Monatsarchiv für Juli 2017

RT im Kino

Baby Driver

Montag, den 31. Juli 2017

Baby (Ansel Elgort) ist ein Ass am Lenkrad. Bei Verfolgungsjagden mit dem Auto macht ihm keiner was vor. Allerdings ist dieses Können auch von Doc (Kevin Spacey) entdeckt worden. Doc ist ein windiger Hund, der Überfälle plant und dafür immer wieder Leute anheuert. Baby sitzt am Steuer und sorgt dafür, dass die Banditen nach dem Überfall schnell weg kommen.
Baby macht das, weil er Schulden bei Doc hat. Aber eigentlich ist Baby kein Verbrecher, ginge es nach ihm, würde er sich lieber heute als morgen zurückziehen. Wie er sich überhaupt immer zurückzieht – in die Musik. Ohne seine Kopfhörer geht nichts, auch weil er seit einem Unfall einen Tinnitus hat, den er so übertönen kann.
Als er aber in einem Diner ein Mädchen kennenlernt, will er den Ausstieg aus seinem kriminellen Leben noch schneller packen. Aber Doc lässt nicht locker.

Hui, erst mal durchatmen! Denn “Baby Driver” lässt den Zuschauer ziemlich atemlos zurück. Dieser Thriller hat Tempo und Witz, und er lebt von der vielen Musik. Fast könnte man den Eindruck haben, dieser Film sei ein Thrillermusical, weil es auch einige Passagen gibt, die tatsächlich fast ohne Worte auskommen.
Baby ist ein cooler Typ, irgendwo zwischen Kind und Erwachsenen, Ansel Elgort spielt diesen Zwiespalt sehr gut. Denn der junge Mann hat ein Trauma zu bewältigen, von dem wir im Laufe des Filmes erfahren.
“Baby Driver” lebt von den schnellen, aber nicht aufdringlichen Schnitten, von der wirklich coolen Musik und der sehr spannenden Geschichten, die einen emotionalen Höhepunkt erlebt. Und interessanterweise weiß man als Zuschauer gar nicht immer, was man sich denn wünscht, wie es ausgeht. Denn Baby muss sich entscheiden, wie er denn auch seiner Verbrecherkarriere aussteigt und welche Folgen das hat.
Dass der Film mitunter so brutal ist, dass er erst ab 16 freigegeben ist, könnte allerdings ein Problem sein. Denn der junge Hauptdarsteller wäre ja eigentlich auch eine Ab-12-Zielgruppe gewesen. So gehen dem Film wohl einige Zuschauer verloren.
“Baby Driver” gehört aber vielleicht ja auch deshalb auf jeden Fall zu den coolsten Actionfilmen 2017!

Baby Driver
USA 2017, Regie: Edgar Wright
Sony, 113 Minuten, ab 16
8/10

KeineWochenShow

#30 – Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

Montag, den 31. Juli 2017
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Diesmal sind wir mal wieder nicht so ganz im Bilde. irgendwie muss der Zoom der Kamera doch nicht so richtig hingehauen haben, als wir das am Anfang dachten. Aber deshalb ist es ja immer gut, dass ich ab und zu mal zur Kamera laufe, um irgendwas reinzuhalten – und um gleich mal zu schauen, ob alles passt. So sind wir später dann auch einigermaßen doch noch im Bild.

“Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?”, singen wir gleich am Anfang. Und die Frage ist angesichts des Dauerregens in der vergangenen Wochen auch berechtigt. Wir maulen über Mücken, über schlammige Wiesen und was dieses doofe Wetter noch so hergibt.

Außerdem sprechen wir über den unfassbaren Skandal, den sich die SPD im Wahlkampf in Oranienburg geleistet hat. Da wurden die Wahlplakate doch glatt zwei Tage zu früh aufgehängt. Was natürlich daran liegt, dass sich Parteien an gar keine Abmachungen und Gesetze halten muss – weiß doch jeder.

Um ein paar Jubilären geht es auch – um das 500. Heft des Kultcomics “Mosaik”, um mein persönliches “stern”-Jubiläum, und mehrere Promis haben auch Geburtstag.
Zu guter Letzt sprechen wir einen Youtuber, der zwar 3 Millionen Abonneten mehr hat als wir, er dafür aber selbst nach einer Blinddarm-OP gleich mal ein Video drehen muss. Fand ich ja irgendwie lustig. Und tragisch.

Sieh es dir selbst an: KeineWochenShow #30 gibt’s auf Youtube.

RTZapper

Der Sound der DDR – Die lange Amiga-Nacht: Elektronische Musik

Montag, den 31. Juli 2017
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SA 29.07.2017 | 3.05 Uhr (So.) | radioeins

Wir hatten ja nüscht, in der DDR.
So sagt man ja immer. In Sachen Musik gab es allerdings einiges, auch wenn wir ja eigentlich immer Westradio gehört haben.
Auf radioeins wurde am Sonnabend acht Stunden lang der 70. Geburtstag des DDR-Plattenlabels Amiga gefeiert – von 21 Uhr am Abend bis 5 Uhr am nächsten Morgen.

Nach 3 Uhr ging es um elektronische Musik, und da schlug an einer Stelle mein Herz gleich mal höher.
Die Oranienburger Kinderbibliothek hat meinen Musikgeschmack ein Stückweit mitgeprägt. Ich habe dort – obwohl ich es im Nachhinein merkwürdig finde, dass es dort solche Kassetten gab – Jean-Michel Jarre entdeckt, aber auch Pond.
Pond machte in der DDR elektronische Musik. Am erfolgreichsten waren die Musiker 1978 mit dem Album “Planetenwind”. Eine Kassette, die ich mir in den 80ern ebenfalls ausgeliehen und gleich überspielt habe. Das hat man damals noch gemacht.

Pond war natürlich auch ein Thema in der langen Amiga-Nacht zum Sound der DDR. Auch der Titeltrack ist gespielt worden, und irgendwie ist das ein Gänsehaut-Moment, wenn man Musik hört, die man früher recht oft und inzwischen schon sehr lange nicht mehr gehört hat. Ein Stück Nostalgie, die ich gar nicht mal zwingend mit der DDR verbinde, sondern eher mit meiner Kindheit und Jugend an sich.
Deshalb: Danke, radioeins!

RTelenovela

Hurra, Papiertüten!

Montag, den 31. Juli 2017
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Viele Supermärkte bieten keine Plastiktüten mehr an. Das ist natürlich gut für die Umwelt, denn Plastiktüten sind alles andere als gut für die selbige.
Dafür gibt es jetzt Papiertüten, und natürlich kann man sich ja auch mal die guten, alten Einkaufsbeutel zulegen, die wir ja schon zu DDR-Zeiten hatten und der mir gerne mal, am Fahrradlenker baumelnd, in die Speichen donnerte.

Die Papiertüten sind nämlich, sagen wir mal: suboptimal. Sehr viele Einläufe passen da nicht rein, so vom Gewicht her.
Natürlich in einem Supermarkt in Velten. Der junge Mann vor mir packt seine Papiertüte voll mit Getränken. Als er fertig ist, läuft er los, und plötzlich macht es Ratsch und es poltert.
Die Tüte ist gerissen, der Einkauf liegt auf dem Boden zerstreut. Der junge Mann ist nicht amüsiert und meckert über die Papiertüten, ein anderer sagt: Ja, die seien auch scheiße.

Die Sache mit dem Umweltschutz ist eben nicht immer so einfach. Aber vielleicht legt man sich nach so einem Vorfall ja doch mal einen Beutel zu. Und manchmal denke ich ja sogar an meinen Einkaufskorb…

RTZapper

Rockpalast-Festival

Sonntag, den 30. Juli 2017
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FR 28.07.2017 | 3.25 Uhr (Sa.) | WDR

Fernsehen vor 40 Jahren – wie aus einer anderen Welt.
Der WDR wiederholte in der Nacht zum Sonntag das allererste Rockpalast-Festival von 1977. Stundenlang wurde damals live aus Essen übertragen, Das Erste hieß zu der Zeit noch schlicht “Deutsches Fernsehen”, und der Ansager wies zu Beginn schon darauf hin, dass die Sendung wohl bis etwa 4 Uhr dauern würde. Und das zu einer Zeit, wo das Fernsehprogramm gern schon vor Mitternacht beendet worden ist.
Der Ansager erklärte aber noch etwas, was heute unmöglich wäre: 1977 gab es im Fernsehen nämlich noch keinen Stereoton, und deshalb gab es einen besonderen Service: Einige ARD-Hörfunksender übertrugen die Konzerte parallel, mit Stereoton. Damals ging das nämlich noch, dass der Fernseh- und der Radioton gleichzeitig über die Antenne zu Hause ankamen.

1977 war der Aufwand so ein Festival zu übertragen aber auch noch vergleichsweise gering. Da hat man halt mal ein paar Kameras hingestellt. Keinen Kran, der Bilder von oben zeigte und auch keine Kamera, die an der Hallendecke umher fuhr. Das Publikum hat man mangels Kameras so gut wie nie gezeigt. Und wenn der Ton mal allzu laut kreischte, gab es gleich eine Bildstörung.
Deshalb sorgt so eine Wiederholung heute eher für Schmunzeln – auch wenn der Rockpalast 1977 quasi eine Revolution in der damals verschnarchten ARD war.

RTelenovela

Stinkende Werbung für Autogas

Sonntag, den 30. Juli 2017
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Gerade fahre ich an einer Oranienburger Kreuzung los und ärgere mich über das aus dem Auspuff stinkende Auto vor mir, da sehe ich eine dazu passende Werbung. Das stinkende Auto wirbt für Autogas aus Summt.
Nun ist allerdings die Frage: Wie soll ich die Werbung verstehen? Fährt das Auto mit Autogas, und Autogas stinkt fürchterlich? Oder soll mir das stinkende Auto sagen: Mit Autogas würde Ihnen das nicht passieren!
Muss ich wohl mal recherchieren…

aRTikel

Zu nass: Sommerlager zieht um

Samstag, den 29. Juli 2017
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Weg zum Mühlensee-Camp in Vehlefanz ist unpassierbar – Neuen Platz hinter der Mühle gefunden

MAZ Oranienburg, 29.7.2017

Vehlefanz.
Aufgeweichte Wege. Der pure Schlamm. Auf den Zufahrtswegen zum Sommerlager am Vehlefanzer Mühlensee ging so gut wie nichts mehr. Tiefe Furchen, selbst Lkw mit Allradantrieb sind am Ende nicht mehr durchgekommen – nur noch Trecker.

Am Donnerstagabend fiel dann die Entscheidung: Das Camp muss umziehen. „Die Erreichbarkeit, zum Beispiel durch Rettungskräfte war nicht gegeben“, sagte Dirk Eger, der Leiter des Ordnungsamtes in Oberkrämer, gestern Vormittag. „Die Zufahrt war so aufgeweicht, dass da niemand langfahren konnte.“ Oliver Lauktien, einer der Organisatoren des Sommerlagers, sprach gestern von halbmetertiefen Furchen. Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei und Veranstalter haben daraufhin diese Entscheidung getroffen.
Somit ist die Jubiläumsausgabe des Sommerlagers – es findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt – noch mal aus einem ganz anderen Grund eine besondere: Es findet nun auf einer Wiese hinter der Mühle in Vehlefanz statt. Am Donnerstagabend habe es dafür das Okay vom Landwirt Thomas Richter gegeben, sagte Oliver Lauktien. Diese Wiese sei auch über die vorhandenen Wege problemlos erreichbar.

„Das ist ein Riesendrama“, sagte gestern Oliver Lauktien. Noch gestern Vormittag sind auch über Facebook im Internet fleißige Helfer gesucht worden. Denn der Umzug innerhalb weniger Stunden ist eine riesige logistische Herausforderung. Immerhin geht es um etwa 250 Menschen, die eine Woche lang im Camp leben sollen – Kinder und Team-Mitarbeiter. Mehr als 100 Helfer sorgten gestern den ganzen Tag dafür, dass das Camp von A nach B gezogen ist. Allerdings werde auf dem neuen Platz keine neue Küche aufgebaut, dafür sei eine andere Lösung gefunden worden.

Auch sonst gab es Programmänderungen. Am Nachmittag trafen sich die Camp-Teilnehmer zwar wie geplant an der Bötzower Kirche, die Wanderung danach führte dann aber gleich nach Vehlefanz, auf den Platz hinter der Mühle. Die Übernachtung in der Marwitzer Saubucht ist durch die Veranstalter gestern abgesagt worden. „Wir werden am ersten Tag improvisieren müssen“, sagte Oliver Lauktien gestern. Da die Kinder nun schon seit gestern Abend im Camp sind und nicht erst heute im Laufe des Tages dort eintreffen, wird es wohl zunächst auch Leerläufe geben. „Aber das gibt uns die Gelegenheit, alles einzurichten“, sagte Oliver Lauktien. Hauptsache nicht absagen – das sei allen Beteiligten in den vergangenen Tagen wichtig gewesen.