Tagesarchiv für 26. August 2017

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Oberschule für Oberkrämer: Eltern wollen kämpfen

Samstag, den 26. August 2017
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Bürgermeister Peter Leys bringt Vehlefanz als möglichen Standort ins Spiel – Landkreis sieht jedoch keinen Bedarf und verweist auf die vorhandenen Daten

MAZ Oranienburg, 26.8.2017

Oberkrämer.
In der Gemeinde Oberkrämer gibt es immer mehr Kinder. Eltern an den beiden Grundschulen im Ort machen sich nun große Sorgen, dass für den Nachwuchs in einigen Jahren nicht mehr genügend Plätze an den Oberschulen in Hennigsdorf und Velten zur Verfügung stehen. Sie fordern eine eigene Oberschule für Oberkrämer. Eine erste Infoveranstaltung dazu fand am Donnerstagabend im Gemeindezentrum in Bötzow statt. „Ob in Bötzow oder Marwitz, der Zuwachs ist groß“, sagte Mandy Krenz, Mitglied des Elternrates an der Grundschule Bötzow. Sie hatte zu der offenen Runde eingeladen. Sie wies auf die neuen Wohngebiete hin, die derzeit und demnächst in Marwitz, Bötzow und Schwante entstehen. Es sei nicht hinnehmbar, dass Kinder vor allem aus Bötzow und Marwitz bis nach Mühlenbeck, Löwenberg oder Kremmen fahren müssten, um eine Oberschule besuchen zu können. In der vergangenen Woche wandten sich die Eltern in der Angelegenheit an das staatliche Schulamt in Neuruppin.

„Der Brief war keine schlechte Aktion, um die Leute wachzurütteln“, sagte Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO). Nach seinen Angaben könne die Gemeinde ein Grundstück nahe der Nashorn-Grundschule im Ortsteil Vehlefanz zur Verfügung stellen – allerdings entscheide nicht die Gemeinde über eine Eröffnung einer neuen Oberschule, sondern der Landkreis. „Wir müssen aber deutlich auf die Situation aufmerksam machen“, so Leys weiter. Das Problem sei, dass der Landkreis von Entwicklungszahlen ausgehe, die nicht realistisch seien. „Das Berliner Umland entwickelt sich anders als vorhergesagt.“ Das sei auch am Kitabedarfsplan in Oberkrämer zu sehen – auch dort hätten sich die realen Zahlen ganz anders entwickelt als prognostiziert. „Es wird Gespräche mit dem Landkreis geben müssen.“

Nicht nur der Elternrat in Bötzow setzt sich für eine neue Oberschule ein. Unterstützung gibt es von der Vehlefanzer Nashorn-Grundschule. „Wir haben die Notwendigkeit auch erkannt“, sagte Sven Geitmann bei dem Treffen am Donnerstagabend. Er ist Mitglied im dortigen Elternbeirat und Sprecher des Schulfördervereins. „Wir müssen Druck aufbauen und uns lautstark zu Wort melden.“ Danilo Fischbach aus Schwante, Sprecher der Bundeselternvertretung, regte an, die Kreistagsabgeordneten aus Oberkrämer mit ins Boot zu holen. Auch der Hennigsdorfer SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Günther, der im dortigen Bildungsausschuss sitzt, müsse angesprochen werden.

Ronny Wappler, der Sprecher der Kreisverwaltung, verweist auf den Schulentwicklungsplan vom Dezember 2016. „Dem lässt sich entnehmen, dass die teilweise steigenden Bedarfe an weiterführenden allgemein bildenden Schulen in den nächsten Jahren im Rahmen von Kapazitätserweiterung an bestehenden Schulen gedeckt werden können“, teilte er gestern mit. Kinder aus den Grundschulen in Bötzow und Vehlefanz würden „ab der Jahrgangsstufe 7 die weiterführenden Schulen in Hennigsdorf, Velten, Kremmen, Oranienburg, Birkenwerder und Mühlenbeck“ besuchen. Die dem Schulentwicklungsplan zugrunde liegenden Zahlen lassen aus Sicht der Kreisverwaltung nicht die Schlussfolgerung zu, die eine Eröffnung einer Oberschule begründen würde. „Denn bei der Errichtung von Schulen muss die Mindestzügigkeit für wenigstens fünf Jahre ab der Eröffnung gesichert sein.“ Oberschulen müssten mindestens zweizügig sein, der Richtwert liege bei 25 Schülerinnen und Schüler je Klasse.

Die Elternräte in Bötzow und Vehlefanz wollen nun gemeinsam beraten, wie es weitergehen soll. Sven Geitmann schlug vor, in drei Monaten wieder eine offene Gesprächsrunde für alle zu veranstalten. „Dann sollten wir überlegen, eine Bürgerinitiative zu gründen.“ Rückhalt in der Gemeindevertretung scheint es auch zu geben. „Wir ziehen an einem Strang“, sagte Dietmar Schünemann (SPD).

RTZapper

Promi Big Brother

Samstag, den 26. August 2017
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FR 25.08.2017 | 20.15 Uhr | Sat.1

Jens Hilbert hat “Promi Big Brother” 2017 gewonnen.
Und damit du das nicht ganz schnell wieder vergisst, lies dir doch diesen Satz einfach noch mal durch.
Allerdings: Warum hat eigentlich schon wieder kein Promi gewonnen, und waren überhaupt Promis in “Promi Big Brother”?

Ich habe mal schnell gegoogelt: Jens Hilbert ist Friseur. Und Promi ist er angeblich, weil er mal in Realityshows mitgemacht hat. Hilbert konnte sich damit gegen die unfassbar bekannte Prominente Milo Moiré durchsetzen, die bekannt geworden ist durch…
Moment, ich muss wieder googeln…
Sie ist Nacktperformancetänzerin, habe ich gerade gelesen.
Nun gut. Nun erhebe ich nicht den Anspruch alle Promis dieser Welt zu kennen, aber von einer gewissen … wie heißt sie noch? … habe ich nun wirklich noch nie gehört.

“Promi Big Brother” scheiterte in diesem Jahr an fehlenden Promis. Dominik Brutner ist Model, Evelyn Burdecki lief mal beim “Bachelor” durchs Bild. Steffen von der Beeck war mal mit Jenny Elvers verheiratet. Sarah Kern ist Modedesignerin (sie sieht sich als Top-Promi, die arme), Claudia Obert ist Modeunternehmerin und Maria Hering ist… ach, ist doch wurscht.

Immerhin, ein paar der Bewohner waren irgendwie mal bekannt. Sarah “Dingens” Knappik war schon im Dschungelcamp, Zachi Noy spielte vor Jahrhunderten mal in der “Eis am Stiel”-Sexklamotte. Eloy de Jong sang bei Caught in the Act, und Willi Herren spielte in der “Lindenstraße”.

In den ersten Stunden mussten sich die, ähm, Promis erst selbst gegenseitig erzählen, was sie eigentlich zum Promi macht. Leider war das alles so langweilig und öde, dass der Spaß schnell auf der Strecke blieb.Willi Herren musste sich eines Abends Frauenkleider anziehen, und wenn das Sat.1-Humor ist, dann darf man dem Sender gern den Saft abdrehen – für immer. Die ewigen Challenges trugen leider auch nur zur Langeweile bei.

In den vergangenen Jahren war es immerhin noch lustig, die Late-Night-Show bei sixx zu sehen – dort wurde immer herrlich über das Spektakel gelästert. Dem kleinen Sender, der im Quotental dümpelt, brachte das Zuschauer. Wollte man offenbar nicht mehr, sixx war raus. Stattdessen lief eine kleinere Nachverwertungsshow nur im Internet, und das auch noch auf umständlichem Weg. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen, diese Sendung live verfolgen zu können.

Sat.1 könnte aus “Promi Big Brother” ein echtes Sommer-Event machen, ähnlich wie das RTL-Dschungelcamp im Winter. Aber Sat.1 kriegt das nicht hin. Schlechtes Casting, lahme Location, öde Spielchen. Und, ähm, wie hieß noch mal der Sieger, und was macht der noch gleich…?

RTelenovela

Ist schön geworden!

Samstag, den 26. August 2017
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Auf der Tagesordnung des Bötzower Ortsbeirates standen am Donnerstagabend im öffentlichen Teil 13 Punkte. Einer davon lautete „Information zu den Außenanlagen am Gemeindezentrum“.

Dass da einiges passiert ist, ist nicht neu. Da wurde schon drüber berichtet. Ein kleiner Spielplatz ist entstanden, die Bötzower werden dort Boule spielen können – überhaupt sieht jetzt alles gepflegter aus.
Was also kann es Neues an Informationen zu diesem Thema geben? Die Information, die Ortsvorsteher Günter Franke zu diesem Tagesordnungspunkt hatte, lautete: Es gefällt ihm alles sehr gut.

Natürlich ist es wichtig, dass ihr das erfahrt, wenn ihr leider keine Zeit hattet, im Ortsbeirat vorbeizuschauen. Dass es für diese sehr persönliche Einschätzung aber einen eigenen Tagesordnungspunkt gebraucht hat, das verwundert dann doch.

ORA aktuell

Wasser: Oranienburger Finanzamt-Anbau später fertig

Samstag, den 26. August 2017
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Weitere Folgen des Oranienburger Jahrhundertregens am 29. Juni: Der Anbau für das Finanzamt wird sehr viel später fertig als geplant. Im Keller befanden sich etwa 200 Kubikmeter Wasser und Schlamm. Das teilte Norbert John, technischer Geschäftsführer des Brandenburgischen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen. Wasser und Schlamm seien inzwischen entfernt, vieles muss aber repariert werden.

Die Fertigstellung verzögert sich auf Mai 2018, der Einzug erfolge einen Monat danach.