Tagesarchiv für 9. Juli 2017

RTZapper

News spezial: Der G20-Gipfel

Sonntag, den 9. Juli 2017
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FR 07.07.2017 | 20.00 Uhr | n-tv

In Hamburg herrscht Krieg, und das Fernsehen steht mittendrin.
Der Reporter von n-tv steht im Schanzenviertel. Er hat einen Helm auf und blickt sich immer wieder um. Hinter ihm ist Blaulicht zu sehen, Polizisten in Kampfuniform und auch Randalierer. Eine Barrikade brennt, und der Reporter erzählt von alldem.

Als am Freitagabend in St. Pauli die Lage eskalierte, als die Proteste gegen den G20-Gipfel zur dumpfen Randale wurde, da zoomten die Nachrichtensender noch mal richtig ran. Stundenlang berichtete n-tv in einem “News spezial” live direkt aus dem Brennpunkt. Immer mal wieder musste der Reporter abbrechen und seinen Standort wechseln, weil er von der Polizei abgedrängt wurde. Weil es einfach zu gefährlich wurde.

Ebenso auf N24. Die Nachrichten kamen direkt aus dem Hamburger Krisengebiet. Jeder Steinwurf, jedes Feuer – live und direkt. Die Tagesschau hatte ebenfalls einen Reporter vor Ort, und auf Facebook bot sie immer wieder einen Livestream an, auf dem unkommentiert ebenfalls Livebilder aus dem Schanzenviertel zu sehen waren.

Es ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ist es gut, ein ungefiltertes Bild von der Situation zu bekommen, irgendwie dabei zu sein, aus erster Hand zu sehen, was sich abspielt. Andererseits ist es natürlich auch eine Befriedigung von Sensationsgier und ein Stück Voyeurismus. Es ist, als wären wir in Hamburg dabei und würden gaffend auf der anderen Straßenseite stehen. Zehntausende waren über das Internet über Streams auf Facebook und Youtube live dabei, und morgen regen wir uns auf, wenn wir andere bei Autobahnunfällen doch mal wieder neugierig sind und gaffen.

Die Hamburger Ausschreitungen waren in jedem Fall auch wieder eine kleine Zäsur in der Live-Berichterstattung. Per Internet sind wir mittendrin statt nur dabei.

RTelenovela

Leb’ das Leben, das du leben willst!

Sonntag, den 9. Juli 2017
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Der Mann eines guten Freundes ist gestorben. Plötzlich und unerwartet, er wachte am Morgen einfach nicht mehr auf. Herzinfarkt. Mit 32.
Die Nachricht erreichte mich per Facebook, als ich neulich während einer Hochzeitsfeier kurz Zeit hatte, meine Nachrichten durchzusehen. Es war ein Schock. Auch wenn ich den Mann meines Freundes nicht ganz so gut kannte, so hatten wir doch Kontakt. Und überhaupt: 32. Und überhaupt: einfach so, von heute auf morgen.

Mich erinnerte das an den ebenfalls sehr plötzlichen Tod meines Vaters Ende 2010. Der Schock kam auch aus dem Nichts. Man ist untröstlich, vor allem als Partner, der nun völlig allein da steht. Der nun ohne den Liebsten auskommen muss, vor dem Nichts steht.

Aber die grauenvolle Nachricht zeigt auch, und das habe ich nicht nur einmal zu hören bekommen, als ich anderen davon erzählte: Leb dein Leben, als wäre es dein letzter Tag.
Sicherlich, im Großen und ganzen ist das im Alltag nicht machbar. Man kann nicht immer das machen, was man gern möchte. Aber immerhin kann man sich Gedanken darüber machen, ob es etwas gibt, was man verbessern will, ändern will, anders machen will. Und da gibt es ganz sicher einige Dinge, die man einfach mal nur anpacken müsste – selbst wenn es zunächst unbequem ist.
Man schiebt das immer vor sich her – aber solche schlimmen und traurigen Ereignisse zeigen auch: Man sollte es anpacken.

ORA aktuell

Bauarbeiten für Oranienburger Fahrradparkhaus

Sonntag, den 9. Juli 2017
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Die Bauarbeiten für das neue Fahrradparkhaus an der Stralsunder Straße in Oranienburg beginnen am Montag. Die Fahrbahn muss dafür zwischen Krebststraße und Bahnhofsplatz ein wenig verschoben werden.
Der Bereich darf dann nur südwärts befahren werden. Nordwärts führt die Umleitung über Lehnitzstraße und Willy-Brandt-Straße. Busse dürfen beidseitig durch, weshalb eine Baustellenampel errichtet wird.
Die Behinderungen sollen vier Wochen andauern.