Tagesarchiv für 25. Oktober 2017

RTZapper

Bundestag live: Konstituierende Sitzung

Mittwoch, den 25. Oktober 2017
Tags: ,

DI 24.10.2017 | 10.50 Uhr | Das Erste

Ach, die gute alte Tante ARD! Da kann es noch so spannend sein, wenn mal eine Live-Übertragung im Programm steht. Wenn die Soap “Rote Rosen” angekündigt ist, dann beginnt sie natürlich auch pünktlich. Komme, was da wolle.
Am Dienstagmittag übertrug Das Erste die konstituierende Sitzung des Deutschen Bundestages. Ewig zeigte man die Rede des Alterspräsidenten Solms, die nicht enden wollende Wahl des Bundestagspräsidenten Schäuble sowie dessen Rede.
Dann begann die Wahl der sechs stellvertretenden Bundestagspräsidenten, uns die Wahl war spannend, weil sich abzeichnete, dass der Kandidaten der AfD abblitzen würde.

Die Wahl zog sich dahin, sehr lange. Das Erste überbrückte die Zeit mit Interviews, Einspielfilmen und noch mehr Interviews. Dann aber war es dummerweise 14 Uhr, und die Sendezeit zu Ende. Und nicht verlängerbar. Wegen “Rote Rosen”. Will man ja nicht verpassen. Da wartet man ewig auf die Wahl, und wenn es so weit ist, beenden die Reporter aus heiterem Himmel die Live-Sendung.
Immerhin, und war wirklich neu, verwies der Moderator auf die weiterlaufende Live-Übertragung auf phoenix. Dennoch muss man sich mal wieder wundern über so manche programmliche Entscheidung – auch wenn “Rote Rosen” sicherlich eine höhere Einschaltquote hat als der “Bundestag live”.

ORA aktuell

Ab 2022: RB32 von Oranienburg zum BER

Mittwoch, den 25. Oktober 2017
Tags: , ,

Ab Dezember 2022 soll es eine direkte Regionalbahn-Verbindung von Oranienburg zum Flughafen Berlin-Brandenburg in Schönefeld geben. Das geht aus dem Entwurf des Nahverkehrsplans hervor, den Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) vorstellte.
Der Zug soll über Berlin-Ostkreuz nach Schönefeld und weiter nach Wünsdorf-Waldstadt rollen. Unklar ist, in welchem Takt der Zug fahren soll – und ob er die RB12, die ebenfalls über Lichtenberg zum Ostkreuz fährt, ersetzen soll.

RT im Kino

Borg / McEnroe

Mittwoch, den 25. Oktober 2017
Tags:

1980, Wimbledon. Noch heute gilt das Finale im englischen Tennisturnier zwischen dem Schweden Björn Borg und dem US-Amerikaner John McEnroe als eines der Aufregendsten, das es je gab. Björn Borg hatte Wimbledon zuvor schon viermal hintereinander gewonnen und stand unter großem Druck. John McEnroe war die Nummer 2 der Weltrangliste und strebte den ersten Wimbledon-Sieg an. 37 Jahre nach diesem Mega-Duell gibt es darüber einen packenden Film.

Es scheint, als ob der Stress an Björn Borg (Sverrir Gudnason) abprallt. In Wirklichkeit tut er das aber nicht, es brodelt in ihm. Als Jugendlicher war er so aufbrausend, dass er sich fast seine Karriere verbaut hat. Aber sein Trainer Lennart Bergelin (Stellan Skarsgård) hat ihm bald eingetrichtert, was sein Leben bestimmt: Packe deine Wut ins Spiel. Raste nicht aus. Doch das wird für Borg zunehmend zum Problem. Er wird zerfressen von seinen Zwängen und Ängsten.
Ganz anders John McEnroe (Shia LaBeouf). Auf dem Platz ist er oft aggressiv, lässt seine Wut raus, er beschimpft Schiedsrichter und Zuschauer – das kommt nicht gut an.
Zwei scheinbar völlig verschiedene Sportler, die aber in Wirklichkeit sehr ähnlich sind – und in Wimbledon zum Showdown zusammentreffen.

Und der ist extrem packend. “Borg / McEnroe” erzählt nicht nur die Geschichte eines großen Tennismatches. Der Zuschauer lernt auch die beiden ungewöhnlichen Sportler kennen – ihre Geschichte, ihr Umfeld, ihre Denkweisen.
Für die beiden Hauptrollen hat man sich extra auch Vertreter der jeweiligen Länder geholt: den Schweden Sverrir Gudnason und den US-Amerikaner Shia LaBeouf. Wie sie den einerseits in sich Gekehrten und andererseits den Aufbrausenden spielen, das ist sehr überzeugend. Und wenn man als Zuschauer vielleicht auch nicht mehr so genau weiß, wer eigentlich das große Match am Ende gewonnen hat, für den ist das alles umso spannender.
“Borg / McEnroe” gehört auf jeden Fall zu den interessantesten und spannendsten Biopics der vergangenen Jahre!

Borg / McEnroe
Schweden 2017, Regie: Janus Metz Pedersen
Univsersum, 108 Minuten, ab 0
9/10