Tagesarchiv für 27. September 2017

ORA aktuell

Stralsunder Straße in Oranienburg halbseitig gesperrt

Mittwoch, den 27. September 2017
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Wegen der nun beginnenden Bauarbeiten für das neue Fahrradparkhaus am Oranienburger Bahnhof ist die Stralsunder Straße halbseitig gesperrt. Die Durchfahrt ist nur in Richtung Arbeitsamt möglich. Von der Bykstraße kommend führt die Umleitung über Lehnitzstraße und Willy-Brandt-Straße. Busse kommen in beiden Richtungen durch.

Das neue Fahrradparkhaus soll 1000 Stellplätze haben. Ende März 2018 könnte es fertig sein.

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RTelenovela

#ichbin87

Mittwoch, den 27. September 2017
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Ein neuer Hashtag wabert durch Deutschland: #ichbin87.
Er bezieht sich auf das Wahlergebnis der AfD, die bei der Bundestagswahl fast 13 Prozent erreichte. Mit dem Hashtag bei Twitter und Facebook will man sich von den AfD-Wählern abgrenzen und sich damit gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass und rechtem Populismus aussprechen.
An sich ist diese Äußerung natürlich völlig in Ordnung, und wer sich damit beflaggen will, kann das auch gern tun.
Aber dennoch ist es wieder ein Stück Wohlfühl-Internet. Alles ist immer noch gut, und ich habe mal wieder ein gutes Werk getan, in dem ich gegen die AfD protestiere. Mit einem Hashtag.

Aber macht man es sich damit nicht zu einfach? Die knapp 13 Prozent klingen viel, aber in Wirklichkeit ist ein niedriger Wert, wenn man sich mal im Osten Deutschland umsieht. In Sachsen ist die AfD als Wahlsieger hervorgegangen. Was hashtaggen denn die Sachsen? #ichbin74 ? – Klingt natürlich nicht mehr ganz so toll, und irgendwie will sich das Wohlfühlgefühl nicht so ganz einstellen.
Die politische Lage in Ostdeutschland scheint sich von der im Westen abgekoppelt zu haben, in Brandenburg und Co. sind die Rechtspopulisten schon viel stärker. Da ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die AfD Mehrheiten erreicht und Koalitionen ohne sie kaum noch möglich sind. Aber vielleicht kommt dann ja irgendwann der Hashtag #ichbin61 – oder so.
Aber wenn man etwas gegen diese Strömung unternehmen will, reichen oberflächliche Hashtags nicht. Zumal man damit keinen AfD-Wähler bekehren kann und noch mehr zur Spaltung unseres Landes beiträgt.

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RTZapper

Spiegel TV Magazin: Bundestagswahl 2017

Mittwoch, den 27. September 2017
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SO 24.09.2017 | 22.45 Uhr | RTL

Einmal im Jahr fällt Maria Gresz einer größeren Zuschauerschaft auf: Wenn sie im Windschatten des RTL-Dschungelcamps mit zimtzickigem Gesicht und spürbarem Ekel einen Beitrag ansagen muss, der sich um diese Sendung dreht und schlimm boulevardig ist. Nicht das Niveau von “Spiegel TV” erreicht.
Am Sonntag war Maria Gresz aber voll in ihrem Element. Immerhin ist das “Spiegel TV Magazin” ja eine seriöse Marke, findet man jedenfalls in der Redaktion des “Spiegel TV Magazins”. Einmal in der Woche will man bei RTL gutes Fernsehen bieten – und scheitert immer mal wieder daran.
Wichtig fühlte sich Maria Gresz dennoch, als sie am Sonntagabend mit dem Brandenburger Tor in Berlin im Hintergrund die Götterdämmerung hervorrief. Ein ZUTIEFST WÜTENDES VOLK erblühe in einem MORAST AUS FRUST UND VORURTEILEN, giftete sie. Man zeige nun einen Bericht aus Berlin in den letzten Stunden der alten Regierung. Man solle es genießen, denn ab morgen sei vieles anders. Hätte bloß noch der Blitz gefehlt, der wahlweise ins Brandenburger Tor oder in die Moderatorin einschlägt.

Zu sehen war ein journalistisch extrem hochwertiges Stück, in dem die “Spiegel TV”-Reporter in einen Sexclub latschten, um eine Domina sagen zu lassen, dass sie die AfD doof findet. Oder in einem Goaclub, in dem die Leute… na ja, irgendwas Dummes erzählten.
Später sah man “Spiegel TV”-Reporter, wie sie diversen Politikern auflauerten und dusslige Fragen stellten. Was machen Sie heute noch so, Herr Lindner? Frau Petry, wen werden Sie wählen? Und wenn sie keinen Bock hat, sich im Wahllokal von Spiegel TV belästigen zu lassen, dann heißt es, ganz Deutschland warte auf Antworten.
Ja, liebe “Spiegel TV”-Leute, ganz Deutschland wartet. Allerdings nicht auf solche dämlichen Reportagen.

Es ist immer wieder erstaunlich. Während der “Spiegel” immer noch als einigermaßen seriös gilt, ist “Spiegel TV” eher minderwertiges Boulevardfernsehen. Politikern oder Swingern dumme Fragen zu stellen, hat mit gutem Journalismus wenig zu tun. Dagegen sind die von Maria Gresz zimtzickig anmoderierten Dschungelcamp-Beiträge fast schon Hochkultur.

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