Tagesarchiv für 15. April 2017

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: AnnenMayKantereit in Berlin

Samstag, den 15. April 2017
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DO 13.04.2017 | Berlin, Max-Schmeling-Halle

Ich gebe zu, ich war ein wenig lustlos, als ich am Donnerstag zum AnnenMayKantereit-Konzert nach Berlin aufbrach. Es war schon ein gutes Dreiviertel Jahr her, dass ich das Ticket gekauft hatte. Die wunderbaren Single “Oft gefragt” und “Barfuß am Klavier” schlugen schon im Winter 2016 in den Musikmarkt und in meine Playlist ein. Als später das Album kam, herrschte eine ganz leichte Ernüchterung, weil es doch nicht der ganz große Wurf war.

Die Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg war schon seit Ewigkeiten ausverkauft, der Einlass dauerte ewig, erst weit 30 Minuten nach dem offiziellen Konzertbeginn waren alle Leute in der Halle.
Es muss das bisher mit Abstand größte Konzert der Band gewesen sein, denn die jungen Musiker waren sichtlich und hörbar beeindruckt von der Kulisse.

Das Konzert von AnnenMayKantereit war in vielerlei Hinsicht beeindruckend, obwohl es gar kein echtes Spektakel war. Aber genau das war das Spektakel. Ich habe selten ein Konzert dieser Größe erlebt, das so unspektakulär begann. Das Licht ging ganz langsam aus, es herrschte Stille, die Jungs schlurften auf die Bühne, nahmen ihre Instrumente, und dann ging es irgendwann auch los.
Die Bühne war schlicht, blieb ohne Bühnenbild, es gab kaum spezielle Lichteffekte, mal abgesehen von üblichen Scheinwerfern. Die Band spielte den ersten Jungs, gefolgt von einer höflichen Begrüßung, nebst Vorstellung der Bandmitglieder.

AnnenMayKantereit – das ist die pure Konzentration auf die Musik. Und die ist live grandios. Es handelt sich um eine der Bands, die live bei vielen Songs besser sind als auf CD. Ihnen zuzusehen und zuzuhören macht eine große Freude. Sie wirkt wie eine erwachsen gewordene Schülerband, die immer noch ehrfürchtig staunen über das, was da mit ihnen geschieht. Das ist sympathisch – ja, manchmal fast rührend.
Musikalisch ist die Band immer auf dem Punkt, sie kommt ohne Schnickschnack aus. In der Zugabe kamen die Leute von K.I.Z. dazu, um den gemeinsamen Song “Hurra, die Welt geht unter” zu singen.

Am Ende gingen die Massen aus der Halle, und zumindest ich hatte das Gefühl, in aller Schlichtheit einen wahnsinnig schönen Abend erlebt zu haben.

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RTelenovela

Fastenzeit, Tag 46

Samstag, den 15. April 2017
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(2) -> 22.3.2017

Tag 46.
Der letzte Tag der Fastenzeit. Seit Aschermittwoch habe ich keinen Tropfen Cola getrunken. Auch keine Cola-Mixgetränke.
Inzwischen ist es fast schon Routine. Im Supermarkt habe ich fast gar keine Lust mehr, zur Cola zu greifen, aber ich stehe deutlich länger in der Getränkeabteilung, um zu schauen, was ich denn kaufe. Auf bloßes Wasser habe ich keine Lust.
Im Urlaub gab es auch keine Cola, dafür öfter mal ein Alsterwasser. Nur bei KFC und Co, da ist es immer ein schwieriger Moment gewesen, denn Cola gehört zum Fast Food irgendwo dazu.

Am Ostersonntag darf ich wieder. Aber irgendwie ist es auch ein seltsamer Gedanke, denn man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran, etwas nicht mehr zu konsumieren.
Aber nie wieder Cola? Och nö.

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