Tagesarchiv für 24. Juli 2017

KeineWochenShow

#29 – Lorelei & Luke und die Toten

Montag, den 24. Juli 2017
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Ausgabe 29 von “KeineWochenShow” beginnt leider verspätet. Denn irgendwie sind die beiden Hellseher und Hellfühler Lorelei & Luke mit ihrer Austro-TV-Show noch nicht fertig. Sie warten auf einen anonymen Anrufer. Anonym heißt, dass man den Anrufer in der Sendung nicht hört, nur die beiden Moderatoren können ihn hören. Die Anrufer wollen Kontakt mit nahestehenden Toten aufnehmen, und spannenderweise melden sich bei Lorelei und Luke immer die richtigen Toten schon vor dem Anruf des jeweiligen Zuschauers.
Natürlich total glaubhaft.
Eine solche Sendung gibt es wirklich, und wir haben versucht, sie ein wenig nachzuspielen.

In der eigentlichen Sendung geht es um viel Bier. Wir testen ein Bier, wir reden über einen Kampf zweiter Biermarken und über den Kremmener Streit, ob man denn Bier bei Grundschulfesten trinken darf.
Außerdem erinnern wir uns an Adi und seine DDR-Sportshow “Mach mit, mach#s nach, mach’s besser!”, womit Adi immer noch auftritt und gratulieren David Hasselhoff zum halbrunden Geburtstag.

Folge 29 von “KeineWochenShow” gibt es auf Youtube.

Hits: 28

RTZapper

I’ve lost my Mind in Essen – 40 Jahre Rockpalast-Nacht

Montag, den 24. Juli 2017
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SA 22.07.2017 | 0.40 Uhr (So.) | Das Erste

Fernsehen. Was war denn noch gleich dieses Fernsehen?
Wie tot ist das Medium Fernsehen eigentlich?
Man könnte auch fragen: Warum denken Leute eigentlich, dass, wenn sie Serien, Filme und Konzerte im Internet schauen, das nichts mit Fernsehen zu tun hat?

Es gibt eine Band namens “Die Nerven”. Von der habe ich noch nie was gehört, aber sie haben schon im “Rockpalast” gespielt.
Der Rockpalast war mal eine ganz große Nummer. 1977 gab es im Ersten die Premiere der Rockpalast-Festival-Nächte in der Essener Grugahalle. Eine ganze Nacht lang, nach dem “Wort zum Sonntag” gab es Livemusik. Damals war das eine Revolution. Mangels Stereoton im Fernsehen lief das Ganze parallel auf zig ARD-Radiowellen für den vollen Sound.
Aber selbst Kultshows sind irgendwann out, und 1984 lief die letzte Rockpalast-Nacht.

Das Erste erinnerte am sehr späten Sonnabendabend in der Doku “I’ve lost my Mind in Essen – 40 Jahre Rockpalast-Nacht” an das 40. Jubiläum dieser Sendung. Die Marke “Rockpalast” gibt es aber immer noch. Später wurden dort Konzerte von je einer Band übertragen. Seit 2003 gibt es auch wieder eigene Konzerte – in kleineren Clubs.

Dort durften auch “Die Nerven” auftreten. Aber im Interview in der Doku machten die Jungs den Eindruck, als würde sie das eher langweilen. Nein, Fernsehen schaue ich ja eh gar nicht, sagte einer der jungen Männer mit abwesendem Gesicht. Es sei nett gewesen, dass sie da auftreten durften, und, ja, im Internet könne man sich das ja auch ansehen, im Fernsehen seien es ja nicht so viele.

Diese Interviewsequenz in der Doku sollte die Fernsehleute durchaus nervös machen. Denn klar ist, dass es zwar auch weiterhin Inhalte von vielen der heutigen Fernsehsender geben wird – aber die Konkurrenz im Internet, in der Welt des Fernsehens on Demand – ist riesig. Sich da als einer der Player durchzusetzen, ist schwer. Wenn Musiker die Marke “Rockpalast” eher als verstaubt und “von früher” und als “Ach, das gibt es noch?” wahrnehmen, dann sollte das ein Alarmzeichen für alle sein, die mit ihren Inhalten auch weiterhin Aufmerksamkeit erzeugen wollen.

Oder wollen wir wirklich, dass sich nachfolgende Generationen wirklich nur noch bei pubertierenden Youtubern informieren und denken, sie würden ja Nachrichten schauen?

Hits: 26

RT im Kino

Miss Sloane

Montag, den 24. Juli 2017
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Man hat ja schon von ihnen gehört: von Lobbyisten. Dahinter stecken Leute, die für oder gegen bestimmte politische Positionen kämpfen. Leute oder Unternehmen, die im Auftrag bestimmter Unternehmenszweige versuchen, Einfluss auf Politiker und ihre Entscheidungen zu nehmen.
Zum Beispiel beim Thema Waffen. Sollte das Waffengesetz in den USA entschärft werden? Oder wäre eine Verschärfung ein Eingriff in irgendein Menschenrecht?
Um den Kampf um ein solches Gesetz geht es im Film von John Madden: “Miss Sloane”.

Elizabeth Sloane (Jessica Chastain) ist der Star ihrer Branche. Sie arbeitet für Firmen, die Einfluss in die Politik nehmen wollen. Der aktuelle Streit: Waffen in den USA – dafür oder dagegen?
Miss Sloane geht in ihren Aktionen skrupellos vor. Rücksichten kennt sie nicht, wenn es darum geht, ihr Ziel durchzusetzen.
Nach einem Streit aber wechselt sie die Fronten. Sie geht weg von der Firma, die gegen die schärfere Waffengesetz kämpft, auf die andere Seite.
Nun hat sie ein neues, völlig entgegengesetztes Ziel, und das versetzt die Waffenlobby in Angst und Schrecken. Beide Seiten nun arbeiten mit jedem dreckigen Mittel, um zu manipulieren.
Aber macht Elizabeth damit eventuell ihr eigenes Leben kaputt?

“Miss Sloane” ist ein hochspannender Film, der sehr interessante Einblicke in eine Branche zulässt, die sich bekanntermaßen sehr zugeknöpft gibt. Der Film – in Deutschland unter dem Namen “Die Erfindung der Wahrheit” promotet, der Titel kommt im Film aber gar nicht vor – zeigt, wie Privatunternehmen sich bestimmten wirtschaftlichen Strömungen annehmen und für oder gegen politische Ziele kämpft. Dabei geht es selten um eigene Meinungen der Leute, die dort sprechen, die da im Fernsehen auftreten, sondern um die der Auftraggeber.
Jessica Chastain spielt die gerissene, kühle Frau bedrückend gut. Auch die vielen kleineren und großen Nebenrollen sind toll besetzt.
Glücklicherweise unterlässt der Film es, mit irgendwelchen Zeigefingern zu fuchteln. Denn letztlich kommt niemand wirklich gut in diesem Film weg. Es ist durchaus atemberaubend, wie skrupellos da gearbeitet wird, wie quasi über Leichen gegangen wird.
Klitzekleine Längen mittendrin sind verschmerzbar – vor allem, wenn man das atemberaubende Finale hinter sich gebracht hat.
Ein wichtiger Film!

Miss Sloane
USA 2016, Regie: John Madden
Universum, 133 Minuten, ab 12
8/10

Hits: 29

RTelenovela

Mücken!

Montag, den 24. Juli 2017
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Dieses Jahr eine echte Plage: Mücken! Man muss nur mal eine Minute in der Dämmerung irgendwo rumstehen, schon fallen sie einen an. Und das in einem Ausmaß, den wir bislang selten hatten.
Ende Juni, nach dem Jahrhundertregen in der Oranienburger Region, gab es in Leegebruch noch einige Tage Hochwasser. Das zog natürlich die Mücken an, und aus dem Ort hört man, dass es mückentechnisch extrem schlimm sein soll.

Ob die Mückenplage aber zwingend etwas mit der Leegebruch-Flut zu tun hat, darf aber bezweifelt werden.
Neulich in Sachsenhausen. An einem Schnellimbiss hatte ich die nicht ganz glorreiche Idee, mich in den Außenbereich zu setzen. Nicht gut. Eine Minute, nachdem ich mich gesetzt hatte, war es mit der Ruhe vorbei. Bssss – und patsch!
Reinsetzen hilft übrigens auch nicht – denn die Türen stehen offen. Für die Mücken eine gute Gelegenheit, ins Licht zu fliegen und auch drinnen zu nerven.
Die Plage dort herrschte übrigens auch schon vor Ende Juni.

Neulich in Vehlefanz, wieder vor einem Schnellimbiss. Wir hatten uns beim Essen schon entschlossen, uns gar nicht erst rauszusetzen. Dann waren wir aber so unvorsichtig, noch an den Autos rumzustehen und zu quatschen. Und wieder: Bssss – und patsch! Zerstochen innerhalb weniger Minuten.

Aber es ist auch kein regionales Problem: Neulich, am Strand von Binz. Während der Dämmerung stand ich reglos am Ostseeufer. Und auch da dauerte es nur wenige Augenblicke, bis sich die Mücken auf mich stürzten.
Da helfen wohl nur lange Klamotten. Kurze Hose und T-Shirt sind in der Dämmerung draußen momentan echt kein Bringer!

Hits: 33