Tagesarchiv für 11. September 2017

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Kerstin Ott begeistert auf dem Herbstfest

Montag, den 11. September 2017
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Konzerrt gestern Nachmittag in Hohen Neuendorf war sehr gut besucht

MAZ Oberhavel, 11.9.2017

Hohen Neuendorf.
Spricht man im Fall von Kerstin Ott von einer Scheißmelodie, dann ist das keine Musikkritik. So heißt eines ihrer Lieder, das sie gestern Nachmittag auf der Herbstfestbühne am Hohen Neuendorfer Rathaus präsentiert hat.

Bekannt geworden ist die 35-Jährige Anfang 2016 durch ihren Song „Die immer lacht“, der vom Technoprojekt „Stereoact“ aufgepeppt und veröffentlicht worden ist. Eigentlich hatte Kerstin Ott ihn schon 2005 für eine Freundin geschrieben. Diesen Song sang Kerstin Ott am Sonntag zunächst nur mit Gitarre, in einer leisen und ruhigen Version – kurz vor Schluss nach noch in der bekannten Partyvariante. Sie animierte die Hohen Neuendorfer mitzusingen. „Oder kennt hier irgendjemand diesen Text nicht?“, fragte sie in die Runde. Natürlich sangen die Besucher laut mit.
Es folgten dann weitere Hits von ihrem Album „Herzbewohner“. Zweimal allerdings gab es technische Probleme mit dem Halbplayback. „Da muss man cool bleiben“, kommentierte Kerstin Ott dies. „Und sich heimlich in die Hosen pieschern.“ Viele Besucher kamen gesterng extra wegen der Sängerin: „Die hören wir sehr gern“, sagte Marina Hilscher aus Berlin-Reinickendorf. Auch Karin Parschen aus Hohen Neuendorf freute sich auf den Auftritt. „Es ist gut, dass hier was auf die Beine gestellt wird“, sagte sie allgemein über das Herbstfest.

Nach Angaben von Stadtsprecherin Ariane Fäscher kamen am Freitag und Sonnabend etwa 7500 Besucher auf das Herbstfest. Zum Konzert, das der Höhepunkt des Hohen Neuendorfer Partywochenendes war, kamen etwa 1000 Menschen – überhaupt war das Festgelände am Sonntagnachmittag sehr voll. Das Herbstfest fand zum 25. Mal statt – und zum letzten Mal am gewohnten Standort vor und neben dem Rathaus. Wie es 2018 weiter geht, ist noch unklar. „Das ist schade, denn das Fest zieht ja immer sehr viele Leute an“, sagte Besucherin Karin Parschen.

Für alle Altersklassen gab es am Wochenende viel zu erleben. Der Rummel am Rathaus hatte Kinderkarussells zu bieten, Autoscooter, ein 16 Meter hohes Riesenrad und vieles mehr. Wer auf dem Gelände unterwegs war, hörte permanent fröhliches Kindergeschrei.

Aber auch in der Stadthalle war am Sonnabend und Sonntag einiges los: Während der Messe „Schau HN“ konnten sich die Vereine und Unternehmen der Stadt und des Umlands vorstellen. „Als Verein sind wir nicht das erste Mal dabei“, sagte Sandra Chryselius vom Voltigierverein „Pegasus“ aus Schildow. „Nach der Messe haben wir bei uns vermehrt Anfragen“, ergänzte sie. Etwa 50 Kinder machen derzeit im Verein mit, und die Messe nutzen die Mitglieder für die Werbung neuer Mitstreiter.

Ebenfalls dabei war das Team vom Hyperion-Verein. Es verkaufte Tickets für die Show „Wer besiegt Paul“ am 14. Oktober in der Stadthalle. Am Sonnabendnachmittag war aber schon alles ausverkauft, erzählte Paul Aurin gestern Nachmittag.

RTZapper

Straßenwahl: Bushido vs. Beatrix von Storch

Montag, den 11. September 2017
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FR 08.09.2017 | YouTube

Kürzlich sorgte ein Foto im Internet für neue Erregungswellen: Es zeigte den Rapper Bushido und die AfD-Frau Beatrix von Storch. Und alle Welt fragte sich, ob Bushido nun eine Wahlempfehlung für die Blaurechten ausspricht, und natürlich sorgte auch das wieder für Erregungs- und Empörungswellen.

Am Freitag gab es die Auflösung. In der YouTube-Reihe “Straßenwahl” traf der Rapper die Politikerin. Und dass Bushido nun ein großer AfD-Freund ist, kann man nun wirklich nicht mehr behaupten, wenn man sich diese Sendung ansieht.
Die beiden trafen sich, um über die aktuelle Politik zu diskutieren. Das war irgendwie interessant, aber leider hat sich Bushido entweder nicht wirklich dafür interessiert oder sich mitunter mies informiert.
So ging es um die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Islam – von Storch könne die nicht entdecken. Bushido sprach davon, dass irgendwer was falsch auslege. Aha. Nun ja. Es ging um Flüchtlinge, als Bushido der AfD-Frau vorwarf, unmenschlich zu sein. Storch argumentierte mit Zahlen.
Bushido sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass Schwule und Lesben AfD wählen würden – oder gar Mitglied in der Partei seien. Storch konterte, doch, die gebe es. Konnte sich Bushido nicht vorstellen, und man wünschte sich, dass er sich doch mal vorbereitet hätte.

Das Problem in dieser Sendung: Die knallharte Politfrau trifft auf den Rapper mit gefühltem Wissen und gefühlten Wahrheiten.
Nun kann man Bushido ja das eigentlich gar nicht vorwerfen. Denn auch er war nur Gast in dieser Sendung, er ist kein Moderator, der sich gut vorzubereiten hat. Aber Bushido hatte offenbar auch nicht den Elan, der AfD mit Fakten und Argumenten entgegen zu treten. Aber Bushido gab am Ende sowieso zu, gar nicht wählen zu gehen. Das alles interessiere ihn überhaupt nicht, und es bringe auch alles nichts. Die Sendung war da zu Ende, und im Grunde war da klar, dass man sich die halbe Stunde davor hätte auch sparen können. Ärgerlich war nicht Bushidos Uninformiertheit – sondern sein Desinteresse.

KeineWochenShow

#36 – Alice will gehen!

Montag, den 11. September 2017
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Zwei Wochen vor der Bundestagswahl besprechen wir in “KeineWochenShow” die aktuelle politische Lage. Immerhin sorgen gerade TV-Duelle, Drei- und Fünfkämpfe im Fernsehen für Aufregung. Alice Weidel von der AfD wollte zum Beispiel ungern zu Rechtsextremen in ihrer Partei gefragt werden und verließ eine ZDF-Sendung. Kalkül? Das besprechen wir in unserer Sendung.

Ein bisschen ekeln wir uns ja vor Helena Fürst. Sie lud nämlich ihre Fans ein, mit ihr ins Bett zu gehen. Aber nicht in Sachen Sex (würg!), sondern um mit ihr gemeinsam “Das Sommerhaus der Stars” zu gucken. Und das für lumpige 299 Euro. Das ist doch mal ein Angebot, dem man kaum widerstehen kann.

MetalMewes war außerdem in Berlin, und er zeigt uns, wie er beim Radiosender Star FM ein auf Facebook gewonnenes T-Shirt abholt. Außerdem besprechen wir das neue Casper-Album.

Folge 36 von “KeineWochenShow” gibt es auf YouTube.

RTZapper

Abendshow

Montag, den 11. September 2017
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DO 07.09.2017 | 20.15 Uhr | rbb

Alles neu beim rbb. Frischer, jünger, weniger langweilig will man sein, und ist das ist bitter nötig. Denn der rbb ist leider in den vergangenen Jahren ziemlich piefig geworden. Das zeigt sich auch an den eher mauen Einschaltquoten. Aber sofort will man “Bloß nicht langweilen”. Da möchte man doch sagen: Na endlich!

Zum Anti-Langeweile-Konzept gehört auch die “Abendshow” am Donnerstagabend. Es ist… nun ja, es ist… also, eigentlich weiß man nicht genau, was diese “Abendshow” sein soll.
Angekündigt wurde sie als Satireshow. Somit drängt sich natürlich der Vergleich zur “heute show” im ZDF auf. Immerhin verweist man mit dem Titel ja auch an die “Abendschau”. Im Vorfeld sorgte auch ein Clip für Wirbel, in dem die Berliner G20-Partypolizisten rappten.
Das war dann auch die Latte, die es galt, nicht zu reißen.
Um es kurz zu machen: Das ist dem rbb nicht gelungen.

Vielmehr ist die “Abendshow” ein Polit- und Kulturmagazin, etwas lockerer präsentiert. Die Sendung kam live vom immer noch nicht eröffneten Flughafen Berlin-Brandenburg in Schönefeld. Es ging um das BER-Desaster – eher humorig, aber eher weniger satiremäßig. Später gab es einen sehr ernsten Bericht über Drogenkonsum. Satire? Eher nicht.
Einer der Beiträge wurde dann auch noch aufwändig als Ernstes-Thema-aber-haha-lustig angekündigt, und das war der Moment, wo man sehr gerne sehr schnell umgeschaltet hat.

Was also soll die “Abendshow” des rbb sein? Eine Satireshow, wie man es vorher hätte denken können, ist sie nicht geworden. Das machen sie beim NDR mit “extra 3″ 1000-mal besser. Spöttisch und provokant soll sie sein. Aber irgendwie funktioniert das nicht. Die etwas seltsame Mischung aus Unterhaltung und Ernst wirkte manchmal fehl am Platz. Natürlich kann man eine Show so mischen, dann muss aber das Umfeld, das Gesamtpaket stimmen, und dann passen da weder die launige Doppelmoderation, noch die Showband (oder was immer das sein soll).
Die “Abendshow” hatte zum Start maue Quoten – es ist kaum vorstellbar, dass sie besser werden.