Tagesarchiv für 11. Februar 2017

RTZapper

Die Puppenstars: Pittiplatsch und seine Freunde

Samstag, den 11. Februar 2017
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FR 10.02.2017 | 20.15 Uhr | RTL

Der Name Heinz Schröder ist untrennbar mit Pittiplatsch verbunden. Schröder war von 1957 bis 1991 Puppenspieler beim Fernsehen der DDR bzw dem DFF. Er erfand, führte und sprach Pittiplatsch.
Mit der Abwicklung des DFF verschwanden auch Pitti, Schnatterinchen und Moppi – neue Folgen sind dann nicht mehr produziert worden, immerhin laufen bis heute Wiederholungen im Sandmännchen. Aber viele Jahre war Schröder mit seinen Kollegen noch auf Live-Tour – 2009 starb er.

Bei den “Puppenstars” gab es am Freitagabend bei RTL ein überraschendes Wiedersehen. Pitti, Schnattchen und Moppi feierten ihr Fernsehcomeback. Das war einerseits rührend – aber andererseits auch gewöhnungsbedürftig. Denn ohne Schröder und mit den neuen Sprechern klingen die Figuren natürlich anders. Pitti sächselte plötzlich ein wenig.
Für Kinder, die die Figuren heute erleben, ist das natürlich wurscht. Aber in Sachen Nostalgie wird das schwierig. Leider wurde übrigens in der Show nicht erwähnt, dass die Figuren zwar 55 Jahre alt sind die Sprecher nicht mehr die Originalen sind.
Sie haben es dennoch ins Finale geschafft. Zu Pittiplatsch kann eben keiner Nein sagen. Egal, wer ihn spricht. Platschquatsch.

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2004 hatte ich übrigens die Möglichkeit mit Pittiplatsch, also Heinz Schröder, zu telefonieren. Irgendwie war das ein Gänsehautmoment. Das Interview kann man hier nachlesen.

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RTelenovela

Bitte ein RTest!

Samstag, den 11. Februar 2017
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Auf meinem YouTube-Kanal gibt es nicht nur jeden Sonnabend den Vlog “KeineWochenShow”. Inzwischen zweimal in der Woche laden ich dort einen neuen “RTest” hoch.
In jedem der kurzen Filme probiere ich irgendwas. Das können Produkte sein, die noch ganz neu sind. Die ziemlich eklig aussehen. Oder von denen man vermutet, eklig zu sein. Oder von denen ich schlicht gern mal wissen möchte, wie sie schmecken.

In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich eine Bananen-Brause probiert, Milch aus dem Automaten, eine Currywurst in einem Brot, einen Obstdrink, Schoko-Babybrei oder Schokolikör. Oder ich wollte wissen, wie eine bestimmte Brause außerhalb der Flasche aussieht oder ob ein “umgedrehtes” Toffifee genauso schmeckt wie ein normales.
Die gesamte Playlist findest du hier.

Und wenn ihr Ideen habt, was ich mal probieren soll: gern hier in die Kommentar oder unter einen der YouTube-Filme.

Hits: 30

RTZapper

Eurovision Song Contest 2017: Unser Song

Samstag, den 11. Februar 2017
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DO 09.02.2017 | 20.15 Uhr | Das Erste

Als 2013 Cascada mit “Glorious” für Deutschland am Eurovision Song Contest teilnahm, warf man dem Song vor, so ähnlich wie Loreens “Euphoria” zu klingen.
2017 in Kiew geht Deutschland mit Isabella Levina Lueen und dem Song “Perfect Life” ins Rennen. Obwohl es sich nicht um den Favoriten im Saal handelte, wählte das Fernsehvolk mal wieder anders. Vielleicht weil das Lied für irgendwie tauglich gehalten worden ist – vielleicht weil es so ähnlich wie “Titanium” von David Guetta und Sia klingt. Die Ähnlichkeiten gerade am Anfang nicht nicht zu überhören.

Am Donnerstagabend startete im Ersten der Eurovision Song Contest 2017. Der gewählte Song ist nett, aber warum Fernsehdeutschland mal wieder unerwartet anders wählte, bleibt offen. Als Zweites stand das Lied “Wildfire” zur Wahl, und das hatte deutlich mehr Hitcharakter. Aber die Deutschen haben ja ein Händchen dafür, öde Songs zu wählen, um sich danach drüber aufzuregen, dass man ihr Lied in Europa eben das findet – öde.
Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja doch einen Knall, und wir gewinnen. Aber ich glaube nicht.

Diesmal hatte übrigens auch schon beim Vorentscheid Europa ein Wörtchen mitzureden. Zumindest sind immer mal wieder Prozentzahlen gezeigt worden, die aussagen sollten, wie denn Europa voten würde. Allerdings: Völlig offen blieb, wer da wo votete, wie diese Ergebnisse zustande kamen. Völlig intransparent. Oder habe ich da was verpasst?

Falls wir also im Mai mit unserem Song wieder absaufen, können sich dennoch die Zuschauer nur den Vorwurf selbst machen. An der Show lag es nicht, das Konzept von “Unser Song” hat an sich ganz gut funktioniert.
Überraschenderweise bestand auch die Jury mit Tim Bendzko, Florian Silbereisen und Lena nicht nur aus Ja-Sagern. Was ihnen nicht gefallen hat, äußerten sie auch. Aber vielleicht fand das Publikum diese Bevormundung ja gerade doof. Dass alle im Saal sich entschieden haben – das konnte sich Fernsehdeutschland nicht gefallen lassen und wählte prompt den anderen Song.

Ach, und noch ein Lied fiel auf: Die Showband Heavytones, bekannt auch “TV total” wählte das Titellied für den Song ausgerechnet die aus der Raab-Show bekannte Melodie. Können die auch noch was anderes spielen? Das Lied wirkte im Zusammenhang mit dem ESC seltsam billig.

Hits: 38