Tagesarchiv für 2. März 2017

RTZapper

Wissen – Denken – Meinen: AfD

Donnerstag, den 2. März 2017
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MO 27.02.2017 | 16.40 Uhr | radioeins

Dass die AfD in vielen Umfragen inzwischen unter die 10-Prozent-Marke gerutscht ist, ist eine gute Nachricht. Am Montagnachmittag fragte man bei radioeins vom rbb gleich mal: “War’s das?” Und: “Ist der rechte Populismus am Ende?”
Der Soziologe Harald Welzer, der in seiner montäglichen Radiokolumne “Wissen – Denken – Meinen” schon viel Unsinn geredet hat, faselt davon, dass die Leute angeblich genug haben, und dass daran auch der neue US-Präsident Donald Trump Schuld sei, weil die Menschen jetzt sehen würden, wie es denn sei, wenn so jemand an die Macht komme. Trump sei jetzt vielleicht ja gut dafür, dass es die AfD nicht in den Bundestag schaffe.

Wie gesagt: Schön wär’s, wenn’s so käme. Aber irgendwie macht man es sich bei radioeins dennoch ganz schön einfach. Nur weil es gerade eine Umfragedelle gibt, kann man leider noch lange nicht davon träumen, dass die AfD im Eimer ist. Immerhin liegt die Partei in Brandenburg immer noch um die 20 Prozent, es gibt inzwischen zig Ortsvereine, und das rechte Blubbern im Netz hört sowieso nicht auf.
Da nun davon zu faseln, dass alles wieder schick sein werde, das ist völlig weltfremd. Und dass solche Kommentare bei den Leuten, die gern von der Lügenpresse reden oder von den gesteuerten oder gleichgeschalteten Medien, mies ankommen, muss dann auch nicht verwundern.

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ORA aktuell

Schweigeminute in Oranienburg für getötete Polizisten

Donnerstag, den 2. März 2017

Nach dem Zwischenfall in Müllrose bei dem zwei Polizisten getötet worden sind, gab es am Mittwochvormittag in Oranienburg eine Schweigeminute. Die Polizeianwärter in der Fachhochschule der Polizei (FHPol) des Landes Brandenburg versammelten sich auf dem Campus.
Hochschulpräsident Rainer Grieger: “Es gibt viele Fragen und wenig Antworten.“

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RT im Kino

Boston

Donnerstag, den 2. März 2017

Zwei Explosionen, und aus einem fröhlichen Fest wird eine Tragödie. Es ist der 15. April 2013, Boston, USA. Im Zielbereich des Boston-Marathons gehen zwei Bomben hoch. Mehrere Menschen sterben, viele sind schwer verletzt. Sofort beginnen die Ermittlungen, die Tatverdächtigen hat das FBI bald auf dem Schirm, aber die beiden jungen Männer sind auf der Flucht. In einem Vorort von Boston kommt es ein paar Tage später zum Showdown.

Das ist die Story von “Boston”, und sie ist natürlich bekannt. Peter Berg zeichnet die wahren Ereignisse rund um diesen Bombenanschlag nach. Obwohl die Fakten bekannt sind, gelingt es ihm damit, die Zuschauer in den Bann zu ziehen – mit einer in Katastrophenfilmen üblichen Rezeptur. In dem uns die handelnden Personen nahe gebracht werden.
Da ist allen voran Police Sergeant Tommy Saunders (Mark Wahlberg). Er kämpft mit seinem Knie, und im Job läuft es auch nicht zufriedenstellend. Beim Marathon wird er als Ordner eingesetzt. Als es aber zur Katastrophe kommt, beginnt er so besonnen wie es geht zu arbeiten.
Peter Berg zeigt auch die Attentäter und anfangs scheinbar Unbeteiligte, die aber später eine Rolle spielen.
Dadurch ist “Boston” spannend und emotional – und das ohne irgendwen besonders zu heroisieren oder die Täter all zu klischeemäßig als böse darzustellen.
Sicherlich ist hier und da einiges leicht überdramatisiert, aber “Boston” zeigt noch einmal eindrucksvoll die Ereignisse in dieser für Boston so schlimmen Woche.

Boston
USA 2016, Regie: Peter Berg
Studiocanal, 129 Minuten, ab 12
8/10

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RTZapper

Oscar 2017

Donnerstag, den 2. März 2017
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SO 26.02.2017 | 2.30 Uhr (Mo.) | ProSieben

Es gibt Fernsehmomente, da sitzt man da und denkt sich: “Was ist los?” Und hat dabei Loriot im Kopf.
Laut dem Videotext von ProSieben sollte die Oscar-Verleihung am Montagmorgen um genau 6.11 Uhr zu Ende sein. Und kurz vorher staunte ich noch, denn es sah nach einer Punktlandung aus. Als bester Film ist “La La Land” ausgerufen worden, alle daran Beteiligten standen schon auf der Bühne, hielten die Oscars in der Hand und bedankten sich. Als plötzlich…

Der Rest ist Geschichte. Aus Versehen ist ein falscher Gewinner verkündet worden, eine Verkettung von offenbar unglücklichen Umständen. Allerdings: Laudator Warren Beatty ließ seine Kollegin Faye Dunaway ganz fies auflaufen. Denn er hat gemerkt, dass da was nicht stimmt, dass es sich um einen falschen Umschlag handelt. Er stutzte, schaute – und reichte schließlich seine Kollegin den Umschlag. Er gab ihr den Zonk, anstatt mal nachzufragen. Und Faye fiel drauf rein, ihr fiel der Fehler nicht auf, und sie verkündete, was nicht zu verkünden war.
Immerhin: Um 6.15 Uhr waren die müden Zuschauer der Oscar-Nacht dann doch wieder hellwach. Dass ausgerechnet in der Königskategorie ein falscher Gewinner genannt wird, alle auf die Bühne kommen und wieder weggeschickt werden müssen – das ist ein Novum.

2018 wird sicher spannend: Denn hinter jeder Verkündung wird nun eine Fake News vermutet, aber vielleicht wird ja jedem Laudator ein Ziehungsbeamter daneben gestellt.

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