Tagesarchiv für 21. September 2017

RTelenovela

Bulettenkönig in Personalnot

Donnerstag, den 21. September 2017
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Wer zu Burger King in Vehlefanz kommt, der sieht schon am Eingang den Zettel: Dort wird nach Mitarbeitern gesucht. Und das hat der Laden offenbar extrem dringend nötig. Denn am Mittag wird er regelrecht überrannt, und die paar Leute, die da arbeiten, sind hoffnungslos überfordert.

Mittwochmittag. Eigentlich sollte es ein schneller Happen werden. Die Schlange vor dem Tresen aber wurde immer länger.
Ein junger Mann stand hinterm Tresen, um die Bestellungen entgegen zu nehmen. Eine junge Frau stand hinten und klöppelte die Burger und den anderen Kram zusammen. Eine weitere junge Frau wusste nicht so richtig, was zu tun hat, und stand so rum. Ab und zu machte sie hektische Tätigkeiten.
Der junge Mann nahm drei Bestellungen auf, dann war erst mal Schluss. Mehr hätte keinen Sinn gemacht, denn hinten herrschte ja schon Chaos, und die eine “Köchin” wusste sowieso schon nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. So stand auch er Tresenmann unschlüssig rum – und wirkte irgendwie wie auf Droge. Seine Bewegungen waren seltsam langsam, dass die Leute mehr und mehr murrten, interessierte ihn nicht. Vermutlich die beste Methode, um den Vehlefanzer Burger-King-Alptraum jeden Tag zu überstehen.
Irgendwann tauchte plötzlich ein zweiter Mann auf und begann gemächlich, in der Küche rumzuwurschteln.

Nach und nach bekamen die Kunden ihr Essen – wenn auch nicht immer das richtige. Auch ich bekam nach ewigem Warten endlich, was ich bestellt habe. Inzwischen reichte die Schlange bis zum Ausgang.
An meinem Platz biss ich in den Chicken-Nugget-Burger. Die Hähnchenteile waren trocken und alt. Eklig! Weg mit dem Mist. Ich ging wieder zum Tresen und gab das Ding zurück. Der Tresenmann registrierte das, sagte aber nichts. Ich merkte an, dass die Nuggets alt gewesen sein mussten. Wer weiß, von wann die waren und wie lange die schon in irgendeiner Warmhaltedose rumlagen.
Nun stand ich also wieder da, und der junge Mann schlurfte weiter konzeptlos hin und her. Irgendwann fragte ich nach, ob ich denn Ersatz bekomme, weil er bislang überhaupt nichts dazu gesagt hatte. Seine Antwort: “Stehe ich vielleicht in der Küche?”
Da wurde ich dann mal kurz laut. Hat ihn aber auch nicht interessiert.

Der zweite Chicken-Nugget-Burger war okay. Der Big King – na ja. Wie auch McDonald’s zerstört sich Burger King schon seit vielen Jahren sein Image. Statt des gegrillten Fleisches, für das sich Burger King bis heute rühmt, gibt es warmgehaltene Fleischlappen. So schmeckt der Fraß dann auch.
Fast-Food-Ketten wundern sich über den allgemeinen Besucher-Rückgang. Sie sind selbst schuld daran – denn das angebotene Essen wird immer schlechter.
Und die Verantwortlichen in Vehlefanz lassen ihre Leute ganz schön hängen – denn im Mittagsgeschäft können sie gar nicht so schnell nachkommen. Das sorgt bei den Kunden für Ärger, und bei den Mitarbeitern vermutlich auch. Dann sollen sie den Laden lieber gleich schließen. Und ich gehe beim nächsten Mal doch lieber wieder zum Dönerladen im Dorf.

RT liest

Moritz von Uslar: Auf ein Frühstücksei mit…

Donnerstag, den 21. September 2017

Was wären die Berliner Promis ohne das Café Einstein Unter den Linden? Wenn sich Auto Moritz von Uslar mit einigen von ihnen auf ein Frühstücksei trifft, dann oft dort.
Seit einigen Jahren erscheint in der “Zeit” die Kolumne, in der sich der Autor zum Frühstück mit einem Prominenten trifft. Der kann sich auch aussuchen, wo das Treffen stattfindet.
Eine größere Sammlung mit Texten aus der Kolumne ist nun als Buch erschienen.

Die Liste der Promitreffen ist lang. Sie reicht von Ulrich Wickert über Anne Will, Jakob Augstein, Hans-Ulrich Jörges, Jan Böhmermann, Joko Winterscheidt, Frank Plasberg, Peter Maffay, Jörg Thadeusz bis zu Stefan Niggemeier.
So lang die Liste auch ist, so wenig Seiten hat aber das Buch. Denn jeder der Texte ist keine drei Seiten lang. Und das ist eigentlich auch das Problem. Als Kolumne funktioniert das vielleicht – im Buch wirkt das alles leider extrem oberflächlich.
Moritz von Uslar schreibt nach den Frühstücken einen Bericht darüber. Was gab es zu essen, worüber wurde gesprochen, welchen Eindruck machte der Frühstückspartner? In vielen der Texte ist kein Platz, um irgendwie in die Tiefe zu gehen – auch wenn sie durchaus gut geschrieben sind. Sicherlich, Frühstück bedeutet Smalltalk, der macht vielleicht auch Spaß. Aber als Lesestoff ist das letztlich auch eher mau.

Moritz von Uslar: Auf ein Frühstücksei mit…
KiWi, 176 Seiten
5/10

RTZapper

Eine Zukunft für TXL

Donnerstag, den 21. September 2017
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MI 20.09.2017 | 22.20 Uhr | rbb

Am Sonntag sind nicht nur Bundestags- oder Bürgermeisterwahlen. Die Berliner entscheiden auch über die Frage, ob sie gern möchten, dass der Flughafen Tegel auch nach der Eröffnung des BER in Schönefeld (wann immer das auch ist) erhalten bleibt.
Der rbb zeigte am Mittwochabend eine Zusammenfassung der Diskussion in der Berliner Ufa-Fabrik. Titel: “Eine Zukunft für TXL”.

Die “Tegelretter”-Partei FDP (unter diesem Namen präsentiert sie sich auf Berliner Wahlplakaten) steht bei der Initiative für die Tegel-Offenhaltung ganz vorn. FDP-Frontmann Sebastian Czaja hatte es dennoch nicht einfach – Buhrufe am Anfang und immer wieder wieder laute Zwischenrufe aus dem Publikum sorgten immer wieder für Unterbrechungen.
Ihm entgegen gehalten werden der Lärmschutz für die Bewohner in den Tegel-Einflugschneisen und natürlich die Gesetzeslage, die die Schließung nach der BER-Eröffnung vorsieht.

Abgesehen davon, dass es bedauerlich ist, dass Brandenburg zwar für den BER mitzahlt, aber in Sachen Tegel offenbar nichts zu sagen hat – die Brandenburger dürfen am Volksentscheid nicht teilnehmen. Dennoch ist die Diskussion darum sehr spannend, denn bislang hatte das Volk ja in Sachen Flughäfen in Berlin wenig zu sagen. Es wird ein spannender Sonntag!

ORA aktuell

Bombe an der Oranienburger Saarlandstraße entdeckt

Donnerstag, den 21. September 2017

An der Saarlandstraße, Ecke Robert-Koch-Straße, in Oranienburg ist am Mittwoch eine Bombe entdeckt worden. Schon am Donnerstag soll sie entschärft werden.
Es handelt sich um eine amerikanische 250-Kilo-Bombe. Sie wurde bei Bauarbeiten auf einem Privatgrundstück gefunden. Sie hat zwei mechanische Zünder.

Ab 8 Uhr gilt am Donnerstag ein 800-Meter-Sperrkreis. 3600 Menschen müssen aus ihren Wohnungen. Betroffen sind die Saarlandstraße, André-Pican-Straße und Robert-Koch-Straße. Im Sperrkreis befinden sich drei Kitas. Das Krankenhaus und das altersgerechte Wohnheim müssen unter Sicherheitsauflagen nicht geräumt werden. Bahnstrecken sind nicht betroffen.