Tagesarchiv für 17. Juli 2017

KeineWochenShow

#28 – Keine Blümchen für Bosbach

Montag, den 17. Juli 2017
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Neue Sendung, neues Glück und neues Studio.
Na ja, ein neues Studio haben wir nicht, aber die Renovierung des Kellerstudios ging nach der Oranienburger Regenflut doch schneller als gedacht. Aber neu eingerichtet ist es. Der Tisch und die Stühle stehen anders und wir sitzen auch anders.
Ganz optimal ist das noch nicht, da werden wir in den nächsten Wochen vielleicht noch dran feilen. Dass ich mich immer nach hinten umdrehen muss, wenn wir uns unterhalten, ist noch veränderungswürdig.

Ansonsten werten wir das G20-Wochenende in Hamburg aus. Die Chaoten, die Autos anzündeten, als ob sie damit gegen irgendwas Politisches demonstrieren würden. Über die Polizeieinsätze. Und über die unsägliche “maischberger”-Sendung, bei der alle verlernt haben, zuzuhören und vernünftig zu diskutieren. Stattdessen flüchtet Wolfgang Bosbach, weil er Jutta Ditfurth nicht zuhören kann und ihr nicht gewachsen ist, vernünftig gegen zu halten. Peinlich.

Außerdem geht es um Benjamin Blümchen, der seinen 40. Geburtstag gefeiert hat. Um das Morgenmagazin der ARD, das 25 geworden ist. Um einen Oranienburger Tennisspieler, in der Wimbledon angetreten ist. Wir fordern, dass, wenn er berühmt wird, dann auch als Oranienburger betitelt wird – und nicht als Berliner. Wir machen uns über den neuen DFB-Sponsor lustig und haben Mitleid mit den Urlaubern in Binz, die nicht den Kurplatz nutzen konnten, weil da die Beachvolleyballer spielten.

Und ein Bier gibt es auch. Aber kein Gutes. Seht selbst – auf Youtube: KeineWochenShow #28.

RTZapper

Die ProSieben Gameshow Konferenz

Montag, den 17. Juli 2017
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SA 15.07.2017 | 20.15 Uhr | ProSieben

Das muss man sich als Fernsehmacher auch erst mal trauen: Man holt noch mal olle Kamellen raus und mixt sie ein wenig neu und verkauft das als große Innovation. So arbeiten vermutlich auch einige Supermärkte mit ihren Fleischresten. Bei ProSieben ist das dann die “Gameshow Konferenz”.

Am Sonnabendabend lief sie erstmals. Und letztmals. Weil kaum jemand zuschaute, worüber man sich allerdings nur bei ProSieben wunderte.
Die Sendung bestand aus Ausschnitten aus Spielshows. Ein Squash-Länderspiel, ein Spiel in der Überschlagschaukel, ein Lippenleser – und weitere Konserven. Der Clou: Sportmoderator Elmar Paulke tat so, als würde er sich von Event zu Event zappen. Wie beim Fußball – nur dass der Fußball in der Regel live in einer Konferenz übertragen wird.

Ja, dass ProSieben mal keine Rankingshow gesendet hat, ist ja ganz löblich. Die bestehen ja auch nur aus Fernsehresten oder Wiederholungen im neuen Gewand. Aber daraus ein Event zu machen, das in Wirklichkeit gar keins ist, wäre fast schon atemberaubend, wenn es nicht so unsagbar langweilig wäre.
Die Zuschauer haben diesen Schmu glücklicherweise schon vor der Ausstrahlung gemerkt und gar nicht erst eingeschaltet.

RT im Kino

Ich – Einfach unverbesserlich 3

Montag, den 17. Juli 2017

Gru und die Minions sind zurück. Jetzt, wo die Minions aber die eigentlichen Stars sind, die ja bereits ihren eigenen Film hatten, war die Gefahr hoch, dass die gelben Männchen einen noch größeren Teil der Geschichte einnehmen. Doch dem konnte Regisseur Pierre Coffin widerstehen, so dass auch “Ich – Einfach unverbesserlich 3″ wieder ein eigenständiger Film ist und die Minions als Nebendarsteller eine sehr wichtige, aber nicht die einnehmende Rolle haben.

Gru (Stimme: Oliver Rohrbeck) und seine Freundin Lucy (Martina Hill) sind gefeuert worden. Nun ist guter Rat teuer, denn irgendwie müssen sie ja ihre Familie versorgen.
Aber nicht nur das treibt Gru um. Er erfährt, dass er einen Zwillingsbruder hat: Dru (Oliver Rohrbeck). Er sieht nicht nur besser aus, sondern ist auch überaus erfolgreicher als Gru. Der beschließt, Dru kennenlernen zu wollen.
Dru ist ein bisschen gelangweilt, aber er weiß, dass Gru ja immer der große Bösewicht ist. Er ist enttäuscht, dass Gru nun lieb sein will – schafft es aber, ihn wieder auf die andere Seite zu ziehen…
Unterdessen irren die Minions (Pierre Coffin) in der Weltgeschichte herum, nachdem Gru sie rausgeschmissen hat…

Die kurzweilige Geschichte hat wieder viel Witz und Charme. Dass Gru nun auch noch einen Zwillingsbruder hat, ist zwar keine besonders innovative Idee, aber die Umsetzung ist immerhin ganz lustig. Turbulent geht es zu, aber an einigen Stellen auch liebevoll. Die Minions sorgen zwischendurch immer wieder für Slapstickeinlagen und unterbrechen die Geschichte an einigen Stellen. Das aber macht es dann auch wirklich kurzweilig und an keiner Stelle langweilig.
Ein Minuspunkt ist übrigens Joko Winterscheidt. Er spricht im Film einen Bösewicht, man merkt allerdings, dass er kein Profisprecher ist. Man sollte weiterhin nicht auf große Namen setzen, sondern auf Sprecher, die das wirklich können.
In dem Zusammenhang aber erwähnenswert: Bei der Einblendung der Credits am Anfang stehen die deutschen Synchronsprecher. Sehr löblich!

Ich – Einfach unverbesserlich 3
USA 2017, Regie: Pierre Coffin
Universal, 90 Minuten, ab 0
7/10

RTelenovela

Rügen 2017 (10): Piercings auf dem Hafenfest

Montag, den 17. Juli 2017
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(9) -> 16.7.2017

Stadtfeste sind irgendwie auch nicht mehr das, was sie mal waren. Wer neulich über das Gelände des Rügener Hafenfestes in Sassnitz spaziert ist, wird sich vielleicht gewundert haben. Natürlich kann man immer noch Karussell fahren. Und Cocktails schlürfen. Und Bratwürste essen.
Aber man kann sich auch mal fix piercen lassen. Da gibt es ein kleines Zelt, in dem man verschwindet, und – schwupps – kommt man mit einem Nippelpiercing wieder raus. Herrlich.
Ein paar Meter weiter gab es Tattoos. Auch wieder eine Möglichkeit, seinen Körper zu schmücken und auf dem Hafenfest neue Tatsachen zu schaffen.
Nicht ganz so hart ist der Stand, an dem man sich Dreadlocks an den Kopf bammeln lassen kann.
Wer also in Sassnitz feiert, kann sich äußerlich auch gern mal ein bisschen verändert. Für ganz Spontane.

Aber noch eine Frage trieb die Hafenfest-Besucher um: Wo steigt das Feuerwerk in die Luft? Leider war das nicht klar, und so stand ich Minuten vor dem Beginn am Hafenkai. Ich hatte einen guten Blick auf den Hafen, nur rechts von mir stand ein Boot, das die Sicht versperrte. Aber wir alle, die da standen, waren uns einig, dass ausgerechnet auf der rechten Seite das Feuerwerk nicht stattfinden würde.
Es fand auf der rechten Seite statt. Also begann mit Beginn des Feuerwerks das große Rennen zur rechten Seite des Hafenbeckens.

Eine wichtige Frage an der Küste ist auch: Wo gibt es die besten Fischbrötchen? In Binz vermutlich an der Schmachterseestraße, dort gibt es einen Imbiss. Das Bismarck-Fischbrötchen kostet dort (wenn ich mich richtig erinnere) 2,70 Euro, und es ist auch ein bisschen Salat neben den Zwiebeln mit drin.
Bei Gosch direkt an der Seebrücke kostet es dann schon 3 Euro, und auf den Salat wird verzichtet. Direkt gegenüber steht manchmal auch am Ceres-Hotel ein Stand – dort kostet die Brötchen, die ich aber nicht probiert habe – 3,50 Euro. Sie sehen muschelförmig aus, was vermutlich die 50 Cent rechtfertigen soll.
Sehr versteckt liegt ein Fischgeschäft an der Hauptstraße – in zweiter Reihe. Man muss schon auf den Aufsteller achten, um nicht daran vorbeizulaufen. Mir ist es dieses Jahr zum ersten Mal aufgefallen.
Nicht zu vergessen der Hinweis, dass es wirklich tolle Fischbrötchen weiterhin in Baabe gibt, kurz vor dem Strand in der Fressmeile: warme Brötchen, frischer Fisch, Salat, Zwiebeln. Mmmh, lecker!