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Moritz Riesewieck: Digitale Drecksarbeit – Wie uns Facebook & Co. von dem Bösen befreien

Facebook, Instagram, Twitter. Überall werden jeden Tag eine Unzahl an Fotos und Videos hochgeladen. Und das nicht nicht nur lustige Selfies oder Fotos vom Essen. Darunter sind auch verstörende Bilder: harte Gewalt, Sex, Kinderpornos.
Es heißt ja immer, dass man nicht das Gefühl habe, dass Facebook und Co. etwas dagegen tun – aber das ist nicht so. Denn das meiste von diesen schlimmen Fotos bekommen wir gar nicht zu Gesicht. Das liegt nicht an irgendwelchen Computern, sondern an Menschen, die daran arbeiten, dass solches Material entfernt wird.
Aber wer ist das eigentlich? Wer kümmert sich darum? Zum Beispiel Billiglöhner auf den Philippinen.

Der Autor Moritz Riesewieck reiste zu diesen Menschen, die sich Tag für Tag solch einen Psychomüll antun müssen. Stumpfen sie ab? Was macht das mit ihnen? Und dürfen die überhaupt darüber sprechen?
Riesewieck ist es gelungen, mit einigen Leuten darüber zu sprechen. Er schreibt aber auch darüber, wieso so etwas überhaupt gepostet wird, was überhaupt die Sozialen Netzwerke mit uns machen.
Ein manchmal etwas ausschweifiges, aber dennoch sehr interessantes Essay zu einem wichtigen Thema unserer ach so modernen Zeit.

Moritz Riesewieck: Digitale Drecksarbeit – Wie uns Facebook & Co. von dem Bösen befreien
dtv premium, 304 Seiten
7/10

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