Tagesarchiv für 13. September 2017

RT liest

Tim Schreder / Jennifer Sieglar: Ich versteh die Welt nicht mehr – Die wichtigsten Nachrichten verständlich erklärt

Mittwoch, den 13. September 2017
Tags:

Trump. Der IS. Die Taliban. Nordkorea. Brexit. Erdogan. AfD, TTIP, NSA. Putin. Ukraine.
Wer soll da noch durchsehen? Wer soll da bloß den Überblick behalten, was eigentlich die Hintergründe dieser ganzen Themen sind, die da jeden Tag in den Nachrichten auf uns einprasseln?

Tim Schreder (”logo”, KiKA) und Jennifer Sieglar (”Hessenschau”, hr und “logo”, KiKA) versuchen es uns zu erklären – und es gelingt ihnen auch ganz gut. “Ich versteh die Welt nicht mehr”, heißt ihr Buch, und darin erklären sie uns, was es mit den verschiedenen Themen auf sich hat.
Sie leisten Aufklärungsarbeit in 24 Kapiteln. Jedes ist ein Stück Aufklärung. Die Texte sind leicht verständlich, ohne flapsig zu sein.
Los geht es mit den Hintergründen zu Nordkorea. Im täglichen Nachrichtenwahnsinn bleibt keine Zeit, zu erklären, warum es eigentlich zwei Koras gibt – und wieso auch hier sich die USA und Russland gegenüber stehen. Oder Afghanistan: Auch da haben die USA und Russland ihre Finger im Spiel. Es wird noch mal zusammengefasst, was man über Donald Trump wissen sollte.
Der Abgasskandal kommt ebenso vor wie Boko Haram oder die Zinspolitik der EZB.

Wer dieses Buch gelesen hat, der ist tatsächlich klüger als vorher. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit ist dieses Hintergrundwissen durchaus wichtig, und in diesem Buch kann man es sich aneignen.
Das Cover wirkt allerdings ein bisschen nüchtern und fast wie ein Kinderbuch (Ja, es soll vermutlich vor allem Jugendliche ansprechen, aber es ist auch sehr für Erwachsene geeignet, und so wirken auch die Texte), und der Schriftzug “Von den Nachrichtenmoderatoren (u.a. logo!) wirkt ein bisschen seltsam. Hier und da wären vielleicht auch Fotos in den Texten nicht schlecht gewesen, um Leute wie Trump oder Erdogan zu zeigen.
Hoffentlich wird das Buch in ein paar Jahren neu aufgelegt und aktualisiert.

Tim Schreder / Jennifer Sieglar: Ich versteh die Welt nicht mehr – Die wichtigsten Nachrichten verständlich erklärt
Piper Paperback, 302 Seiten
8/10

RTZapper

This Time next Year – Heute in einem Jahr

Mittwoch, den 13. September 2017
Tags: ,

MO 11.09.2017 | 21.15 Uhr | RTL

Ein Jahr ist eine lange Zeit, da kann viel passieren. RTL hat daraus eine Show gemacht. Schon 2016 begannen die Aufzeichnungen für “This Time next Year”. Der Clou: Menschen erzählen im Studio von ihren Leiden oder Zielen. Und dann haben sie genau ein Jahr Zeit, zu ihrem Ziel zu gelangen, ihr Leben zu ändern, für ihre Sache zu kämpfen. Ein Jahr also vergeht, dann wird wieder aufgezeichnet.

Mutter und Sohn wollen abnehmen, sehr viele Kilo. Moderator Jan Hahn plaudert ein bisschen mit ihnen, dann gehen sie durch eine Tür nach draußen. Schnitt. Jan Hahn läuft zur anderen Tür, und da kommen Mutter und Sohn wieder rein. Nicht schlank, aber sie haben tatsächlich wahnsinnig viel abgenommen.
Für uns vergingen wenige Sekunden, für die Teilnehmer der Show zwölf Monate.

Eigentlich eine schöne Idee. Aber so richtig zünden will sie nicht. Das liegt zum einen daran, dass Jan Hahn und seine Gäste sich gerade im ersten Teil der Gespräche erstaunlich wenig zu sagen haben. Hahn wirkt seltsam hölzern. Zum anderen geht es fast nur um Schicksale, und diese Geschichten kennt man aus vielen anderen Sendungen. Klar, es ist großartig, was die Menschen da leisten. Aber für eine 80-minütige TV-Show bei RTL braucht es schon ein abwechslungsreicheres Konzept.

Ausgerechnet Birgit Schrowange war es, die dem ganzen noch mal einen neuen Drive gab. Ihr Ziel: In einem Jahr wolle sie ihre Sendung “Extra” mit grauen Haaren moderieren. Denn, wie sie nun erzählte, seit 20 Jahren ist sie eigentlich grau, muss sich immer die Haare färben. Damit sollte nun Schluss sein. Ein Jahr lang trug sie schon grau, ließ die Haare wachsen – und setzte sich öffentlich eine Perücke auf.
Wenn man nicht vorher schon das mediale Gewitter mitbekommen hätte, wäre das ein wirklicher Überraschungsknaller gewesen. Emotional waren die Minuten aber dennoch. Und natürlich mutig, denn die RTL-Frau steht nun zum Alter, zu ihrem Grau.
Im Anschluss an die Show wurde in einem “Extra”-Spezial gezeigt, wie es dazu kam und wie RTL-Kollegen reagierten. Während er der ebenfalls graue Peter Kloeppel (Männer dürfen grau sein, Frauen nicht) es cool fand, wunderte sich die aufgedunsene und nicht sehr echt im Gesicht wirkende Katja Burkard etwas, nun ja, verwundert. Sie würde sich das (noch) nicht trauen, sagte sie. Das glaube ich ihr gern, wenn man sie so ansieht.

Nächsten Montag gibt es in “This Time next Year” neue Menschen mit neuen Zielen. Es wird spannend, ob sich dieses Konzept nicht zu schnell überlebt. Aber da liegt es an der Redaktion der Show, neue interessante Leute zu finden.
Na ja, und vielleicht einen Jan Hahn, der spannendere Gespräche führt.

RTelenovela

Fundbüro im Auto

Mittwoch, den 13. September 2017
Tags:

Manchmal hat es auch was Gutes, mal aufräumen zu müssen. Weil mein Auto eine Innen- und Außenwäsche bekam, musste ich ausräumen – radikal und alles.
Das war gut so, denn im Sommer war ich viel unterwegs, und es hatte sich einiges angesammelt, was ich nie ausgeräumt hatte.
So mussten endlich mal die Tageszeitungen aus Schwetzingen und Hannover vom Juli (!) raus. Außerdem die diversen Papierchen in den Seitenfächern der Autotür.

Andererseits: Man findet einiges wieder. Eine Postkarte, die ich verschollen glaubte – vom Mai. Sie tauchte wieder auf. Außerdem eine CD, die irgendwann mal runtergefallen und scheinbar verschwunden war. Diverse andere CDs, die im Kofferrarum in irgendwelchen Ablagekästchen lagen.
Es findet sich letztlich immer wieder alles an – man muss nur mal offensiv aufräumen.