Tagesarchiv für 2. Juni 2017

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Jan Zerbst / Peter Zernechel: Bekommst du ein Baby, oder bist du nur dick? Kinder blamieren ihre Eltern

Freitag, den 2. Juni 2017

Die lieben Kleinen. Man liebt sie, meistens. Und dann gibt es diese Momente, in denen sie etwas raushauen und man im Boden versinken möchte.
Davon handelt dieses Buch: “Bekommst du ein Baby, oder bist du nur dick? Kinder blamieren ihre Eltern”.
In der Redaktion von Radio ffn in Niedersachsen haben sie Geschichten gesammelt, über Kinder, die ihre Eltern blamiert haben.

Das verwechselt ein Kind das Wort “inhalieren” und ruft, dass Papa im Bad noch onanieren muss. Da werden Kinder beim Busfahren zum Lügen animiert, und sie machen alles zunichte. Oder wenn sich Kinder über die langweilige Predigt in der Kirche aufregen. Oder rausposaunen, was Mama für Unterwäsche trägt.
Schamvolle Momente für die Eltern – hier und da lustige für den Leser.

Heraus gekommen ist eine nette Schmökerlektüre, das typische Buch, das im Badezimmer liegt und bei gewissen Gelegenheiten immer wieder zum Blättern in die Hand genommen werden kann. Für einen schlappen Zehner allerdings sehr teuer, denn großen Aufwand musste man ja nicht betreiben, wenn man sieht, dass echte Romane eben so viel kosten.

Jan Zerbst / Peter Zernechel: Bekommst du ein Baby, oder bist du nur dick? Kinder blamieren ihre Eltern
ro ro ro, 173 Seiten
6/10

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RTZapper

Dinner Party – Marlene lädt zum Talk

Freitag, den 2. Juni 2017
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DI 30.05.2017 | 0.15 Uhr (Mi.) | Sat.1

Warum nicht mal beim leckeren Essen über den IS plaudern? Über die Radikalisierung von Familienmitgliedern, guten Freunden. Über mögliche Anschläge. Dazu geht man doch gern mal zu einer Dinner-Party. Smalltalk kann man schließlich viel zu oft.
Das müssen sich die Macher der neuen Talkshow bei Sat.1 gedacht haben. Am sehr späten Dienstagabend lief dort die “Dinner Party – Marlene lädt zum Talk”. Aber die Party muss irgendwie ausgefallen oder woanders stattgefunden haben.

Aber irgendwas müssen sich die Macher der Sendung ja dabei gedacht haben. Oder auch nicht.
Das Konzept: Ein paar Menschen treffen sich bei Marlene Lufen. Die werden bekocht, und am Tisch wird geplaudert.
Aber irgendwie müssen sich die Verantwortlichen gedacht haben: Das ist uns zu pupsig. Also gab es zur Premiere gleich das ganz harte Thema: Islamisten, Radikalisierung, Terror.

Konzept und Thema passten somit null zusammen. Während sich die Gäste ernste Geschichten erzählten, die mitunter schockierten, wurde hin und wieder zum Koch geschnitten, der gerade irgendwas umgerührt hat. Oder was schnippelte. Oder man sah eine Kerze in Großaufnahme, dieses Party-Setting.
Das Thema war spannend, das Umfeld unpassend. Es war einfach ein bisschen viel Anspruch für ein Konzept, bei dem man keinen Anspruch erwartet.

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RTelenovela

Prag (4): Trdelník!

Freitag, den 2. Juni 2017
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(3) -> 1.6.2017

Trdelníks sind uns das erste Mal in diesem Jahr auf der grünen Woche in Berlin begegnet. Eine Spezialität aus Tschechien, die aber wohl eigentlich aus der Slowakei kommt. Das Gebäck ist eine Rolle, die aus einem Stock oder Stab gebacken wird.
In Berlin war es ganz lecker, schön fluffig, mit Zucker und Zimt.
In Prag begegnet uns der, die oder Trdelník an so ziemlich jeder Ecke. In einigen Läden, die sich spezialisiert haben, gibt es die Dinger mit verschiedenen Füllungen. Mit Erdbeeren, mit Schokolade oder auch mit Eis.
Gebacken werden sie auf einem Grill.
Natürlich war es irgendwie Pflicht, das Zeug einmal zu kaufen.
Aber es herrschte Ernüchterung bei uns. Der Teig ist sehr trocken, geschmacklich auch sehr viel fader, als ich es aus Berlin kannte. Ich kann leider mit dieser Prager “Leckerei” nicht so viel anfangen.

Der Weg zur Prager Burg ist lang. Entweder eine permanente aufsteigende Straße hoch und zum Schluss ein paar Treppen. Oder kürzer, aber dafür eine nicht enden wollende Treppe. Wir entschieden uns für Letzteres. Aber wurden belohnt.
Von der Prager Burg hat man einen fantastischen Ausblick auf die Stadt. Aber auch die Bauwerke dort oben sind sehr sehenswert. Immerhin soll es sich um das größte geschlossene Burgareal der Welt handeln.
Interessant ist übrigens auch die Burgwache. Rechts und links vom Tor zum Ehrenhof stehen zwei Wachmänner, immer eine ganze Stunde lang, dann ist Wachablösung. Nicht der Wachmänner scheint dabei eine andere Strategie zu haben, die Stunde rumzukriegen. Es gibt welche, die offensiv rumgucken, sich minimal dabei bewegen. Und dann gibt es die, die fest stehen und scheinbar keine Regung zeigen.
Kein Job, den ich gern mal übernehmen möchte…

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