Monatsarchiv für September 2017

RTZapper

Wahl 17: Berliner Runde

Montag, den 25. September 2017
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SO 24.09.2017 | 20.15 Uhr | Das Erste

Martin Schulz war sauer, aber so richtig. Erst lassen ihn die Moderatoren von ARD und ZDF mal wieder nicht ausreden. Das sei ja gar nicht in Ordnung, das störe ihn total. Dann teilt er auch noch gegen Angela Merkel aus, die einen skandalösen Wahlkampf geführt habe. Sie sei schuld an der Stärke der AfD.
Da flogen die Giftpfeile, und man fragte sich als Zuschauer: Wo war denn dieser wütende Martin Schulz vor der Wahl? Im TV-Duell? Erst am Sonntagabend, in der “Berliner Runde” im Ersten und im ZDF, als die Wahl gelaufen war und die SPD ganz böse krachen gegangen ist, da polterte Schulz los – da war zu ahnen, was alle Welt von diesem Schulz-Zug gefaselt hat. Er hatte wohl eine Verspätung – kam viel zu spät, zu einem Zeitpunkt, wo es eher peinlich wurde. Da musste sogar die Kanzlerin ein bisschen lächeln.

13 Prozent für die AfD – für Deutschland war es ein besonderer Wahlsonntag. Welche Folgen er hat, wird sich in den nächsten Monaten und Jahren zeigen.
Aber wer hat Schuld, dass die Rechten nun ins Parlament einziehen? CSU-Mann Joachim Herrmann weiß genau Bescheid: ARD ujd ZDF sind es, weil sie viel zu viel über die AfD berichtet haben. Aha.
Mag sein, dass die deutschen Journalisten auch noch nicht den richtigen Umgang mit den Blauen drauf haben, dass jeder Pups von Gauland und Co. skandalisiert worden sind – aber Schuld für den Einzug in den Bundestag sind die Sender nicht, jedenfalls keineswegs alleine. Da hat Herrmann eine Nebelkerze geworfen.

RTelenovela

Wahl 2017: Drei Kreuze

Montag, den 25. September 2017
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Irgendwas ist da schief gelaufen. Jennifer Collin hatte doch schon auf ihre Wahlplakate geschrieben, dass sie “Ihre neue Bürgermeisterin” ist. Fast hätte man denken können, dass wir alle gar nicht mehr zur Oranienburger Bürgermeisterwahl gehen müssen. Nun hat sie es nicht mal in die Stichwahl geschafft, und die SPD verliert auf jeden Fall den Platz auf dem Rathausstuhl.

Mein Wahltag begann am Nachmittag auf dem Runge-Campus. Ich war sogar ein bisschen aufgeregt, als ich das Wahllokal betrat, unter Unterlagen in die Hand gedrückt bekam und ich in die Wahlkabine ging.
Es ist immer etwas Besonderes, wählen zu dürfen. Ich entscheide mit, was sich in den kommenden vier Jahren in unserem Land tut könnte. Und in den nächsten acht Jahren in meiner Stadt.
Lange habe ich hin- und herüberlegt, wem ich meine Stimme gebe. Einer bestimmten Partei? Unterschiedlichen? Ohne zu viel zu verraten: Ich hatte drei Stimmen (zwei für den Bundestag, eine bei der Bürgermeisterwahl), und ich habe sie dreimal unterschiedlich vergeben.

Um 18 Uhr dann das Erdbeben – das ja eigentlich eins mit Ankündigung war. Die Rechten kommen ins Parlament, und wenn die AfD behauptet, dass unter ihnen keine Neonazis sind, dann machen die sich was vor – oder uns. Es könnte ungemütlich werden in den kommenden Jahren, aber vielleicht wacht das Land ja in der Zwischenzeit ja auf und besinnt sich (die AfD sieht das natürlich andersrum).

KeineWochenShow

#38 – Achtung, Tanzverbot!

Montag, den 25. September 2017
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Inzwischen wissen wir ja, wie die Bundestagswahl 2017 ausgegangen ist. Ausgabe 38 von “KeineWochenShow” ging am Sonntagfrüh online, und da haben wir schnell noch unsere Wahlwette abgeschlossen. Inhalt: Die Prozentanhaben für die Bundestagswahl, die Namen der beiden Kandidaten, die es in die Stichwahl der Oranienburger Bürgermeisterwahl schaffen und die Entscheidung des Volksentscheides für den Flughafen Berlin-Tegel.
In Sendung #39 packen wir den Brief mit unseren beiden Listen dann aus.

Außerdem geht es ind er Sendung um den Youtuber “Tanzverbot”, der es in Oranienburg irgendwie nicht ganz einfach hat. Irgendwelche Blödmänner belästigten ihn so lange in seiner Wohnung, bis ihm diese gekündigt worden ist.
Wir ehren auch Wolfgang Schäuble und Stephen king – beide feierten Jubiläen. Und Stephen King wird bald mit “Es” im Kino eine Rolle spielen.

Technisch war die Sendung übrigens ein kleiner Blindflug, denn wir haben immer nur genau 29:50 Minuten Zeit – einerseits hat das einen technischen Grund, andererseits wollen wir uns aber auf die halbe Stunde beschränken. Diesmal war allerdings irgendwann der Akku meines Handys leer, und ich hatten keine Uhr mehr. Deshalb gibt es gegen Ende auch einen kleinen Schnitt, weil wir tatsächlich zu lange waren und wir einen kleinen Schlusstake anfügen mussten.
Schaut mal rein – Folge 38 auf YouTube.

ORA aktuell

Oranienburger Bürgermeisterwahl: Kausche gegen Laesicke

Montag, den 25. September 2017
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Die SPD verliert in Oranienburg den Bürgermeisterposten. Das ist ein Ergebnis der Wahlen vom Sonntag. SPD-Amtsinhaber Hans-Joachim Laesicke hat sich aus Altersgründen nicht noch mal zur Wahl gestellt. Seine Parteikollegin Jennifer Collin hat es jedoch nicht in die Stichwahl geschafft.
Die meisten Stimmen konnten Kerstin Kausche (CDU) und Alexander Laesicke (parteilos) für sich verbuchen.
Die Stichwahl findet am 15. Oktober statt.

Die Ergebnisse:
Kerstin Kausche (CDU): 22,4 %
Alexander Laesicke (parteilos): 20,6 %
Jennifer Collin (SPD): 17,9 %
Jan Radke (AfD): 11,2 %
Friedemann Humburg (parteilos): 8,8 %
Heiner Klemp (Bündnis 90/Grüne): 8,4 %
Enrico Rossius (Die Linke): 8,1 %
Kevin Blüthgen (parteilos): 2,5 %

Wahlbeteiligung: 71,7 %
Quelle: Wahlleiter, Stadt Oranienburg

ORA aktuell

Bundestagswahl 2017: CDU gewinnt in Oranienburg

Sonntag, den 24. September 2017
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Bei der Bundestagswahl 2017 liegt die CDU in Oranienburg vorn – bei der erst- und Zweitstimme. Die AfD konnte bei den Zweitstimmen den zweiten Platz erreichen.

Erststimme:
Uwe Feiler (CDU): 26.3 %
Benjamin Grimm (SPD): 21,8 %
Christian Schmidt (AfD): 20,6 %
Harald Petzold (Die Linke): 17,2 %
Volkmar Richter (FDP): 4,6 %
Petra Budke (Bündnis 90/Grüne): 3,9 %
Heinz Ließke (Freie Wähler): 2,8 %
Stefan Reckin (Die Partei): 1,8 %
Thomas Ney (Piratenpartei): 0,9 %
Brigitte Müller (DKP): 0,3 %

Zweitstimme:
CDU 26,3 %
AfD 21,3 %
SPD 18,3 %
Die Linke 16,6 %
FDP 5,9 %
Bündnis 90/Grüne 4,6 %
Tierschutzpartei 2,2 %
Freie Wähler 1,5 %
Die Partei 1,3 %
NPD 1,0 %
BGE 0,4 %
DM 0,3 %
ÖDP 0,1 %
DKP 0,1 %
MLPD 0,1 %

Wahlbeteiligung: 73,1 %
Quelle: Wahlleiter, Stadt Oranienburg

RT im Kino

High Society – Gegensätze ziehen sich an

Sonntag, den 24. September 2017

Eine an sich schöne, wenn auch keine neue Story-Idee. Fast durchweg richtig gute Schauspieler. Und dennoch: So richtig gut ist “High Society” nicht geworden. Was an eklatanten Drehbuch-Schwächen und einem teilweise nicht vorhandenen Gespür für gute Gags liegt. In dieser Hinsicht ist der Film von Anika Decker bemerkenswert.

Aura (Caro Cult) wächst mit ihrer Familie in einer Berliner Plattenbausiedlung auf. Ihre Mutter Carmen (Katja Riemann) konnte ihr nie viel Materielles bieten.
Anabel von Schlacht (Emilia Schüle) wächst in einer Industriellenfamilie auf – Geld ist genügend und im Überfluss vorhanden. Allerdings hat ihre Mutter Trixi (Iris Berben) wenig Gefühle für ihre Tochter.
Doch dann der Skandal: Beide Familien bekommen Anrufe. Aura und Anabel sind als Babys vertauscht worden – von zwei Krankenschwestern, denen das vor 25 Jahren herzlich egal war.
Aura hastet gleich zu ihrer reichen Familie und nistet sich dort ein. Anabel dagegen ist dort abgeschrieben. Sie wollte es nicht, aber irgendwann taucht auch sie bei ihrer Familie auf, im Plattenbau. Das heißt: der junge Polizist Yann (Jannis Niewöhner) liest sie auf und bringt sie dort hin.
Es beginnen Irrungen und Wirrungen – und die Suche nach einer Antwort auf die Frage: Wo ist eigentlich mein Zuhause?

Die Geschichte hat viel Potenzial. Denn in “High Society” geht es ein Stück weit um den Riss in unserer Gesellschaft. Auf der einen Seite die Reichen, die in Saus und Braus leben. Auf der anderen Seite die Menschen, die gerade so klarkommen, aber bei denen es eigentlich nicht gut läuft. Durch den Tausch vermischen sich diese beiden Gesellschaften nun.
Doch Anika Decker (Buch und Regie) verlässt sich nicht auf diese Geschichte und versieht sie stattdessen mit eigentlich pumpe Einfällen. Der Film hat gerade im ersten Drittel diverse Gags, die irgendwie nicht passen wollen, die deplatziert wirken, einfach doof sind. Der Film beginnt mit den feiernden, dummen Schwestern, die die Babys vertauschen. Diese Szenen sind geradezu unangenehm blöd, ein denkbar schlechter Filmeinstieg. Auch sonst fehlt ein Gespür für guten Humor.
Das wird zum Glück im Laufe des Films besser, da zeigt sich, dass daraus hätte was richtig Gutes werden können. Wäre nicht das irritierende Ende gewesen, bei dem ein zwischenzeitlicher Cliffhanger kreiert wird, der völlig unverständlich ist – als ob da gute zehn Minuten Film rausgeschnitten worden sind.
An den Schauspielern liegt es nicht. Wenn sie nicht gerade Stuss reden müssen, dann machen sie ihre Sache richtig gut. Katja Riemann herrlich barackig!
So kann man sagen, dass “High Society” kein schlechter Film ist – aber sich das Buch und die Regie ziemlich vergalloppiert haben.

High Society – Gegensätze ziehen sich an
D 2017, Regie: Anika Decker
Warner, 100 Minuten, ab 12
6/10

ORA aktuell

Oberhavel TV droht Lizenzentzug

Sonntag, den 24. September 2017
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Dem Oranienburger Lokalfernsehsender Oberhavel TV droht der Entzug seiner Sendelizenz. Wie der Oranienburger Generalanzeiger berichtet, prüft die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) momentan einen entsprechenden Schritt.

Die Hintergründe: Der Sender sendet nur noch unregelmäßig. Seit Wochen ist im Oranienburger Kabelnetz nur noch eine Testkarte zu sehen. In Hennigsdorf soll Oberhavel TV dagegen seit kurzem senden, aber es gibt nur alte Berichte vom Juli und August.
Hinzu kommen Werbekunden, die darauf warten, bezahlte Spots ausgestrahlt zu bekommen oder bestellte Spots fertig zu stellen. Außerdem warten diverse (ehemalige) Mitarbeiter auf ihre Honorare. Die Geschäftsführerin Stefanie Kuß ist für niemanden erreichbar. Der Umzug aus dem Oranienwerk ins Südcenter soll ebenfalls mit Mietschulden zu tun haben, berichtet die Zeitung.

Am 10. Oktober könnte bei der MABB eine Entscheidung fallen.