Tagesarchiv für 18. Mai 2017

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Blick auf die Barrierefreiheit

Donnerstag, den 18. Mai 2017
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Bernd Ostwald aus Schwante ist der neue Behindertenbeauftragte der Gemeinde Oberkrämer

MAZ Oranienburg, 18.5.2017

Oberkrämer.
Genaue Zahlen darüber, wie viele Menschen in Oberkrämer eine Behinderung haben, gibt es nicht. Es gibt nur Schätzungen, und die liegen bei 25 Prozent. Das klingt viel. „Aber es kommt auch darauf an, wie stark die Behinderung ist“, sagt Bernd Ostwald. „Es gibt auch Leute mit kleinen Behinderungen, die eigentlich noch ganz gut damit klarkommen.“

Der 64-Jährige aus Schwante wird sich in Zukunft näher damit befassen, denn er ist der neue ehrenamtliche Behindertenbeauftragte für Oberkrämer. „Ich selbst habe nur eine leichte Diabetes und den üblichen Bluthochdruck, aber ich habe Erfahrungen durch meinen Vater, der hatte ein Kriegsleiden, er war zu 80 Prozent behindert.“ Es sei auch immer gut, Probleme aus der Sicht von nicht-behinderten Menschen betrachten zu können. „Allerdings muss ich auch noch einiges an Wissen aufbauen“, gibt er zu. Das will er in den nächsten Wochen und Monaten tun.
Bernd Ostwald, der auch stark für die CDU in der Kommunalpolitik in Oberkrämer sowie in der Kirchengemeinde in Schwante-Vehlefanz aktiv ist, möchte sich nun auch für diese Belange einsetzen. „Ich sehe mich da als Kümmerer. Für Menschen da zu sein gehört zu meinem christlichen Weltbild“, sagt er.

Geboren im thüringischen Artern, aufgewachsen in Oberhausen, zog es ihn später nach Berlin und 1996 nach Schwante. Er ist seit 32 Jahren verheiratet und arbeitete zuletzt als Handels- und Industrievertreter für Elektrotechnik und Consulting. Seit Anfang März ist er Rentner. „Aber ich kann jetzt nicht nur acht Stunden am Tag Gartenarbeit machen und Zeitung lesen, ich möchte weiter öffentlich sinnvoll tätig sein“, sagt Bernd Ostwald.

An ihn können sich nun behinderte Menschen wenden, die zum Beispiel Hilfe brauchen bei speziellen Problemen oder Anträgen. Ein wichtiges Thema ist in diesem Zusammenhang die Barrierefreiheit. „Die Gemeinde Oberkrämer besitzt etwa 110 Wohnungen, und wir hatten beschlossen, dass, wenn eine Wohnung frei wird, sie dann zumindest senioren- oder sogar behindertengerecht zu sanieren.“Auch beim Straßen- und Wegebau werde er verstärkt darauf achten, dass sich die Schwierigkeiten für Geh- oder Sehbehinderte in Grenzen halten.
„Es ist ja so, dass, wenn wir unsere Umwelt seniorengerecht gestalten, dann ist die weitgehend auch behindertengerecht.“ So möchte er auch von den Menschen in Oberkrämer wissen, ob die Flächen rund um das Schwantener Ärztehaus oder am dortigen Bahnhof so begehbar sind, dass alles reibungslos funktioniert. Auch möchte sich Bernd Ostwald mit den Seniorenbeauftragten aus den einzelnen Ortsteilen treffen, um mit ihnen eventuelle Probleme zu erörtern.

Wer Kontakt aufnehmen will, kann das über die Verwaltung tun. Martina Wellnitz ist unter 03304/393238 zu erreichen, sie stellt dann den Kontakt zu Bernd Ostwald her.

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Gute Zeiten, schlechte Zeiten: 25 Jahre

Donnerstag, den 18. Mai 2017
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MI 17.05.2017 | 19.35 Uhr | RTL

Geburtstage soll man ja feiern, wie sie fallen. Bei RTL will man sich daran nicht so richtig halten. Am Mittwochabend wurde der 25. Geburtstag von “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” gefeiert, obwohl eigentlich bereits am 11. Mai 1992 die erste Folge beim damaligen RTL plus gelaufen ist. Nun, nach einem Vierteljahrhundert (oh mein Gott, echt schon FÜNFUNDZWANZIG Jahre??!!), lief Folge 6255.

Klar, es war dramatisch. Also, jedenfalls nach einer guten Stunde mit ziemlichem Leerlauf und ewigen, nicht enden wollenden Szenen und Dialogen. Sunny und Felix wollen heiraten. Aber dessen Bruder Chris weiß, dass Felix ihm einen Brand untergeschoben hat. Und er hat den Beweis und will die Hochzeit platzen lassen.
Und ja, da wurde es sogar für mich, der diese Serie schon seit etwa Folge 700 nicht mehr sieht, ziemlich spannend. Denn die Braut wird man Ende von Chris entführt, und sie erfährt alles. Aber kann sie ihm glauben?

Das Verzwickte an diesen Daily Soaps ist, dass man nach der Jubiläumsfolge fast das Bedürfnis hat, auch am nächsten Tag reinzuschauen, um zu sehen, wie es weitergeht.
Das spricht durchaus für die Macher, die Tag für Tag versuchen, die Leute für GZSZ zu interessieren, jeden Tag auf’s Neue die Menschen zu packen und neue Zuschauer zu gewinnen. Bis jetzt gelingt ihnen das, denn eine Soap 25 Jahre am laufen zu halten, gelingt ja nun wirklich auch nicht jedem – wie an vielen Nachahmern zu sehen war, die danach kamen und wieder gingen.

Schade ist, dass in der anschließenden Doku nicht erzählt worden ist, was eigentlich aus den Darstellern der ersten Stunde geworden ist. Aber vermutlich findet das die 2017er-Zielgruppe, die 1992 noch gar nicht lebte, ziemlich unspannend.

RTZapper

SRF Dok: Happy Porno?

Donnerstag, den 18. Mai 2017
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DI 16.05.2017 | 23.15 Uhr | 3sat

Wenn Ingrid Steeger auf ihre Erotikfilm-Vergangenheit angesprochen wird, dann redet sie sehr ungern drüber. Es ist ihr hochgradig unangenehm, und wenn jemand sagt, es seien Pornos gewesen, die sie damals gemacht habe, dann weist sie das in aller Deutlichkeit zurück.
Einer dieser Filme war 1970 “Ich – Ein Groupie”, ein überaus merkwürdiger Film mit einer seltsamen Art der Erotik. Erst vor einigen Monaten lief er in der Reihe “Die schlechtesten Filme aller Zeiten” bei Tele 5, durch den Kakao gezogen von Oliver Kalkofe und Peter Rütten.

Am Dienstagabend sprach Ingrid Steeger in der von 3sat gezeigten schweizer Doku “Happy Porno?” über den Filmdreh, und das war dann durchaus alles andere als lustig.
Waren Nacktdrehs der Steeger sowieso unangenehm, musste sie in einer Szene in einen See steigen, in den ihr Leute von den Hells Angels folgen, die sie dort vergewaltigen.
Diese Szene dauert im Film ewig, und sie ist schon beim Zuschauen unangenehm, aber für die Steeger – die selbst mal vergewaltigt wurde – muss das die Hölle gewesen sein. Die Typen waren wohl echte Rocker, und sie sollen nicht zimperlich gewesen sein.
Im Anschluss musste sie nackt zu einem der Typen aufs Motorrad steigen, angeblich wollte er nur ein paar Meter fahren, aber sie düsten mit ihr auf die Autobahn. Und die Kamera mit. Auch diese Sequenz dauert im Film ewig – und wenn man diese Story dahinter hört, kommt einem das Grausen.