Tagesarchiv für 28. Juni 2017

ORA aktuell

Angriff auf Lehrerin an Oranienburger Lindenschule

Mittwoch, den 28. Juni 2017

Polizeieinsatz am Montagvormittag an der Oranienburger Lindenschule. Wie die Polizei mitteilte, hat ein 13-Jähriger eine Lehrerin mit einer Schere angegriffen und ist dann geflüchtet. Die Lehrerin blieb unverletzt.
Die Polizei fand den Jungen später und brachte ihn zunächst zur Schule zurück. Dort ist er den Eltern übergeben worden. Es wurde eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Podiumsrunde zu Desinformation und Hass in sozialen Netzwerken

Mittwoch, den 28. Juni 2017
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DI 27.06.2017 | Berlin, Quadriga-Forum

Fakenews. Hasskommentare.
Das sind zwei Schlagwörter, die mehr und mehr in Zusammenhang mit dem Internet und mit sozialen Netzwerken genannt werden. Aber ist das Problem wirklich so groß? Und wenn ja, lassen sich diese Probleme irgendwie regulieren?
Darum ging es am Dienstagmittag im Berliner Quadriga-Forum. Die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit lud zu einer Podiumsdiskussion ein.

Sie zeigte vor allem, dass man es sich damit nicht einfach machen kann.
Arnd Haller von der Google-Rechtsabteilung erläuterte zum Beispiel, was eigentlich mit strittigen Videos passiert. Und dass die Löschung nicht immer unproblematisch sei. Einem Privatunternehmen sei es nicht zuzumuten, zu entscheiden, ob ein Video verboten werden müsse oder nicht. Als Beispiel nannte er das Böhmermann-Erdogan-Video. Hätte Youtube das Video sperren sollen? Hätte Youtube entscheiden müssen, ob das Video erlaubt ist oder nicht. das müssten Gerichte entscheiden und nicht Youtube, so Haller.

Christian Mihr von “Reporter ohne Grenzen” überraschte ein wenig mit der Aussage, dass Fakenews kaum ein Problem seien – weil die Menschen angeblich so schnell nicht auf Fakenews reinfallen würden. Erst wenn man sie mehr als 30-mal mit so einer falschen Nachricht konfrontieren würde, würden sie sie glauben. Ich mache da leider andere Beobachtungen.
Auch das Problem der Hasskommentare sei kleiner, als viele denken würden. Aber insbesondere Betroffene würden natürlich eine andere Wahrnehmung haben. Dennoch seien es Minderheiten, die solche Kommentare absondern.

Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wies in Sachen Fakenews darauf hin, dass die nicht verboten seien, man müsse aber als Gesellschaft dagegen steuern und besser aufklären.

Die Diskussion war streckenweise sehr interessant. Aber sie hätte wesentlich mehr Biss vertragen können. Auf dem Podium gab es keine wirkliche Gegenrede, nur vereinzelt vom Google-Mann. Es fehlte der Widerpart, denn zu einer guten, erhellenden Diskussion gehört auch ein Disput. Wenn sich letztlich alle einig sind, schmort man auch nur im eigenen Saft, in einer Filterblase, die während der Diskussion sogar ein Thema war.
Die Moderatorin wollte nämlich wissen, ob es schlimm sei, wenn in Filterblasen andere relevante Meldungen ausgeblendet würden. Dabei sind Filterblasen nichts Neues. Wer nicht rechts ist, liest keine rechtslastigen Zeitungen. Wer kein Asylkritiker ist, wird bei Facebook nicht mit “Nein zum Heim…”-Seiten belästigt. Andersrum aber eben genauso. Google-Mann Arnd Haller merkte da völlig zu recht an, dass dies nicht das Problem sei, das man zu bewältigen habe.
Vielmehr müssten Gerichte in die Lage versetzt werden, Urteile zu fällen. Abzuschätzen, was im Netz geht und was nicht. Aber – und das ist auch ein wichtiger Punkt – es ist auch eine Aufgabe für uns als Gesellschaft, gegen Fakenews und Hass im Netz vorzugehen. Es einfach laufen zu lassen, das wäre der falsche Weg.

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RTelenovela

Da, wo die Tabletten herkommen

Mittwoch, den 28. Juni 2017
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Zu Ostzeiten verströmten die Pharma-Werke in Oranienburg öfter mal einen eher unangenehmen Duft. Das änderte sich nach der Wende, wie auch mehrfach der Name der Fabrik. Erst Altana, dann Nycomed, jetzt Takeda.
Jeden Tag fahre ich an dem großen Gelände an der Lehnitzstraße vorbei. Drinnen war ich noch nie.

Das sollte sich aber ändern. Gemeinsam mit den Kremmener Schulreportern der Märkischen Allgemeinen konnten ich an einem Rundgang durch die Hallen teilnehmen. Das ist durchaus Besonders, denn regelmäßige Touren werden dort nicht angeboten.
Wer aber rein will, muss sich erst mal steril anziehen. Hände waschen und dann gibt es spezielle Kittel, Hosen und Schuhüberzieher.

Fährt man am riesigen Gebäude vorbei, denkt man: Boah, was müssen das für große Hallen sein. Aber falsch gedacht. Denn groß sind in Wirklichkeit nur die Flure, in denen die Paletten mit den Medikamenten hin und hergefahren werden.
Die Maschinen, in denen direkt die Tabletten hergestellt werden, sind erstaunlich klein, und die Räume ebenfalls. Sie wirken wie übersichtliche Labore. Was das Ganze natürlich nicht weniger spannend macht.

Wir konnten zum Beispiel sehen, wie die fertigen Tabletten noch mal speziell bedruckt werden. Alles mehr oder weniger automatisch. Dennoch werden viele Leute gebraucht, die dort arbeiten und vor allem forschen, immerhin gehört Takeda zu den größten Betrieben in Oranienburg.

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