Tagesarchiv für 14. September 2017

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Shahak Shapira: Holyge Bimbel – Storys vong Gott u s1 Crew

Donnerstag, den 14. September 2017

So, Achtung. Hier schreibt ein Spießer. Also, vermutlich bin ich ein Spießer. Oder auch einfach nur zu alt. Keine Ahnung.
Sharak Shapira hat die “Holyge Bimbel” herausgebracht – in Internetsprache. Also einer Mischung aus Deutsch und Englisch, vermengt mit Jugendsprache. Oder was auch immer. Da gibt’s Fans von.

Ich zitiere einfach mal: “Am Fourthen Day buildete God 1 Sun u 1 Supermond u viele Starz die beautiful wie 1 diamond in the Sky am shinen waren #flohless.”
Joa, ne?! Ich habe in anderen Kritiken gelesen, dass das alles unheimlich lustig ist.
Nun denn. Dann wird es wohl so sein. Also, lustig. Für andere.
Vermutlich funktioniert so was als Hörbuch sehr gut, aber als Buch ist das eher anstrengend – na ja, und irgendwann dann vielleicht auch lustig. Also, wie gesagt, für andere.
Boah, wird mal wieder Zeit für ein gutes Buch.

Shahak Shapira: Holyge Bimbel – Storys vong Gott u s1 Crew
ro ro ro, 79 Seiten
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Klartext, Herr Schulz!

Donnerstag, den 14. September 2017
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DI 12.09.2017 | 20.15 Uhr | ZDF

Ob Angela Merkel milde gelächelt hat? Oder hat sie sich ausgeschüttet vor Lachen? Oder hat sie schlicht “Nö” gesagt?
In der Sendung “Klartext, Herr Schulz!” am Dienstagabend im ZDF hat Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) erneut ein zweites TV-Duell gefordert. Er habe Merkel einen Brief geschrieben.
Da ging sicherlich ein Ruck durch’s Kanzleramt, als Angela beim Frühstück den Schulz-Brief aufgerissen hat.
Aber mal ernsthaft: Glaubt Martin Schulz wirklich, dass Angela ihm zurückschreibt? “Gern. Wann? Deine Angie.” Warum sollte sie das tun? Sie liegt in den Umfragen vorn, und sie hat das Betteln um ein zweites Duell nicht nötig. Schulz weiß das natürlich, aber vielleicht denkt er ja, dass man ihn bemitleiden würde, wenn Angela Merkel ihn mal wieder zurückweist. Ein billiges Ablenkmanöver.

Ansonsten machte Martin Schulz den Eindruck, als habe er sich für die ZDF-Sendung ausführlich beraten lassen:
Martin! Geh hin zu den Leuten! Sei nah dran! Zeig ihnen, dass du ihnen wichtig bist! Setz dich neben sie! Zeig Verständnis!
So muss sich das angehört haben. Denn Martin Schulz machte die kompletten 95 Minuten genau das: Er hörte sich die Probleme der Menschen an, immer ging er zu ihnen hin, setzte sich neben sie, guckte mal gütig, mal streng, mal unternehmungslustig. Er organisierte sich freie Plätze im Publikum, schickte auch mal Leute weg und kam den (überflüssigen) Moderatoren zuvor, wenn die mal wieder das Heft in die Hand nehmen wollten.
Die Zuschauer erlebten die Martin-Schulz-Show. Allerdings wirkte das alles auf die Dauer dann doch viel zu bemüht.