Tagesarchiv für 7. Juni 2017

KeineWochenShow

#22 – Frau Merkel, bitte kommen!

Mittwoch, den 7. Juni 2017
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Am 16. Juni wird Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Oranienburg kommen – zum Arzneimittelhersteller Takeda, wo das neue Betriebsgebäude eingeweiht wird.
Da wäre es doch nur logisch, dass die Kanzlerin gleich mal einen Abstecher in unseren Bierkeller macht – und zu Gast in “KeineWochenShow” ist. Wir haben sie jedenfalls mal eingeladen – nun muss sie unsere Einladung nur noch mitbekommen. Vielleicht schaut ja Regierungssprecher Steffen Seibert mal in unsere aktuelle Sendung.

Die wandelt sich übrigens so langsam in den “Sportschau Club”. Denn wir sprechen in Ausgabe 22 eine gute Viertelstunde lang über Fußball. Über das DFB-Pokal-Finale und den, ähm, Skandal um Helene Fischer. Um den BVB und Thomas Tuchel und natürlich über die Bundesliga-Relegation und die Frage, was das eigentlich für “Fans” sind, die Eisenstangen auf ein Fußballfeld schmeißen.

Die Oranienburger City wird bald zur Tempo-30-Zone. Auch das ist bei uns ein Thema – und warum das völlig bekloppt ist und man lieber andere Maßnahmen ergreifen sollte.

Das und mehr – was feiern wir eigentlich zu Pfingsten? – in Ausgabe 22 von “KeineWochenShow” auf Youtube.

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RTelenovela

Böse Wölfe

Mittwoch, den 7. Juni 2017
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Über Pfingsten war Oranienburg in der Hand von einem Rudel Wölfen. Sie hatten sich auf dem Schlossplatz versammelt – in merkwürdigen Posen. Drohend, brüllend, in eine Richtung zeigend – oder sogar mit einer Pistole in der Hand.

Die Wölfe gehörten zu einer Ausstellung mit dem Titel “Die Wölfe sind zurück? – Kunst gegen Hass und Gewalt”.
Die Wölfe symbolisierten das Böse – auf verschiedene Art und Weise. Man könnte auch sagen: Sie zeigten die dunkle Seite unserer Gesellschaft.
Die Wolfsskulpturen stellten dar: den Blind Soldier, den Mitläufer, den blinden Hasser, den NSU-Mann, den Kraftprotz, Attac und den Anführer.

Interessant: Die Wölfe zeigten in gewisser Hinsicht, was in unserer Gesellschaft zu sehen ist – und auch in den 1930ern schon mal zu sehen war. Einerseits die Leute, die anführen, die das Sagen haben, die die Reden schwingen. Die, die mitlaufen, zu allem Ja sagen und selbst nicht mehr nachdenken. Den, der einfach nur hasst, der sich immer und überall auskotzt. Und so weiter.
Neonazis, ihre blinden Mitläufer, die willigen Helfer.

Könnte imposant sein. Aber ich hatte Schwierigkeiten mit dieser Art von Kunst. Sicherlich gehört es dazu, sich durchzulesen, was der Künstler – hier Rainer Opolka – uns mit seiner Kunst sagen will. Aber wer das nicht tut, wird damit wenig anfangen können. Und ich muss gestehen, ich konnte auch mit dem Wissen, was die Skulpturen bedeuten, wenig damit anfangen.
Wölfe stellen also das Böse dar. Das wäre dann wohl wieder mal ein Beispiel des märchenhaften, bösen Wolfes. Dabei ist der Wolf ja eher ein scheues Tier, der, weil er Hunger hat, auch Tiere reißt. Aber sich vom Menschen in der Regel fern hält, wenn man ihn nicht anlockt.
Nun kann natürlich auch hier der Künstler mit dem miesen Image des Wolfes spielen – es ist aber leider auch nur das sehr, sehr altes Klischee. Und Kunst sollte doch ein bisschen mehr sein als ein Klischee.

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RTZapper

Nachrichten: Staatschef – schwul!

Mittwoch, den 7. Juni 2017
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FR 02.06.2017 | 20.30 Uhr | SWR1

Genau drei Topmeldungen hatte das öffentlich-rechtliche SWR1 am Freitagabend im Nachrichten-Überblick zu vermelden. Eine davon: Irland bekommt einen schwulen Staatschef.
Ja, und es stimmt ja auch: Leo Varadkar wird neuer Premierminister von Irland, und, ja, er ist schwul. Sein Partner arbeitet an einer Klinik.

Die Frage ist aber: Ist die Meldung, dass Irland einen schwulen Staatschef bekommt? Dass Europa einen zweiten schwulen Staatschef bekommt? Gehört das nicht in die Boulevardschlagzeilen, dass der Politiker auf Männer steht? Stattdessen vermeldet der Radiosender SWR1 diese Meldung an prominenter Stelle.
Nicht dass man so was verschweigen muss. Aber es dermaßen hervorheben muss man eigentlich auch nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn so etwas vollkommen normal sein soll. Was es nicht ist – wie man wieder mal gemerkt hat.

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