Tagesarchiv für 20. September 2017

RTZapper

Ihre Wahl 2017 – 6 Frauen für Berlin und Brandenburg

Mittwoch, den 20. September 2017
Tags: ,

DI 19.09.2017 | 20.15 Uhr | rbb

“Bloß nicht langweilen” ist das neue Motto des rbb. So ganz will das nicht gelingen, aber am Dienstagabend hat man einen neuen Versuch gestartet. Zur regionalen Diskussion zur Bundestagswahl wurden nämlich nur Spitzenkandidatinnen eingeladen – eine reine Frauenrunde.
Eigentlich eine schöne Idee, denn das kennt man ja: Normalerweise sind es die Herren, die sich in solchen Talksendungen gegenseitig ins Wort fallen, sich bepöbeln und beleidigen. Das machen Frauen natürlich viel besser. Könnte man meinen.

“6 Frauen für Berlin und Brandenburg” hieß die Runde am Dienstagabend im rbb. Wichtigste Erkenntnis: Wenn es um das Ins-Wort-fallen, ums Pöbeln und sich beleidigen geht, stehen die Frauen den Männern in nichts nach.
Redet Beatrix von Storch (AfD), beleidigt sie ganz nebenbei Petra Pau (Linke). Redet Annalena Baerbock (Bündnis 90/Grüne), überschlägt sich ihre Stimme fast, wenn es jemand wagt, ihr ins Wort zu fallen. Dagmar Ziegler (SPD) droht zwischendurch damit, mal auf den Tisch zu hauen, um auch mal was sagen zu dürfen. Da wird verbal getreten, und wenn alle durcheinander quasseln, ist das Chaos eh perfekt.
Aber ein wenig Zickenkrieg ist ja auch mal ganz lustig – und passt zum rbb-Motto in Sachen Anti-Langeweile…

RTelenovela

Bravo, Oranienburg! Ab jetzt herrscht Tanzverbot!

Mittwoch, den 20. September 2017
Tags: ,

Ey, Kids, oder wie man euch heutzutage auch immer betitelt – geht’s eigentlich noch? Nur weil eurer Youtube-Star nun in Oranienburg wohnt, denkt ihr, ihr könnt ihn permanent belästigen oder ihm sogar die Polizei auf den Hals hetzen? Und das findet ihr dann lustig, oder wie?

„Tanzverbot“ nennt sich der 20-jährige Kilian H., seit Mai wohnte er in der Kreisstadt. Nicht jedem gefällt, was er in seinen Videos so erzählt. Wenn er verbal über andere Youtube-Stars herfällt, dann kommt das nicht überall gut an, dann zieht man Hass auf sich (diese schlimme neue hasserfüllte Welt).

Aber das rechtfertigt doch in keinster Weise, was da vor und im Mietshaus in Oranienburg abging. Jemand hat die Adresse des Youtubers bekanntgegeben. Und dann: Pöbeleien. Falsche Notrufe. Falsche Essenslieferungen. Lärm. Und so weiter.
Jeder hat das Recht auf seine Privatsphäre, und niemand hat das Recht, jemanden anderen zu terrorisieren. Wenn man in seiner eigenen Wohnung Angst hat – und wer Kilians Videos verfolgt, wird merken, dass da echte Angst im Spiel ist – dann ist das übel. Der 20-Jährige muss seine Wohnung nun verlassen.

Na, da hat sich Oranienburg ja mal in ganz tollem Licht gezeigt. In vielen Köpfen wird dieser Psychoterror in den Köpfen hängen bleiben. Bravo!