Monatsarchiv für April 2017

ORA aktuell

Neuer Wohnpark an der Kremmener Straße

Freitag, den 28. April 2017

Zwischen Kremmener Straße und Dr. Kurt-Schumacher-Straße in Oranienburg soll ein neuer Wohnpark entstehen. Das Gelände ist bereits gerodet worden. Die Oranienburger Wohnungsbaugenossenschaft (OWG) will dort elf dreigeschössige Häuser mit 144 Wohnungen bauen. Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen sind dort geplant. Der Mietpreis könnte bei 10 Euro pro Quadratmeter liegen.
Der Bauausschuss stimmte dafür, das letzte Wort hat das Stadtparlament.

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RT liest

Katharina Peters: Leuchtturmmord

Freitag, den 28. April 2017
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(4) -> 18.5.2016

Schon wieder ein Mord auf Rügen: Am Leuchtturm in Maltzien auf der Halbinsel Zudar wird eine junge Frau gefunden. Es ist Merle Zober aus Putbus, sie war zweifache Mutter und gerade mal 28 Jahre alt.
Kommissarin Romy Beccare und ihr Team fischen im Dunkeln – zunächst. Sie finden heraus, dass die Frau ein Verhältnis mit einem Mann hatte, der Kontakte ins Rotlichtmilieu hat.
Es gibt aber weitere Merkwürdigkeiten: Merle gehörte zu einer Jugendclique, dessen Mitglieder nach und nach ums Leben kamen. Zwei junge Männer hatten einen tödlichen Unfall, eine junge Frau starb unerwartet in der Klinik.
Was haben brutale Boxkämpfe damit zu tun? Und wieso interessiert sich ein Staatsanwalt aus Greifswald besonders für diesen Fall?

“Leuchtturmmord” ist der fünf Roman aus der Rügen-Krimi-Reihe von Katharina Peters. Und er ist erneut sehr gelungen. Der Autorin gelingt es nicht nur, den Lokalkolorit in die Geschichte unterzubringen, sie erzählt von einem sehr spannenden Fall – der ja eigentlich aus mehreren Fällen besteht.
Sie erzählt sehr kurzweilig, denn in jedem der 26 Kapitel werden mehrere Handlungsstränge weitergeführt. Dass es dennoch nicht unübersichtlich wird, spricht für die Autorin. Der Effekt ist, dass man unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Zudem ist der Blick in das Boxermilieu sehr interessant.
Schade, dass der Verlag ein wenig zu plakativ werben will: Auf dem Buchcover ist die Seebrücke von Sellin zu sehen. Sie kommt in der kompletten Geschichte nicht vor.

Katharina Peters: Leuchtturmmord
aufbau taschenbuch, 323 Seiten
9/10

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ORA aktuell

RE5 ab Oranienburg fällt länger aus

Donnerstag, den 27. April 2017
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Zwischen Oranienburg und Berlin-Gesundbrunnen fährt ab Donnerstag kein Regionalexpress. Der RE5 entfällt wegen der Baustelle am Karower Kreuz. Bahnkunden müssen stattdessen die S1 nehmen.
Vom 15. bis 28. Mai sowie vom 2. bis 5. Juni fahren außerdem Busse, da es dann auch bei der S1 Bauarbeiten gibt.
An einigen Wochenenden fährt der RE5 – hält aber nicht in Gesundbrunnen. Er wird umgeleitet.

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RTelenovela

Schokopizza-Engpass

Donnerstag, den 27. April 2017
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Ich hatte das Glück, Schokopizza im Supermarkt kaufen zu können. Andere haben das nicht.
Anfang April brachte Dr. Oetker eine Schokopizza auf den Markt und landete damit einen echten PR-Coup. Überall ist darüber berichtet worden, und auch ich hielt das Ganze zwischenzeitlich für einen Aprilscherz.

Aber es gibt sie wirklich, und ich habe sie ja auch schon für lecker befunden. Aber nun habe ich festgestellt und von mehreren Seiten gehört: Es gibt sie nirgends zu kaufen.
Schon als ich im Urlaub war, schaute ich im Supermarkt in Binz nach der Pizza. Es gab sie nicht. Auch der größte Supermarkt auf Rügen, in Bergen, hatte keine Schokopizza. In Oranienburg hatte ich dann das Glück – aber es muss wirklich Glück gewesen sein, denn danach sah ich sie nie wieder.

Vermutlich ist das Zeug tatsächlich ausverkauft. Der Run auf die Schokopizza muss groß gewesen sein, dabei habe ich nirgendwo Reklame dafür gesehen – nur die Berichte darüber gesehen und gelesen.
Die Frage ist: Hat Dr. Oetker die Pizza nur zeitweise rausgebracht, und jetzt ist Schluss? Oder einfach nur ein Lieferengpass?
So oder so: Die Firma macht es spannend, und da ist es kein Wunder, dass die Pizza weiter im Gespräch bleibt.

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RTZapper

Late Night with Seth Meyers: Jan Böhmermann

Donnerstag, den 27. April 2017
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DI 25.04.2017 | 6.35 Uhr | NBC

Als Thomas Gottschalk in den frühen 90ern die erste wirkliche deutsche Late-Night-Show moderierte, da warf man ihm gern mal vor, dass seine Interviews zu seicht seien. Dass das ja nur Gelaber sei.
Dabei ist harmloses Geplauder das Kennzeichen der Interviews in solchen Sendungen – wie man nun auch wieder sehr beispielhaft sehen konnte.

Late-Night-Talker traf Late-Night-Talker. Jan Böhmermann war in der Nacht zum Dienstag (US-Ortszeit) in der NBC-Show “Late Night with Seth Meyers” mit Seth Meyers zu Gast.
Für Böhmermann natürlich das große Ding, und wäre der Erdogan-Skandal nicht dazwischen gekommen, wäre er schon im vergangenen Jahr bei NBC zu Gast gewesen.

Was er gefragt worden ist? Was er erzählt hat? Nichts Wichtiges.
Scherzhaft erzählte Böhmermann, dass Humor erst seit kurzem in Deutschland erlaubt sei. Noch eine nette Trump-Merkel-Anekdote plus Gedöns. Und weil er unbedingt mal zensiert werden wollte, sagte er ein paarmal “fuck” und wurde überpiept. Wahnsinn. Einige Medienseiten schrieben gleich mal wieder einen Möchtegern-Skandal her.

Aber alles in allem: nett, schmunzelig, harmlos – typisch Late Night eben. Lag damals also nicht an Thomas Gottschalk – sondern am Format seiner Show. Oder so.

Der Auftritt bei YouTube.

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ORA aktuell

Luisenhof eingeweiht: Oranienburger Polizeiinspektion zieht um

Mittwoch, den 26. April 2017

Fertig! Der Luisenhof an der Germendorfer Allee in Oranienburg dient nun als neue Polizeiinspektion für Oberhavel. Sie zieht aus dem baufälligen Haus an der Berliner Straße (ehemaliges VPKA) aus.
10,5 Millionen Euro sind für den Umbau investiert worden, der vorher eine Außenstelle des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums war.
Gebaut hat der Landkreis, für 20 Jahre wird das Gebäude an das Land vermietet. 400 Bedienstete ziehen dort ein.

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RTZapper

Diktator

Mittwoch, den 26. April 2017
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SO 23.04.2017 | 21.45 Uhr | zdf_neo

Auf zdf_neo ist mal wieder ein spannendes Experiment zu beobachten: Wie verhalten sich Menschen in einer Diktatur. In einer diffusen Situation, in der sie nicht wissen, was genau eigentlich von ihnen erwartet wird. In der sie nur ahnen: Sie müssen spuren, irgendwie.
Die ersten beiden Teile von “Dikator” liefen am Sonntagabend auf zdf_neo.

Acht junge Leute werden eingesperrt. Wie im Knast. Es herrscht uniformzwang, alle kriegen dasselbe Essen, alle müssen sie ein paar Stunden am Tag arbeiten – und immer dasselbe tun.
Hinzu kommt: Sie bekommen Punkte als Belohnung und Punkte abgezogen als Bestrafung.

Hochinteressant! Denn außer diese Regeln bekommen die acht nicht gesagt, worauf die Show eigentlich hinauslaufen soll. Keiner weiß, wer wodurch gewinnt. Aber sie meinen, es zu ahnen. Nämlich, wenn sie die Regeln beachten und befolgen. Ohne Wenn und Aber.
Das zu beobachten, ist extrem spannend.
Da gibt es die junge Frau, die schnell keinen Bock hat, auf die Regeln zu achten. Und dann gibt es da die Männer, die davon genervt sind. Die darauf drängen, dass sie doch bitte mitmachen möge.
Als dann die Frau erst Punktabzüge und dann in den Arrest muss, scheint klar: Die Männer haben Recht. So bilden sich Gruppen, immer gesteuert vom Diktator, der selbst nie auftaucht.
Auch Denunziation ist ein Thema: Wer antwortet auf die Frage, welcher der anderen Mitspieler am schlechtesten gearbeitet hat? Wer wehrt sich? Und was passiert, wenn einer bereitwillig Auskunft gibt und einen Namen nennt? Erstens: Die genannte Person wird bestraft, und der andere Mitspieler weiß, dass er dafür gesorgt hat. Und: Ein zweiter Mitspieler ahnt nun, dass der andere denunziert hat.

Wie würden wir uns verhalten, wenn wir in einer Diktatur leben? Würden wir Widerstand leisten? Wo und wann werden wir gebrochen? Wo lassen wir uns einspannen? Und wo lassen wir uns in die Gruppe der Mitläufer spülen?
“Diktator” ist ein Stück weit pädagogisch – aber lässt interessant Schlüsse darauf zu, wie sich Menschen in solchen Situationen verhalten und welche krassen Dynamiken entstehen.

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