Tagesarchiv für 4. Oktober 2017

RT im Kino

Es

Mittwoch, den 4. Oktober 2017

Wer in den frühen 90ern Stephen Kings “Es” als Fernseh-Zweiteiler gesehen hat, wird sicherlich ein paar Tage gebraucht haben, um sich davon zu erholen. Zu viel Angst und Schrecken hat der Horrorclown damals verbreitet, und es viel schwer, abends dunkle Räume zu betreten. Rechtzeitig zum 70. Geburtstag von Autor Stephen King kommt eine neue Verfilmung des Klassikers in die Kinos.

1988 in der Kleinstadt Derry. Georgie (6) lässt in strömenden Regen sein Papierboot im Wasser fahren – bis es in der Kanalisation verschwindet. Georgie will es zurück – aber dann der Schock. In der Kanalisation sitzt ein Clown (Bill Skarsgård) , und er will Böses. Danach ist der Junge spurlos verschwunden.
Er ist nicht das einzige Kind, das in Derry verschwindet. Inzwischen ist es Sommer geworden, und Georgies Bruder Bill (Jaeden Lieberher) hat die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben. Aber es kommt immer wieder zu schockierenden Momenten. Der Clown sorgt für immer mehr Angst – bei Bill und seinen Freunden. Sie haben Angst, aber sie wollen zusammenhalten und gegen den Clown kämpfen.

“Es” von 2017 ist eine höchst gelungene Neuverfilmung. 27 Jahre nach dem Zweiteiler ist dem Regisseur Andrés Muschietti was richtig Gutes gelungen. Das liegt nicht nur an der beängstigenden Geschichte, sondern auch an dem hervorragenden Cast. Stück für Stück wird die Spannung aufgebaut, der Clown sorgt erneut für Schrecken, wenn auch nicht mit denselben Auswirkungen wie damals.
Dadurch, dass “Es” 1988/89 spielt, wirkt er an vielen Stellen angenehm Retro und erinnert an “Stand by me”, auch ein Film nach einer Stephen-King-Geschichte. Auch in “Es” geht es um eine Gruppe Kinder an der Stufe zur Jugend. Sie müssen sich bewähren, ihre Ängste überwinden. Sie lernen, was es heißt, Freunde zu haben und welchen Stellenwert sie haben. Schon allein das zu beobachten, macht Freude. Zumal immer wieder ein bisschen Witz durchblitzt. Die Kinder sind dabei durchweg hervorragend besetzt.
Sieht man davon ab, dass zwischendurch ein minimaler Hänger in der Story ist, ist “Es” tolle Unterhaltung auf gleich verschiedenen Ebenen. Und einen indirekten Cliffhanger gibt es auch: Immerhin finden die Kinder raus, dass in Derry alle 27 Jahre so etwas passiert ist, und sie schwören, immer zusammenzuhalten.

Es
USA 2017, Regie: Andrés Muschietti
Warner, 135 Minuten, ab 16
9/10

RTelenovela

O’zapft is – in Kremmen!

Mittwoch, den 4. Oktober 2017
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Ein Prosit auf die Gemütlichkeit! Dieses Lied ist am Montagabend auf dem Kremmener Spargelhof immer wieder angestimmt worden. Rund 850 Menschen kamen in das große Festzelt – zum Oktoberfest.
Es war mein allererstes Oktoberfest! Ich war allerdings nicht privat dort. Mein Dress: schwarze Hose, T-Shirt, blaue Jacke. Nicht zwingend ein Oktoberfest-Outfit. Wer meint, dass Tracht und Dirndl nur in Bayern angesagt ist, der wird in Kremmen gestaunt haben. Denn ein Großteil der Besucher hat sich zu diesem Ereignis – mitten in Brandenburg – zünftig in Schale geschmissen. Da fielen eher die fast auf, die auf Lederhosen und Co. verzichtet haben. Also auch ich.

Vorn auf der Bühne spielten die Waidigel, eine Stimmungsband aus dem Ostallgäu. Wenn die das Lied vom Cowboy und Indianer anstimmten, dann ging die Post ab im Festzelt. Die Leute tanzten vorn vor der Bühne, aber auch gleich am Platz auf den Bänken. Eine ausgelassene Stimmung, und wäre ich nicht alleine da gewesen, hätte ich mich auch durchaus davon anstecken lassen.

Und tatsächlich überlegt man, ob man nächstes Jahr privat hingeht – und wo man denn Lederhosen herbekommt. Ich hatte sogar schon mal eine – als Kind. Woher wir die damals hatten, weiß ich nicht, ich trug sie aber sehr gern. Eine kurze Lederhose mit Hosenträgern – hatten in der DDR eine Zeit lang nicht wenige Kinder. Vielleicht war das in den 80ern mal ein Trend im Osten. Vielleicht irgendwann mal wieder?

RTZapper

Schlag den Henssler

Mittwoch, den 4. Oktober 2017
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SA 30.09.2017 | 20.15 Uhr | ProSieben

Fast zwei Jahre ist Stefan Raab inzwischen von der offiziellen Bildschirmfläche verschwunden. Immer wieder war die Frage, ob es denn jemanden geben könnte, der an seine Stelle bei “Schlag den Raab” treten könnte. Lange hatte man bei ProSieben darauf keine Antwort, zeigte stattdessen “Schlag den Star”, wo immer zwei verschiedene Stars gegeneinander antraten.
Nun ist der Nachfolger aber doch da: Steffen Henssler. Der TV-Koch will in Raabs Fußstapfen treten, und ein wenig Skepsis war davor durchaus angebracht. Immerhin war Henssler schon bei “Schlag den Star” zu Gast und trat dort als überehrgeiziger, leider oft unsympathischer Kämpfer auf. Was natürlich keine guten Startbedingungen als Raab-Nachfolger wären.

Am Sonnabend nun hatte “Schlag den Henssler” Premiere. Die gute Nachricht: Das könnte was werden.
Die Macher hatten Glück, denn es blieb bis ganz zum Schluss spannend, alle 15 Spiele mussten ausgetragen werden, erst weit nach 1 Uhr stand Henssler als Sieger fest.
Sport, Wissen, Geschicklichkeit – die Mischung macht’s auch weiterhin. Und Steffen Henssler ist fit, hat Spaß, aber auch auch Ehrgeiz. Flüche kann er nicht zurückhalten, aber es hält sich im Rahmen. Sein Sportsgeist stellt sich nicht über einen eventuellen Egoismus.
Wäre schön, wenn sich mit ihm diese spannende, abwechslungsreiche Show halten kann!