Tagesarchiv für 19. April 2017

ORA aktuell

Will die Oranienburger SPD Bürgermeister Laesicke rausschmeißen?

Mittwoch, den 19. April 2017
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In der SPD in Oberhavel gibt es offenbar Streit um die Oranienburger Bürgermeisterwahl. Das berichtet der Oranienburger Generalanzeiger. Konkret geht es um Unterstützer-Unterschriften für parteilose Kandidaten.
Alexander Laesicke wird vorgeworfen, um Unterstützer aus dem SPD-Lager zu werben. Andrea Suhr, die Chefin der SPD Oberhavel beschwerte sich darüber in einem internen Internetforum. Es sei nicht fair, so Suhr. Er solle sich um parteilosen Umfeld um Unterstützer bewerben.

Wolfgang Ilte, Ex-SPD-Bundestagsabgeordneter, schrieb in dem Forum, dass SPD-Mitglieder aus der Partei ausgeschlossen werden könnten, wenn sie parteilose Kandidaten durch Unterstützen unterstützen.
Konkret geht es wohl auch um Oranienburgs Noch-Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke, dessen Sohn im September zur Wahl antritt.
Dass Laesicke Senior aus der SPD geschmissen wird, ist eher unwahrscheinlich, Andrea Suhr sagte, das müsse ein Schiedsgericht entscheiden. Ein solcher Vorgang würde die SPD-Kandidatin Jennifer Collin vermutlich eher schaden.

Alexander Laesicke wies die Vorwürfe zurück, er habe vielmehr im Freundeskreis um Unterstützung gebeten. Er zeigte sich bestürzt von der Diskussion in der SPD.

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RT liest

Nathan Hill: Geister

Mittwoch, den 19. April 2017

Samuel Anderson hat früh seine Mutter verloren. Sie ist damals einfach abhauen, einfach nicht mehr da gewesen. Keiner hat je gewusst, was damals geschehen ist.
Jetzt holt ihn diese Vergangenheit ein. Denn Samuel bekommt einen Anruf von einer Anwaltskanzlei. Seine Mutter taucht wieder auf, und ausgerechnet er soll für sie bürgen. Sie hat nämlich einen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner angegriffen. Oder was man so einen Angriff nennt. Samuel soll nun sagen, dass sie in Wirklichkeit eine gute Frau ist.
Aber kann Saumel so was sagen?
Und was ist denn damals nun eigentlich passiert? Er will es endlich rausfinden.

Und der Leser natürlich auch. Nathan Hill nimmt ihn auf mehr als 850 Seiten mit auf eine Reise durch Samuels Familiengeschichte. Denn seine Mutter Faye hat ein bewegtes Leben. Was er nicht wusste, ist, dass sie zwischenzeitlich in Chicago war, um zu studieren. Was damals noch etwas ganz Besonderes war – sie als Frau. Aber sie gerät in den Strudel einer Protestbewegung und in einen von ihr nicht verschuldeten Liebes- und Rachestrudel.
Ganz nebenher wird ein Stück US-Politgeschichte erzählt. Nicht als Sachbuch-Doku, sondern Nathan Hill verquickt seine Story mit wahren Begebenheiten.
Manche Exkurse in diesem sehr dicken Roman sind ein wenig ausschweifend. Aber die vielen Aspekte, die “Geister” beleuchtet, machen aus Samuels und Fayes Leben eine sehr spannende Story.

Nathan Hill: Geister
Piper, 864 Seiten
7/10

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RTelenovela

Akkordglocke

Mittwoch, den 19. April 2017
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Liebe Leute in Hennigsdorf, ihr habt einen sehr schönen Friedhof in der Stadt. Ein idyllisches Fleckchen Erde. Auch die Kapelle ist nett eingerichtet. Aber was eigentlich ist mit der Glocke los?
Sie läutet immer dann, wenn bei Beerdigungen die Andacht zu Ende ist und die Trauergesellschaft den Weg zum Grab antritt.

Sie läutet im Akkord. In einem großen Tempo, und das ziemlich hart und wenig wohlklingend. Wenn sie beginnt, zu läuten, dann zuckt man zusammen.
Lässt sich das nicht ändern? So ein Totenglöckchen sollte doch gemächlicher läuten, ein wenig leiser, nicht so schrill und hart.
In einem Moment der Trauer donnert diese Bimmel ziemlich rein, und das ist schade.

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RTZapper

Insel & Meer: Inselparadies

Mittwoch, den 19. April 2017
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SO 16.04.2017 | 20.00 Uhr | Rügen TV

Es ist nur eine Restauranteröffnung. Auf Rügen aber ist das ein Top-Ereignis. Denn das Restaurant befindet sich nicht an irgendeinem Ort. Sondern im “Inselparadies” direkt am Strand von Baabe – das Gebäude, das wohl mehr als 20 Jahre lang leer stand.

Die Sendung “Insel & Meer” bei Rügen TV ist deshalb auch im “Inselparadies” aufgezeichnet worden. Das ist eigentlich ganz spannend. im Hintergrund konnte man immer sehen, welchen tollen Ausblick man von dort oben auf den Strand und die Ostsee hat.
Leider war der Raum nur bloße Kulisse.

Scheinbar hatten die Fernsehmacher Angst, dem Schleichwerbeverdacht ausgesetzt zu werden. Und so erfuhr der Zuschauer, obwohl vor Ort gedreht, nichts über die Location. Stattdessen sagte die Moderatorin am Ende der Sendung, sie werde jetzt mal in die Küche gehen und dort dort umsehen. Leider durften wir Zuschauer da nicht dabei sein. Dabei hätte man ja schon mal erzählen können, wer denn dort das Restaurant betreiben will. Und man hätte was über das “Inselparadies” an sich machen können. Und über die jahrelangen Bemühungen in Baabe, das Ding wieder zu beleben.
Aber nichts davon.
Ganz schön schade.

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