Tagesarchiv für 10. Februar 2017

RTZapper

exakt – Die Story: Nur für Erwachsene – Erfolgsmodell kinderfreie Zone

Freitag, den 10. Februar 2017
Tags: , ,

MI 08.02.2017 | 20.45 Uhr | mdr-Fernsehen

Neues aus der Welt der großen Empörung. Ein Hotel, in dem Kinder unter 14 nicht erwünscht sind.
Buuuuh, rufen da viele Eltern! Unverschämtheit, schreien sie.
Aber die andere Seite: Genau dieses Hotel in Oberwiesenthal boomt. Und der Knaller: Da kommen auch Eltern hin, aber eben ohne ihre Kinder. Weil sie auch mal Ruhe haben wollen.

Über diesen neuen Trend berichtete das mdr-Fernsehen am Mittwochabend in der Doku “Nur für Erwachsene – Erfolgsmodell kinderfreie
Zone”. Denn die Empörung ist zwar groß, der Erfolg solcher Einrichtungen aber auch.
Dabei sind solche Special-Interest-Orte ja nichts Besonderes: Es gibt Familienhotels, eben auch die ohne Kinder, es gibt Seniorenfahrten, es gibt schwule Bootstouren, es gibt so viele verschiedene Dinge für verschiedene Zielgruppen. Jede hat eine Berechtigung, und jeder hat Ausweichmöglichkeiten.

Aber die Doku zeigte beide Seiten der Medaillen. So gibt es nun auch Wohngegenden, in denen nur Senioren wohnen dürfen. Wer dort wohnt, ist alt, und merkt das auch sehr schnell. Eine Durchmischung der Generationen wäre dort vermutlich besser. Weil es dort eben nicht nur um zeitlich eingeschränkte Events geht, sondern um den Alltag, der Abwechslung braucht, der das Zusammenspiel der Generationen benötigt.

Hits: 40

RTZapper

15 Dinge, die Sie über Burger King wissen müssen

Freitag, den 10. Februar 2017
Tags: , , ,

MI 08.02.2017 | 20.15 Uhr | Sat.1

Die sind ja echt so vorbildlich, da bei Burger King. Halten alle Vorschriften ein, sind da ganz doll penibel. Und das nicht nur, weil das Fernsehen dabei ist. Echt nicht!
Sat.1 widmete dem Boulettenkönig am Mittwochabend geschlagene 135 Minuten für “15 Dinge, die Sie über Burger King wissen müssen”. Dabei ist schon der Titel der Sendung eine glatte Lüge, denn wissen müssen muss man über Burger King eigentlich nichts. Und schon gar nicht die vielen Reklamebotschaften, die über den Abend verteilt worden sind.

Da gibt es beim Fleischherrscher in Bernau neuerdings einen Bringdienst. Und na – tür – lich wird da alles frisch verpackt und innerhalb von zehn Minuten zum Kunden gebracht. Und na – tür – lich rückt sofort ein Ersatzmann mit neuen Burgern aus, wenn der erste Bringdienstwagen im Stau steckt. Und na – tür – lich wäscht sich die Bringdienst-Frau immer sofort und total gründlich die Hände, wenn sie dann wieder in den Laden kommt. Hoffentlich auch immer, wenn kein Sat.1-Team dabei ist.
Auch als der Qualitätsprüfer kam, war er na – tür – lich unangekündigt im Laden, weil ja auch keiner wusste, dass da eine Doku gedreht wird.
Dass das Fleisch gegrillt wird, und dass das ja etwas Besonderes sei, wurde na – tür – lich auch erwähnt. Nicht aber, dass dieses gegrillte Fleisch dann Ewigkeiten in Warmhalteschubladen rumliegt und die Frische dann gleich im Eimer ist. Selbst wenn der Burger frisch zusammengelegt wird.

Das alles ist dann von Blue-Box-Promis kommentiert worden. Aber eigentlich waren sie nur dazu da, um mal ein “Ach, das ist ja spannend” einzuwerfen. Oder: “Jetzt wird’s spannend.” Völlig überflüssig. Aaron Troschke tat so, als würde er beim Boulettenkönig anrufen, um sich was bringen zu lassen. Und um, uijuijui, Kritik anzubringen, tat er dann so, als habe man ihm nach 35 Minuten immer noch nichts gebracht, und dann war alles kalt. So ein Stuss.

Irgendeiner der Kommentar-Promis meinte am Ende, jetzt sei der Hunger nach einem Whopper da. Da ist was dran, und das ist perfide. Denn nach 135 Minuten Burger-King-Doku bleibt am Ende etwas im Hirn haften, auch wenn zwischendurch mal Kritik geäußert wird. Am Ende sagt man sich: Man müsste man wieder hingehen.
Dabei hat Burger King in den vergangenen Jahren extrem stark nachgelassen. Durch das warmgehaltene Fleisch schmecken selbst frisch hergestellte Burger wie eingeschlafene Füße. Schlimmer wird es, wenn man etwas bekommt, was schon fertig in der Ablage lag. Seinen Glanz hat die Bude leider längst verloren.
Aber dennoch: Eine bessere Reklame konnte der Fastfood-Gigant von Sat.1 nicht bekommen.

Hits: 51

RTZapper

Die Subway-Falle – Falsche Versprechen des Sandwich-Giganten

Freitag, den 10. Februar 2017
Tags: , ,

MI 08.02.2017 | 20.15 Uhr | zdf info

Das machen Journalisten in Dokumentationen oder Reportagen ja immer gerne: Sie gehen zu einer Firmenzentrale, rufen da den Boss an und sind sehr ärgerlich, wenn er kein Gespräch will. Das soll dem Zuschauer sagen: Seht her, was für eine böse Firma, was für ein böser Chef. Aber ganz so doof ist der Zuschauer ja (meistens) nicht, und er sieht, dass es ja eigentlich völlig klar ist, dass das so läuft. Ohne Termin einfach mal irgendwohin zu rennen, bringt ja meistens nicht.

Auf zdf info lief am Mittwochabend eine Doku über den Fastfood-Giganten Subway. Da läuft nämlich offenbar einiges falsch, dafür hätte die dort agierende Journalistin auch nicht solche plakativen Aktionen starten müssen.
Der Film deckte auf, dass Subway extrem viel Geld macht – weniger mit den Sandwiches. Die Subway-Läden sind nämlich alles Franchise-Nehmer. Heißt: Subway betreibt sie nirgendwo selbst. Sondern Unternehmer kaufen die Lizenz und legen dann los. Und das lässt sich Subway, so die Doku, teuer bezahlen. Teurer als andere Fastfood-Giganten. Auch, wenn die Unternehmer daran zugrunde gehen. Und in Sachen Steuern – nun ja. Da bekleckert sich Subway auch nicht mit Ruhm.

Und das Image, dass Subway so gesund ist? Ist natürlich auch Unsinn. Der Fastfood-Gigant wirbt mit seinen kalorienarmen Speisen, dabei sind die meisten Sandwiches alles andere als schlankmachend.
Wobei man die Leute auch da für leicht blöd hält. Denn natürlich ist es so, dass nur die vegetarischen Sandwiches gut für die Figur sind. Dass andere Brote, andere Beläge, andere Soßen Kalorienbomben sind – mit ein bisschen Nachdenken kann man da auch alleine drauf kommen.

Auch bei Subway glänzt also nicht alles. Das Problem ist nur: Gerade wenn man an die Steuern und die unschönen Umstände der Lizenznehmer denkt – was soll man als Kunde machen? Boykottieren schädigt vor allem die Betreiber der Läden vor Ort. Aber welche Möglichkeiten hat man denn sonst als Kunde. Damit wird man als Zuschauer dann doch ein wenig alleine gelassen.
Aber vermutlich richtete sich die Doku aus Frankreich ja vor allem an potenzielle Interessenten, die einen Subway-Laden eröffnen wollten – mit der Botschaft: tut es nicht.

Hits: 132

RTelenovela

Rügen wird nach Thüringen verlegt

Freitag, den 10. Februar 2017
Tags: , ,

Im Kremmener Supermarkt habe ich nach Streichkäse gesucht, und da fiel mir der Rügener Badejunge auf. Den kenne ich bislang nur als Camembert. Und weil ich ja ein bekennender Rügen-Fan bin, wollte ich dem Produkt eine Chance geben. Also nahm ich den Kräuter-Frischkäse aus dem Regal und warf einen Blick auf die Verpackung.

Die Überraschung war groß – und ärgerlich.
Der Frichkäse unter der Marke “Rügener Badejunge” wird in Lumpzig-Hartha hergestellt, in der Käserei Altenburger Land. In Thüringen.
Ähmja.

Was ist da los? Wurde Thüringen auf die Insel Rügen verlegt? Oder Rügen nach Thüringen.
Oder möchte man den Rügen-Fan und Käse-Kunden einfach nur verarschen? Und ist so eine Irreführung eigentlich erlaubt?
Sie sollte die Kunden jedenfalls mindestens stutzig machen.
Wie es heißt, sei die Marke “Rügener Badejunge” schon lange verkauft worden, die Camembert kam trotzdem aus Bergen auf Rügen. Jetzt soll die Produktion aber bald nach Thüringen verlegt werden – und mit dem neuen Frischkäse scheint man schon mal angefangen zu haben.
Für mich gibt es jedenfalls keinen Grund, das zeug dann noch zu kaufen. Vor allem, wenn man mit einem Namen etwas suggeriert, was gar nicht ist.

Hits: 41

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Sister Act in Berlin

Freitag, den 10. Februar 2017
Tags: , ,

DI 07.02.2017 | Berlin, Theater des Westens

Erst am Sonntagnachmittag lief im ZDF “Sister Act” mit Whoopi Goldberg. Ich mag diesen Film sehr, und deshalb habe ich mir ihn seit längerem auch mal wieder angesehen.
Auch, weil ich Tickets für das gleichnamige Musical hatte, zwei Tage später in Berlin. Und klar, ich habe mich darauf gefreut.

“Sister Act” wird schon seit dem vergangenen Jahr im Berliner “Theater des Westens” aufgeführt, Ende Februar ist dort jedoch Schluss. Der Saal war am Dienstagabend auch nicht ausverkauft, aber gut gut gefüllt.

Die Story ist bekannt: Deloris van Cartier bekommt zufällig mit, wie in einem Nachtclub ihr Ex-Geliebter einen Mann umbringt. Nun ist sie in Gefahr. Die Polizei lässt sie in einem Kloster unterbringen, wo sie natürlich auffällt und bei der Oberin aneckt. Sie soll im furchtbar schlecht singenden Chor mitmachen – und wird schließlich dessen Leiterin.

Das Musical ist nett, aber das ist dann doch enttäuschend.
Ich habe erst im Nachhinein ein wenig etwas über das Musical gelesen. Hätte ich das vor dem Ticketkauf gemacht – ich hätte verzichtet. Denn das allergrößte Manko ist: Die Songs, die man aus dem Film kennt, werden im Musical nicht gesungen. Musikalisch hat es mit “Sister Act” rein gar nichts zu tun. Und das ist ärgerlich – fast muss man von Betrug sprechen.
Außerdem hat man ständig das Gefühl, einem Disney-Musical beizuwohnen. Und das ist auch kein Wunder, denn die (neue) Musik stammt von Alan Menken, der die Musik für viele Disney-Filme schrieb. Leider schrieb er für das Musical keinen wirklichen Ohrwurm, der hängen bleibt.
Hinzu kommt, dass die Story Längen hat, dass Nebensächlichkeiten und Nebenpersonen zu langen Einschüben und Liedern aufgeblasen werden.
Hauptdarstellerin Aisata Blackman kann toll singen, hat eine einnehmende Ausstrahlung – aber ihr Schauspiel ist leider mau. Man merkt, dass Deutsch nicht ihre Muttersprache ist, und so spricht sie leider relativ gestelzt und mit wenig Natürlichkeit.

Mehr als “nett” ist das Musical am Ende dann leider nicht. Und dass es mit dem Film musikalisch (immerhin als Musical!) nichts zu tun hat – also, eigentlich geht so was gar nicht.

Hits: 41