Tagesarchiv für 1. August 2017

RT im Kino

Dunkirk

Dienstag, den 1. August 2017
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Wie ist es im Krieg?
Furchtbar. Angsteinflößend. Zermürbend. Tödlich.
“Dunkirk” zeigt, wie es im Krieg ist.

Dünkirchen, 1940. Die deutschen Truppen marschieren in Richtung Westen. Die Männer der britischen und französischen Armee sollen unterdessen vom Strand in Dünkirchen aus per Schiffe ins nicht sehr weit entfernte Großbritannien gebracht werden. Es ist die “Operation Dynamo”. Doch die Männer sind am Strand eingekesselt, sie sind wie auf dem Präsentierteller und sind vielen Angriffen ausgesetzt.
Tommy (Fionn Whitehead) und Gibson (Aneurin Barnard) versuchen auf eines der Schiffe zu kommen, doch das scheint ein nahezu unmögliches Unternehmen zu sein. Und selbst auf einem Schiff sind sie alles andere als sicher.
Unterdessen versuchen Mr. Dawson (Mark Rylance), sein Sohn und dessen Freund mit seinem Privatschiff nach Dünkirchen zu schippern, um die Evakuierung zu unterstützen.
Pilot Farrier (Tom Hardy) will zugleich aus der Luft die Schiffe auf der See schützen – und muss mit seinen Kollegen immer wieder Angriffe auf feindliche Flieger starten.

Zu Lande, zu Wasser, in der Luft. Christopher Nolan zeigt in “Dunkirk” den Krieg auf drei Ebenen. Erzählt wird dabei aber immer dieselbe nervenzehrende Geschichte einer riesigen Evakuierungsaktion.
Es ist ein Film, der es nicht zulässt, mal kurz durchzuatmen. Ein Krieg lässt keine Atempausen zu. Es gibt keine Sicherheiten. Überall lauern Gefahren, überall droht der Tod.
Auf einer sehr eindrucksvolle Weise lässt Nolan das den Zuschauern spüren. Der Spannungsbogen ist extrem eng gestrickt. Auch die fast permanent bedrohliche Musik sorgt für die Anspannung. Die Musik signalisiert: Es ist nicht vorbei. Keiner ist sicher, die Bedrohungen enden nicht. So entsteht eine Beklemmung, die nie anzuhören scheint. Es ist eine Mischung aus Unruhe, auch Angst und Sorge. Ein Alptraum.
Es scheint, als ob in der großen Gruppe von Menschen jeder seine eigenen Entscheidungen treffen muss, es ist in der Menschenmasse eine erschütternde Einsamkeit, die dort gezeigt wird.
Auch wenn “Dunkirk” keine Doku ist – der Film wirkt wie eine Doku, da er über weite Strecken nur zu beobachten scheint. Irritierend ist an einigen Stellen nur, dass es bei einigen Szenewechseln einen Tag-Nacht-Wechsel gibt, der nicht erklärbar ist. Dass eigentlich hunderttausende Soldaten am Strand sind, es im Film aber wirkt, als seien es “nur” hunderte, ist aber noch verschmerzbar.
Von diesen wenigen Kritikpunkten abgesehen: Es gab im Kino schon unzählige Anti-Kriegs-Filme. “Dunkirk” ist nicht irgendein weiterer Vertreter dieser Gattung. Es ist nachhaltiges, eindrucksvolles Kino.

Dunkirk
GB 2017, Regie: Christopher Nolan
Warner, 107 Minuten, ab 12
9/10

RTZapper

ZDF-Fernsehgarten: Holland

Dienstag, den 1. August 2017
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SO 30.07.2017 | 14.00 Uhr | ZDF

Da hat wohl bei der UEFA niemand eine Fernsehzeitung zur Hand gehabt. Weil am Sonnabend leider der Fußballplatz in den Niederlanden überflutet war, konnte das Viertelfinal-Spiel der deutschen Frauen nicht angepfiffen werden. Es wurde stattdessen verschoben – auf Sonntag um 12 Uhr.
Und was läuft am Sonntagmittag live im ZDF? Der Fernsehgarten! Auf die zwei Stunden wäre es dann auch nicht mehr angekommen, und wäre der Anpfiff erst um 14 Uhr – nach der Live-Show – erfolgt, hätten die Fußballdamen auch noch ein bisschen länger schlafen können, und vielleicht hätten wir dann ja … na ja, alles Spekulation.

Aber so musste Andrea “Kiwi” Kiewel leider weichen, und stattdessen verloren die deutschen Fußballerinnen zur Mittagszeit ihr Viertelfinalspiel, weil sie, wie eine Spielerin sagte, viel zu müde gewesen seien.
Na so was.

Nächstes Mal sollte man bei der UEFA vielleicht doch noch mal mit dem ZDF Rücksprache halten. Vielleicht tut Kiwi den Fußballerinnen ja doch ganz gut…

RTelenovela

Heidelbeeren machen süchtig

Dienstag, den 1. August 2017
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An dieser Stelle folgt eine Warnung, und ich muss feststellen, dass über dieses Thema bislang geschwiegen worden ist. Es geht um eine neue Form der Sucht, und ich habe mich dazu durchringen können, an dieser Stelle davon zu erzählen. Ihr könnt mir glauben, dass mir das nicht einfach fällt.

Ich bin süchtig. Nach Heidelbeeren. Fange ich einmal an zu essen, kann ich nicht mehr aufhören. Ja, ich rede ungern darüber, aber nun muss es mal sein.
Am Sonnabend zum Beispiel: An der Lindenallee in Vehlefanz steht ein Büdchen, an der Heidelbeeren aus Kremmen verkauft werden. Ich kaufte mir ein Körbchen.
Ich war noch nicht mal am Auto, schon habe ich angefangen zu essen. Eine Heidelbeere, zwei Heidelbeeren, drei, sechs, zwölf. Sie sind einfach so lecker. Um so größer, um so dicker, desto leckerer.
So stand ich also am Auto und naschte. Und da machte ich den nächsten Fehler. Das Körbchen wanderte nicht in den Kofferraum, sondern auf den Beifahrersitz.
Als ich durch Germendorf fuhr, hatte sich das Körbchen schon ziemlich geleert. Ich hatte kurz überlegt, zurückzufahren, um … Nein, ich muss meine Sucht in den Griff bekommen!