Tagesarchiv für 4. September 2017

RT liest

Vivian Vande Velde: Nie mehr zurück

Montag, den 4. September 2017

23 Minuten. Das ist die Zeitspanne, die Zoe in der Zeit zurückreisen kann. Allerdings nur zehnmal.
Aber diese Fähigkeit kann sie gebrauchen. Sie wird Zeuge eines Banküberfalls, bei dem ein Mann erschossen wird. Sie hatte kurz zuvor mit ihm gesprochen, und sie will einschreiten. Und sagt: “Zurückspielen.”
Sie springt 23 Minuten zurück, und nun beginnt der Kampf darum, alles so zu verändern, dass niemand zu Schaden kommt. Aber Zoe muss feststellen, dass das nicht so einfach ist, wie sie sich das vorgestellt hat.

Vivian Vande Valde hat mit “Nie mehr zurück” einen jugendgerechten Thriller geschrieben. Die Idee ist nicht ganz neu, und sie hat ein wenig den Nachteil, dass in der Geschichte an sich nicht so viel Neues geschieht. Es sind Zoes Veränderungsversuche, die das Ganze dann doch interessant machen. Die ganz große Spannung kommt aber nicht auf. Dazu wird die Geschichte dann doch zu undramatisch erzählt, was vermutlich an der etwas jüngeren Zielgruppe liegt.
Irritierend ist einmal mehr die Buchgestaltung. Die ist sehr langweilig ausgefallen. Zumal der Titel “Nie mehr zurück” sehr unpassend ist. Im Original heißt die Geschichte “23 Minuten”, und mit einem passenden Cover hätte man sicherlich mehr potenzielle Leser auf dieses Buch aufmerksam gemacht.

Vivian Vande Velde: Nie mehr zurück
Ivi, 203 Seiten
6/10

KeineWochenShow

#35 – Perlenhochzeit!

Montag, den 4. September 2017
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Wer 30 Jahre verheiratet ist, feiert die Perlenhochzeit. Und so etwas Ähnliches feiern wir gewissermaßen in unserer “KeineWochenShow”! Denn Thommi und ich kennen uns am 1. September 30 Jahre – und das feiern wir in Ausgabe 35!

Es war der 1. September 1987. Wir kamen in die 3. Klasse der Oranienburger Pablo-Neruda-Oberschule. Wir gingen vorher in zwei verschiedene Klassen, aber meine Lehrerin musste uns wegen Krankheit abgeben, und so ging ich nach der 2c in die 3b – und da trafen wir beide aufeinander. 1991 wechselten wir zusammen auf das Runge-Gymnasium, 1994 auf das Louise-Henriette-Gymnasium, 1998 machten wir Abitur. Wir verloren uns nie aus den Augen.
In der Sendung erzählen wir über vergangene Zeiten, schauen in das Gruppenbuch, das wir in den 80ern für die Klasse geführt haben, wir schauen in ein Poesiealbum von damals und zeigen einen Ausschnitt aus einer Videoreportage von 2008 – die bislang unveröffentlicht ist. Schon in den 90ern haben wir Sendungen auf Video aufgezeichnet – aber nur für uns. Mal sehen, vielleicht laden wir ja ein bisschen was von dem alten Scheiß auf Youtube hoch.

Dazu gibt es Sekt, Kuchen – aber natürlich auch ein Probierbier. Folge 35 könnt ihr euch auf Youtube reinziehen.

RTZapper

hessen extra: Weltkriegsbombe – Ausnahmezustand in Frankfurt

Montag, den 4. September 2017
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SO 03.09.2017 | 6.00 Uhr | hr fernsehen

Die Bewohner von Oranienburg mussten seit der Wende mehr als 200 Bombentschärfungen miterleben. Ab und zu sind die mal so spektakulär, dass sich irgendjemand überregional dafür interessiert – aber wirklich nur noch selten. Selbst im rbb sind diese Evakuierungen gern mal eine Randnotiz im Kurznachrichtenblock.
Am Sonntag ist in Frankfurt/Main eine Weltkriegsbombe entschärft worden – und das hr fernsehen übertrug sage und schreibe 13 Stunden live.

Die Umstände waren allerdings durchaus besonders: Während es Oranienburg meist mit 500-Kilo-Bomben zu tun hat, war es in Frankfurt eine 1800-Kilo-Bombe, und 65.000 Menschen mussten den Sperrkreis verlassen. Auch der hr war betroffen, und deshalb musste man aus einem provisorischen Studio senden. Im Radio wurden hr1, hr3 und hr4 zusammengeschaltet
Scheinbar blieb dem hr wohl gar nichts anderes übrig, als den halben Tag live zu senden. Was muss bloß in Oranienburg passieren, damit der rbb mal so einen Aufwand treibt. Vermutlich muss die Bombe dafür direkt auf dem rbb-Gelände in Babelsberg liegen.

Und so sendete man stundenlang vor sich hin. Um 6 Uhr war es noch dunkel, und man schaltete hierhin und dahin, um zu zeigen, wie die Leute den Sperrkreis verlassen. Nach 14 Uhr empörte man sich, dass immer noch Leute aus dem Sperrkreis geholt werden mussten, und dann begann das große Warten auf die Entschärfung.
Bis 19 Uhr dauerte die Live-Übertragung von etwas, bei dem man eigentlich wenig von dem, worum es ging, sehen konnte. Eigentlich handelte es sich um eine große Warterei. Aber immerhin spannender als der Wiederholungskram, den der hr sonst so sendet und zum Dritten mit den schlechtesten Quoten macht.