Tagesarchiv für 21. Juli 2017

RTZapper

Volksvertreter

Freitag, den 21. Juli 2017
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DO 20.07.2017 | 22.15 Uhr | zdf_neo

Soldaten sitzen in Auslandseinsätzen nicht nur in irgendwelchen Büros oder verarzten Verwundete oder sind einfach anwesend. Sie bringen auch Menschen um.

Auf zdf_neo werden jeden Donnerstagabend Politiker mit dem Volk zusammengebracht, diesmal ging es um die Linken. Und einer der Bürger, die dabei waren, war bis vor kurzem Angehöriger der Bundeswehr und auch im Auslandseinsatz in Somalia.
Natürlich ging es bei der Gesprächsrunde auch um Gewalt und auch um die Armee. Moderator Jo Schück wollte vom Bundeswehr-Mann wissen, ob er jemals einen Menschen erschossen habe. Der Mann bejahte das.

Ein spannender Moment, denn der Moderator war einen Moment wirklich überrascht und bestürzt. Das verwundert aber nicht, denn dass auch Bundeswehr-Angehörige zur Waffe greifen, wenn es offenbar notwendig ist, ist ja nichts, was jeden Tag überall verkündet wird. Das Überraschende war eher, dass das mal ohne Umschweife so gesagt wurde und dass der junge Journalist darüber so überrascht war.
Allein für diesen Moment, für solche Erkenntnisse, hat sich die Sendung gelohnt.

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ORA aktuell

Dieter Starke geht zurück ans Oranienburger Mendheim-OSZ

Freitag, den 21. Juli 2017
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Dieter Starke, Dezernent für Bildung und Jugend, verlässt die Kreisverwaltung in Oberhavel und geht zum neuen Schuljahr als Schulleiter zurück ans Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum mit den Standorten Oranienburg und Zehdenick. Das teilt der Sprecher mit Kreisverwaltung mit.
Starke hatte seinen Dezernentenposten Mitte September 2015 per Abordnung durch das Schulamt Neuruppin angetreten. „Das Schulamt Neuruppin hat nun um die Aufhebung der Abordnung Dieter Starkes gebeten, der ich schweren Herzens zugestimmt habe”, sagte Landrat Ludger Weskamp. “Ich schätze seine Arbeit sehr; die Kreisverwaltung verliert mit ihm einen ausgewiesenen Kenner der Bildungs- und Schullandschaft Oberhavels, aber dem Landkreis bleibt er mit seiner hohen Kompetenz für bildungs- und jugendpolitische Fragestellungen erfreulicherweise erhalten.“

Dieter Starkes Posten wird kommissarisch Matthias Kahl, derzeit Leiter des Jobcenters, übernehmen. Über die Gründe des Wechsels ist derzeit nichts bekannt.

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RTelenovela

Rügen 2017 (14): Hinten spielt die Musik!

Freitag, den 21. Juli 2017
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(13) -> 20.7.2017

Fahre ich auf Rügen von der Fähre in Glewitz nach Binz, dann komme ich durch den Putbuser Ortsteil Vilmnitz. Die Landesstraße wird dort schmal, das Kopfsteinpflaster ist holprig und sieht aus wie aus dem 19. Jahrhundert. Man könnte dort Filme über alte Zeiten drehen. Dort steht auch die Maria-Magdalena-Kirche, sie ist fast 800 Jahre alt.
Jeden Donnerstag finden dort im Sommer Konzerte statt. Ich hatte davon in der Ostsee-Zeitung gelesen und fuhr hin.
Geplant war ein Barockkonzert mit Orgel und Trompete.

Tickets gab es nur an der Abendkasse. In der Schlange entdeckte ich vorn auf dem Teil die Preisangabe 15 Euro. Ich zückte schon mal das Geld. Als ich es der Frau an der Kasse gab, wunderte die sich. Nein, das koste keine 15 Euro, sondern nur 6 Euro.
Ich hatte den CD-Preis erblickt, nicht den Eintrittspreis, und ich irgendwie dachte ich, dass 6 Euro ganz schön wenig sind.

Wir saßen nun in den Kirchenbänken und warten. Alle blickten nach vorn zum Altar. Allerdings tat sich nicht vorn, sondern hinten etwas. Hinten, auf der Empore ist nicht nur die Orgel, dort stand auch schon der Trompeter.
Eine Frau aus der Kirchengemeinde begrüßte dann die “lieben Hörenden”. Fans ich erst lustig, aber dann war klar: Wir werden nach vorn blicken – aber nichts sehen. Denn das Konzert findet hinter uns statt.

Und so war es dann auch. Anfangs drehte ich mich immer wieder mal um, um auch mal die Musiker zu sehen. Aber irgendwann fand ich mich damit ab, dass man ins Leere schaut. Irgendwie hatte es auch etwas Meditatives.

Bei Kirchenkonzerten ist das mit dem Applaus ja auch immer so eine Sache. Darf man zwischen Musikstücken klatschen? Das Publikum war sich sehr uneins. Nach dem ersten Stück applaudierte keiner. Nach dem zweiten traute sich einer und viele stimmten mit ein. So zog sich das durchs ganze Konzert. Den Jubel gab es dann am Schluss. Verdient, übrigens. War schön!

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