Tagesarchiv für 24. September 2017

ORA aktuell

Bundestagswahl 2017: CDU gewinnt in Oranienburg

Sonntag, den 24. September 2017
Tags:

Bei der Bundestagswahl 2017 liegt die CDU in Oranienburg vorn – bei der erst- und Zweitstimme. Die AfD konnte bei den Zweitstimmen den zweiten Platz erreichen.

Erststimme:
Uwe Feiler (CDU): 26.3 %
Benjamin Grimm (SPD): 21,8 %
Christian Schmidt (AfD): 20,6 %
Harald Petzold (Die Linke): 17,2 %
Volkmar Richter (FDP): 4,6 %
Petra Budke (Bündnis 90/Grüne): 3,9 %
Heinz Ließke (Freie Wähler): 2,8 %
Stefan Reckin (Die Partei): 1,8 %
Thomas Ney (Piratenpartei): 0,9 %
Brigitte Müller (DKP): 0,3 %

Zweitstimme:
CDU 26,3 %
AfD 21,3 %
SPD 18,3 %
Die Linke 16,6 %
FDP 5,9 %
Bündnis 90/Grüne 4,6 %
Tierschutzpartei 2,2 %
Freie Wähler 1,5 %
Die Partei 1,3 %
NPD 1,0 %
BGE 0,4 %
DM 0,3 %
ÖDP 0,1 %
DKP 0,1 %
MLPD 0,1 %

Wahlbeteiligung: 73,1 %
Quelle: Wahlleiter, Stadt Oranienburg

RT im Kino

High Society – Gegensätze ziehen sich an

Sonntag, den 24. September 2017

Eine an sich schöne, wenn auch keine neue Story-Idee. Fast durchweg richtig gute Schauspieler. Und dennoch: So richtig gut ist “High Society” nicht geworden. Was an eklatanten Drehbuch-Schwächen und einem teilweise nicht vorhandenen Gespür für gute Gags liegt. In dieser Hinsicht ist der Film von Anika Decker bemerkenswert.

Aura (Caro Cult) wächst mit ihrer Familie in einer Berliner Plattenbausiedlung auf. Ihre Mutter Carmen (Katja Riemann) konnte ihr nie viel Materielles bieten.
Anabel von Schlacht (Emilia Schüle) wächst in einer Industriellenfamilie auf – Geld ist genügend und im Überfluss vorhanden. Allerdings hat ihre Mutter Trixi (Iris Berben) wenig Gefühle für ihre Tochter.
Doch dann der Skandal: Beide Familien bekommen Anrufe. Aura und Anabel sind als Babys vertauscht worden – von zwei Krankenschwestern, denen das vor 25 Jahren herzlich egal war.
Aura hastet gleich zu ihrer reichen Familie und nistet sich dort ein. Anabel dagegen ist dort abgeschrieben. Sie wollte es nicht, aber irgendwann taucht auch sie bei ihrer Familie auf, im Plattenbau. Das heißt: der junge Polizist Yann (Jannis Niewöhner) liest sie auf und bringt sie dort hin.
Es beginnen Irrungen und Wirrungen – und die Suche nach einer Antwort auf die Frage: Wo ist eigentlich mein Zuhause?

Die Geschichte hat viel Potenzial. Denn in “High Society” geht es ein Stück weit um den Riss in unserer Gesellschaft. Auf der einen Seite die Reichen, die in Saus und Braus leben. Auf der anderen Seite die Menschen, die gerade so klarkommen, aber bei denen es eigentlich nicht gut läuft. Durch den Tausch vermischen sich diese beiden Gesellschaften nun.
Doch Anika Decker (Buch und Regie) verlässt sich nicht auf diese Geschichte und versieht sie stattdessen mit eigentlich pumpe Einfällen. Der Film hat gerade im ersten Drittel diverse Gags, die irgendwie nicht passen wollen, die deplatziert wirken, einfach doof sind. Der Film beginnt mit den feiernden, dummen Schwestern, die die Babys vertauschen. Diese Szenen sind geradezu unangenehm blöd, ein denkbar schlechter Filmeinstieg. Auch sonst fehlt ein Gespür für guten Humor.
Das wird zum Glück im Laufe des Films besser, da zeigt sich, dass daraus hätte was richtig Gutes werden können. Wäre nicht das irritierende Ende gewesen, bei dem ein zwischenzeitlicher Cliffhanger kreiert wird, der völlig unverständlich ist – als ob da gute zehn Minuten Film rausgeschnitten worden sind.
An den Schauspielern liegt es nicht. Wenn sie nicht gerade Stuss reden müssen, dann machen sie ihre Sache richtig gut. Katja Riemann herrlich barackig!
So kann man sagen, dass “High Society” kein schlechter Film ist – aber sich das Buch und die Regie ziemlich vergalloppiert haben.

High Society – Gegensätze ziehen sich an
D 2017, Regie: Anika Decker
Warner, 100 Minuten, ab 12
6/10

ORA aktuell

Oberhavel TV droht Lizenzentzug

Sonntag, den 24. September 2017
Tags: ,

Dem Oranienburger Lokalfernsehsender Oberhavel TV droht der Entzug seiner Sendelizenz. Wie der Oranienburger Generalanzeiger berichtet, prüft die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) momentan einen entsprechenden Schritt.

Die Hintergründe: Der Sender sendet nur noch unregelmäßig. Seit Wochen ist im Oranienburger Kabelnetz nur noch eine Testkarte zu sehen. In Hennigsdorf soll Oberhavel TV dagegen seit kurzem senden, aber es gibt nur alte Berichte vom Juli und August.
Hinzu kommen Werbekunden, die darauf warten, bezahlte Spots ausgestrahlt zu bekommen oder bestellte Spots fertig zu stellen. Außerdem warten diverse (ehemalige) Mitarbeiter auf ihre Honorare. Die Geschäftsführerin Stefanie Kuß ist für niemanden erreichbar. Der Umzug aus dem Oranienwerk ins Südcenter soll ebenfalls mit Mietschulden zu tun haben, berichtet die Zeitung.

Am 10. Oktober könnte bei der MABB eine Entscheidung fallen.

RTelenovela

Toilettenpanik

Sonntag, den 24. September 2017
Tags:

Vor dem Oranienburger Bahnhof drohte neulich eine Massenpanik. Eine ältere Frau stürmte aus dem McDonald’s-Laden und rief einer anderen Frau zu: “Hier auch nicht! Unverschämtheit! Was sollen wir denn jetzt machen?”
Im Schnellimbiss selbst tauchte ein junger Mann auf, stürmte am Tresen vorbei zu einer Seitentür – um festzustellen, dass sie: erstens geschlossen und zweitens privat ist. Wortlos rannte er wieder raus.

Minuten später. Ich lief den Bahnhofsplatz entlang. Ein Mann stand vor dem öffentlichen Toilettenhäuschen. Aber es war kaputt. Geschlossen. Jetzt war mir klar, was mit den Leuten los ist. Die blanke Pullerpanik! Der Mann sprach einen Bauarbeiter an, der mit einer orangen Warnweste dort rumlief, aber der zuckte nur mit den Schultern.
Plötzlich stürmte eine Frau in Richtung Klo, auch sie steuerte den Mann mit der Weste an – und schrie: “Das kann doch wohl nicht wahr sein! Soll ich jetzt wirklich zum Imbiss rennen, um aufs Klo gehen zu können?? Was ist das hier??”
In ihrer Panik, in ihrer Wut hat sie wahrscheinlich gar nicht gemerkt, dass der Bauarbeiter nichts dafür konnte, dass das Klo im Eimer war. Aber irgendwo musste der Druck abgebaut werden. Hauptsache, es blieb alles trocken.