Tagesarchiv für 23. Juli 2017

RTZapper

1, 2 oder 3 – Die große Jubiläumsshow

Sonntag, den 23. Juli 2017
Tags:

SA 22.07.2017 | 20.15 Uhr | ZDF

Ob du wirklich richtig stehst, siehst du, wenn das Licht angeht!
40 Jahre ist es nun schon her, dass sich die Kinder in der ZDF-Spielshow zwischen “1, 2 oder 3” entscheiden können. 1977 lief die erste Sendung mit Michael Schanze, am Sonnabend lief die 1000. Folge zum 40. Jubiläum.

Meine “1, 2 oder 3”-Zeit waren die letzten Ausgaben mit Michael Schanze und seinem Plopp. Zeigefinger in die Backe, Druck aufbauen und den Finger ploppen lassen. Gehörte damals dazu, lief immer am Wochenende im ZDF.
Schanze wurde später von Biggi Lechtermann abgelöst, aber da endete bald schon meine Zeit mit der Kinderspielshow.

2012, zum 35. Geburtstag der Show, gab es schon mal eine Sonnabend-Primetime-Ausgabe, damals stellte das ZDF Jörg Pilawa an Eltons Seite. Auch diesmal wollte man Elton nicht alleine lassen und schickte Steven Gätjen dazu. Das passte sehr viel besser. Nicht nur, weil Elton und Steven ja schon extrem oft zusammengearbeitet haben und sich gut verstehen. Steven Gätjen kann auch gut mit Kindern, er war locker wie selten, alberte rum und hatte sichtlich Spaß an den vielen Aktionen und Experimenten.

Schon 2012 habe ich mich gefragt, ob das ZDF weitere Primetime-Ausgaben von “1, 2 oder 3” zeigen wird. Leider war das bis jetzt nicht der Fall. Dabei bietet sich das wirklich an – mit Steven Gätjen und Elton im Doppelpack erst recht. Die Show ist kurzweilig, sehr unterhaltsam und mal was anderes im Showeinerlei am Sonnabend.

PS: Schade, dass man erneut nicht auf die Idee gekommen ist, den ersten Moderator Michael Schanze einzuladen.

Hits: 36

RT im Kino

Spider-Man: Homecoming

Sonntag, den 23. Juli 2017

2014 -> 18.4.2014

Erst vor drei Jahren kam der zweite Spider-Man-Film mit Andrew Garfield in die Kinos. Und erst vor 15 Jahren lief der erste von drei Spider-Man-Filmen mit Tobey Maguire. Jetzt also schon wieder ein neuer Darsteller, und man kann sagen: So jung war Spider-Man noch nie.
Glücklicherweise wird die ganze Geschichte nicht noch mal von vorn erzählt. Peter Parkers Entdeckung, dass er mehr kann als andere, fällt also weg. Und überhaupt ist diesmal alles sehr anders, sehr modern – aber nicht unbedingt besser.

Peter (Tom Holland) lebt bei seiner (diesmal sehr jungen) Tante May (Marisa Tomei) und absolviert ein Praktikum bei Peter Stark alias Iron Man (Robert Downey jr.). Er muss üben, ein Supergeld zu sein, und irgendwie läuft es aber nicht so gut. Entweder macht Peter alias Spider-Man mehr kaputt als heil oder er unterliegt Irrtümern, die böse enden. Er muss sein Spider-Man-Kostüm schließlich abgeben.
Dabei liegt Gefahr in der Luft. Denn Adrian Toomes (Michael Keaton) hat einst außerirdische Technik gestohlen und hat in den vergangenen Jahren damit experimentiert. Nun macht er damit die Stadt unsicher, und Peter will das verhindern. Blöd nur, dass Adrian ausgerechnet der Vater seiner Angebeteten ist.

“Spider-Man: Homecoming” ist also der sechste Film in 15 Jahren – und mit dem dritten Darsteller. Der Film ist unterhaltsam, das kann man ihm nicht absprechen. Die Handlung ist rasant, langweilig wird es nicht.
Aber der Film hat ein anderes Problem: Er wirkt wie eine Teeniekomödie mit ein bisschen Science-Fiction. Tom Holland spielt einen 15-Jährigen. Er ist überdreht, er ist pubertär, seine Stimme überschlägt sich immer wieder.
Das soll vermutlich mehr jugendliche Zuschauer anziehen, wirkt aber leider die ganze Zeit ziemlich oberflächlich. Spider-Man wirkt wie auf Koks, und es gibt leider so einige Stellen, wo das ein wenig nervt. An die Coolness von Andrew Garfield reicht Tom Holland bei weitem nicht heran.
So bleibt am Ende ein seltsamer Zwiespalt: irgendwie unterhaltsam, irgendwie nett. Aber eben dann doch nur nett. Das ist ein bisschen wenig, leider.

Spider-Man: Homecoming
USA 2017, Regie: Jon Watts
Sony, 134 Minuten, ab 12
6/10

Hits: 50

ORA aktuell

Erneut Starkregen in Oranienburg

Sonntag, den 23. Juli 2017
Tags:

Erneut gab es in Oranienburg starken, lang anhaltenden Regen. Der Wolkenbruch mit Gewitter und Blitzen erinnerte an den Jahrhundertregen am 29. Juni.
Wieder liefen einige Keller voll, die Unterführung in der André-Pican-Straße war erneut überschwemmt. Die Feuerwehr hatte einige Einsätze.
Das Ausmaß war aber bei weitem nicht so heftig wie Ende Juni, dafür gab es in einigen umliegenden Orten Überschwemmungen.

Hits: 31

RTelenovela

Rügen 2017 (16): Hallo, sind Sie noch da?

Sonntag, den 23. Juli 2017
Tags: ,

(15) -> 22.7.2017

Der Servicegedanke wird auf Rügen sehr groß geschrieben. Mehr oder weniger. Und manchmal schießen die Rüganer dabei etwas übers Ziel hinaus.

In einem Restaurant an der Binzer Hauptstraße. Ich entscheide mich – ja, das ist nicht sehr originell – für Spaghetti Bolognese. Auf der Speisekarte erblicke ich den Hinweis, dass Parmesan 1,50 Euro extra kostet. Uijuijui.
Der Parmesan-Käse ist zwar frisch gerieben, aber dennoch: kostet extra?
Ich bestelle und merke an, dass ich die Extra-Kosten ja noch nirgendwo erlebt habe. Da lacht die Kellnerin und meint, das sei hier überall so. Allerdings habe ich vor ein paar Tagen im Restaurant schräg gegenüber schon mal – ja, ja, unoriginell – Spaghetti Bolognese verspeist. Mit Parmesan. Ohne Extrakosten. Die Kellnerin lachte wieder und meinte, sie sei ja Binzerin und müsse das wissen. Aha. Ich bin zwar kein Binzer und habe es anders erlebt.
Schon ein bisschen (sehr!) unverschämt.

Ein ganz anderer Service überraschte mich in meinem Hotel.
Der Herr an der Rezeption hatte mich auf’s Frühstück hingewiesen, zwischen 8 und 10 Uhr. Da war für mich aber schon klar, dass ich das verschlafen werde.
Tatsächlich schlief ich bis zum Mittag und ließ mir dann noch sehr viel Zeit, schließlich lief ja im Fernsehen noch das “ARD Büfett” und das Mittagsmagazin. Will man ja nicht verpassen.
Irgendwann stand ich dann im Bad, als plötzlich die Tür zum Zimmer aufging. Der Herr von der Rezeption. Er wolle doch mal sehen, ob ich noch da bin.
Ich war ein bisschen sprachlos.
Es ist ja ganz nett, dass die sich Sorgen machen (auch wenn ich eher vermute, dass sie wissen wollten, ob ich getürmt bin), befremdlich finde ich es aber schon, dass da ohne Klopfen jemand einfach ins Zimmer gelatscht kommt.
Aber wenigstens war nun klar: Ja, ich bin anwesend.

Hits: 35