weißen Schüssel, ohne Drum und Dran.

Immer wieder fragen Leute den Wirt, ob sie mal nach oben dürfen. Gucken! Als er wieder eine private Führung macht, laufe ich mit hoch. Die obere Etage ist wie ein großer Saal. Der Wirt sagt, er kann die Tische so stehen lassen – man hat einen tollen Blick nach draußen – oder er kann alles wegräumen und dort eine Party veranstalten. Silvester, zum Beispiel.

Das Inselparadies lebt wieder – wenn auch wirklich immer eher von Ostern bis Oktober. Aber dass nach so langer Zeit, dort endlich wieder Leben herrscht – das ist ein Gewinn für Baabe und das Mönchgut.