RT liest

Albrecht Selge: Die trunkene Fahrt

Auweia.
Wenn der Rowohlt-Verlag auf den Umschlag schon schreiben muss, wie toll irgendwelche Kulturfritzen das Vorgänger-Buch fanden, dann sieht es ja eher düster aus.

Albrecht Selge schreibt in seinem Roman über “Die trunkene Fahrt” von vier Männern, die in einem Panda durch Südtirol unterwegs sind. Dabei palavern sie rum, kommen an irgendwelche Orte und palavern weiter.

Der Rowohlt-Verlag sagt, das sei aberwitzig. Dabei ist das leider überhaupt nicht witzig. Und nicht nur nicht witzig, sondern auch nicht gut geschrieben.
Mal abgesehen davon, dass ich überhaupt nichts damit anfangen kann, wenn ein Autor das Wort “und” durchgängig mit “u.” abkürzt. Selge hat ein eher unterdurchschnittliches Gefühl für besprochene Sprache und für menschliche Laute. Sätze, die immer mal wieder durch “hihi” unterbrochen werden, funktionieren nur selten. Oder gibt es wirklich Leute, die immer im Satz “hihi” sagen?
Es wird geschwurbelt, langweilig dahingelabert. Und warum das alles überhaupt stattfindet, ist auch nicht so richtig klar.
Leider völlig misslungen, und leider ahnt man das schon nach zehn Seiten.

Albrecht Selge: Die trunkene Fahrt
Rowohlt Berlin, 282 Seiten
0/10

Hits: 34

Einen Kommentar schreiben: