Tagesarchiv für 6. Oktober 2017

ORA aktuell

Orkantief Xavier sorgt in Oranienburg für Schäden

Freitag, den 6. Oktober 2017
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Das Orkantief Xavier hat am Donnerstagnachmittag auch in Oranienburg für Schäden gesorgt. Gegen 16.30 Uhr begann der heftige Sturm. Schwere Böen fegten durch die Stadt.

Alle zehn Oranienburger Löschzüge der Feuerwehr waren im Einsatz, an vielen Stellen sind Bäume umgefallen. Besonders betroffen war das Viertel zwischen André-Pican-Straße, Bernauer Straße und Lehnitzsee. In der Paul-Gerhardt-Straße fiel ein Baum auf ein Carport. Auch in der Lindenstraße und Lehnitzstraße sorgten Bäume für Behinderungen.
Auf dem Dach der Post auf dem Bahnhofsplatz zersplitterte ein Dachfenster, was zu Gefahren führte.
Der Bahnverkehr in Oranienburg war zwischenzeitlich komplett eingestellt. S-Bahnen und Regionalzüge fuhren nicht. Auch Busse hatten es schwer, durchzukommen.

In Oranienburg gab es nach aktuellen Angaben nur Sachschäden.

RTelenovela

Die Wende brachte uns die B.Z. ins Haus

Freitag, den 6. Oktober 2017
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Meine erste Begegnung mit der B.Z. hatte ich am 10. November 1989. Damals titelte die Zeitung “Die Mauer ist weg! Berlin ist wieder Berlin!” Am Tag nach dem Mauerfall waren wir das erste Mal in West-Berlin, und damals war das natürlich DIE Schlagzeile.
Und irgendwie war die Boulevardzeitung damit zu einem Symbol geworden. Als wir das zweite Mal “rüber” fuhren, kauften wir uns die Zeitung. Erneut war eine fette Schlagzeile vorne drauf, und die Sache mit den fetten Schlagzeilen hat uns damals fasziniert. Immerhin gab es in der DDR ja keine Boulevardzeitung in dieser Machart.

Irgendwann gab es die B.Z. auch in Oranienburg zu kaufen, und ich kaufte sie jeden Tag. Die B.Z. war die erste (und eigentlich bis heute auch einzige) Tageszeitung, die ich mir tatsächlich so gut wie täglich kaufte. 60 Pfennig kostete sie anfangs.
Es dauerte einige Jahre, bis mein Interesse daran abebbte, in meiner Familie wurde sie jedoch noch sehr lange jeden Tag gekauft. ich finde sie inzwischen nicht mehr allzu spannend.

Jetzt feierte die B.Z. ihr 140. Jubiläum. Die erste Ausgabe erschien 1877, zwischen 1943 und 1953 pausierte das Blatt. Inzwischen läuft’s mit den Verkaufszahlen – wie überall – eher mau, sie kostet 1 Euro, und damit weit mehr als das Doppelte wie 1990.
Zum Geburtstag kaufte ich mir mal wieder eine Ausgabe mit dem Sonderhaft und einem Rückblick. Ein bisschen Nostalgie ist dabei. Herzlichen Glückwunsch!

RT liest

Dorothee Hackenberg / Robert Skuppin: Moment mal! Was die Zeit mit uns macht

Freitag, den 6. Oktober 2017
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Deutschlands bester Radiosender, radioeins vom rbb, feiert in diesem Jahr sein 20. Jubiläum. Aus diesem Anlass gibt es nicht nur viele Aktionen, sondern auch ein Buch.
Es beschäftigt sich mit der Zeit – und was sie mit uns macht. Denn 20 Jahre, zwei Jahrzehnte sind eine lange Zeit. Seit 1997 hat sich Deutschland und hat sich die Welt sehr verändert. Und wir uns auch.

47 Autoren haben Texte zu diesem Buch beigesteuert, Dorothee Hackenberg und radioeins-Chef Robert Skuppin haben es herausgebracht. Zu den Schreibern gehören Boris Aljinovic, Alf Ator, Mark Beneke, Marion Brasch, Knut Elstermann, Horst Evers, Martin “Gotti” Gottschild, Wladimir Kaminer, Harald Martenstein, Bettina Rust, Serdar Somuncu, Dirk Stermann, Jörg Thdeusz und Dietmar Wischmeyer. Das sind alles Leute, die entweder bei und für radioeins arbeiten oder dem Sender auf irgendeine Weise verbunden sind.
Die Art, über die sie über die Zeit schreiben, ist sehr unterschiedlich – so steuert zum Beispiel Judith Holofernes einen Liedtext bei. Martin Gottschild berichtet darüber, wie er sich pünktlich verspätet. Mark Beneke liefert einen fast wissenschaftlichen Beitrag zur Verwesung bei. Bettina Rust schreibt übers Nichtstun.

Einige der Texte sind großartig, lustig und kurzweilig, andere machen nachdenklich, einige sind nüchtern – und weitere wenige überblättert man schnell. Eine abwechslungsreiche Lektüre.

Dorothee Hackenberg / Robert Skuppin: Moment mal! Was die Zeit mit uns macht
Rowohlt Berlin, 316 Seiten
7/10

RTZapper

Ninja Warrior Germany: Finale 2017

Freitag, den 6. Oktober 2017
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SO 01.10.2017 | 20.15 Uhr | RTL

Wieder hat Deutschland keinen Ninja Warrior. Wieder hat es kein Kandidat geschafft, bis zum Ende der Hindernisstrecke zu kommen und zu gewinnen.
Enttäuschend ist das allerdings nicht – eigentlich spricht es sogar für die Show.

Am Sonntagabend endete bei RTL die 2. Staffel von “Ninja Warrior Germany”. Hunderte Leute haben mal wieder den Versuch unternommen, unfassbare athletische Leistungen zu vollbringen. Man muss gut balancieren, klettern, unfassbar viel Kraft und Geschicklichkeit haben. Der Parcours hat es in sich, der lässt sich nicht einfach mal so überwinden.

Mit der Show hat RTL ein echtes Event im Programm, und auch die Umsetzung ist gelungen. Denn kein Kandidat ist besonders. Einige bekommen zwar einen Vorstellungsfilm, das aber heißt nicht, dass sie besonders weit kommen. Das macht das Ganze so interessant und spannend. Und selbst mit Kandidaten, die man nicht weiter kennenlernt, zittert man mit – weil sie eben so viel leisten. Leute, die nichts drauf haben, machen zwar Faxen, es bringt ihnen aber nichts. In einer Folge trat Jürgen Milski auf, um gleich am Anfang zu scheitern. Alles andere wäre auch verwunderlich gewesen.
Die Übungen sind so schwer, dass man als Otto-Normal-Fernsehzuschauer weiß: Das würde ich niemals schaffen, so was Erstaunliches würde ich nicht hinbekommen.

Wenn es auch in Staffel 2 noch keinen Sieger gab, dann ist das Ansporn für die Sportler, es in Staffel 3 noch besser zu machen. Und es spricht für das hohe sportliche Niveau, die den Kandidaten abverlangt wird.
Deshalb freue ich mich auf 2018 – und auch auf Frank Buschmann und Jan Köppen, die das Ganze wunderbar mitreißend, aber nicht aufgesetzt, kommentieren.