Tagesarchiv für 7. Februar 2017

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Zwei Jahrzehnte im Dienste der Jugend

Dienstag, den 7. Februar 2017
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Im Juli geht sie in Rente: Marlies Arian koordinierte 21 Jahre lang die Clubs in Oberkrämer

MAZ Oranienburg, 7.2.2017

Oberkrämer.
Einen ihrer Wünsche für junge Leute in Oberkrämer konnte sich Marlies Arian nicht erfüllen: „Einen Bus für die Jugendarbeit“, sagt sie. Vergangene Woche waren stattdessen sechs Privatautos im Einsatz, um alle angemeldeten Jugendlichen zum Ferienausflug nach Berlin zu bringen. „Schade, dass das mit dem Bus nicht geklappt hat.“ Zum 1. Juli beendet die Jugendkoordinatorin ihre Arbeit – die 62-Jährige geht in Rente. Die Ausschreibung für ihre Nachfolge läuft bereits. „Ich denke schon, dass es auch Zeit wird, zu gehen“, sagt sie. Vergangenes Jahr war sie längere Zeit krank. „Und jetzt können auch mal jüngere Leute ran.“

Vor 21 Jahren, 1996, hatte sie sich mit einem Konzept um die Jugendarbeit beworben. Davor war sie Gewerkschaftssekretärin, ABM-Kraft in der Kirchengemeinde und Jugendbetreuerin. In ihrem jetzigen Job war sie zuständig für die Jugendclubs in Oberkrämer, für die konzeptionelle Weiterentwicklung, für neue Projekte, aber auch für die Beratung von Eltern und natürlich der Kinder und Jugendlichen.

„Eigentlich sind die Kinder nicht so viel anders wie vor 20 Jahren. Sie sind gleich nett und gleich anstrengend“, sagt Marlies Arian. „Aber die Bedingungen um sie herum haben sich verändert.“ Die Interessen hätten sich ein wenig verschoben. „Wobei, wenn man alte Sachen oder Spiele rausholt, interessieren sie sich auch dafür.“
Durch WhatsApp seien die Betreuer heute viel näher an den jugendlichen dran wie früher. „Wir sehen, was los ist, welche Stimmung herrscht“, erzählt Marlies Arian. „Wir wurden netterweise in die entsprechenden WhatsApp-Gruppen aufgenommen.“ Wichtig sei ihr immer ein höflicher und respektvoller Umgang unter den Jugendlichen gegangen. Gewisse Rituale seien da unumstößlich.

Die Auslastung der Clubs sei unterschiedlich. „Die Jugendlichen sind ja gut versorgt, auch mit den Vereinen, der Feuerwehr und vor allem der Schule.“ Da sei es manchmal sehr ruhig, manchmal aber auch sehr voll in den Clubräumen. Letztlich herrsche aber an jedem Öffnungstag zum Beispiel in Vehlefanz ein Kommen und Gehen, sagt Marlies Arian. „Und wir Betreuer bilden ja auch aus, im Moment haben wir sechs Praktikanten, da sitzen wir auch in den Prüfungskommissionen.“ Die Jugendarbeit sei mehr als die bloße Betreuung der Besucher in den Clubs.

Zu den Höhepunkten ihrer Zeit in der Gemeinde zählt sie die Gründung von „Jofok 23“, der jungen Offensive für Oberkrämer, in der sich eine Gruppe Leute gefunden hat, die gemeinsam überlegen, was sie erreichen wollen. „Inzwischen ist leider der Faktor Zeit zum Problem geworden“, sagt Marlies Arian. Im Frühjahr ist eine Tour durch alle Ortsteile geplant. „Da kann jeder sein Dorf vorstellen und zeigen, welcher Ort ihm da am liebsten gefällt.“

Ob es eine Abschiedsfeier geben wird, steht noch nicht fest. „Ich bin kein Mensch, der sehr gern im Mittelpunkt steht“, sagt sie. Ideen für die Zeit nach dem 1. Juli hat die 62-Jährige aber schon: Sie möchte beim Sozialverbund VDK mitarbeiten und Menschen beraten. „Außerdem schreibe und zeichne ich gern und lese jeden Tag die Zeitung.“ Ihre verschiedenen Freundeskreise, die Kinder und Enkel wird sie dann auch noch öfter sehen.

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Traumfrau gesucht

Dienstag, den 7. Februar 2017

MO 06.02.2017 | 22.15 Uhr | RTL II

Dumm gelaufen für Dennis. Da reist er extra nach Russland, um endlich eine Frau kennen zu lernen vorgestellt zu bekommen. Er lässt sich dafür extra von RTL II begleiten, weil die das beim Fernsehen schon hinbekommen mit der Partnervermittlung. Und dann das. Da kommt eine Frau auf ihn zugelaufen, die, nun ja, wie ein Dorfmädchen wirkt, sagt Dennis. Dafür müsse er nicht nach Russland fliegen sagt er, so eine bekomme er auch Köln, sagt er.
Ich glaube nicht.
Dennis ist nämlich auch nicht gerade ein Adonis, bei dem bäuerlich wirkende Russinnen jubelnd in die Luft springen.

“Traumfrau gesucht” heißt die merkwürdige Dokusoap am Montagabend bei RTL II. Sie zeigt pro Folge drei Herren, die – warum auch immer, man kann sich das wirklich nicht erklären – nach Osteuropa reisen, um dort die Frau fürs Leben zu finden. Oder so ähnlich.
Weil die Russin aber nun mal da ist, müssen Dennis und si auch noch ein Kosmonautenmuseum besuchen.
Jetzt wird es ganz übel für Dennis: Er findet die Frau blöd und das Museum auch. Also läuft der willige, aber schwer enttäuschte Deutsche gelangweilt durchs Museum, um die Russin dann auch gleich abzuservieren. Passt halt nicht. Findet sie übrigens auch und ist froh, dass sie den Typen nicht weiter ertragen muss. und Dennis ist empört, was man ihm denn da vorgesetzt habe.
Äärrgh.

Walther sucht seine Traumfrau unterdessen in Budapest, bekommt eine Blonde vorgesetzt und, ähm, verliebt sich. Sie versteht zwar kein Wort, was er so faselt, aber es ist Liebe. Wirklich. Sie hofft ja immer noch, dass er nicht verrückt ist, sagt sie. Man kann es nur mit ihr gemeinsam hoffen.
Christian hat es unterdessen mit der hübschen Irina zu tun, und er mag, wie sie riecht und möchte immer wieder an ihr schnuppern.
Öhm. Ja.

Man könnte ja sagen: RTL II führt diese Menschen vor. Aber erstaunlicherweise macht RTL II das in “Traumfrau gesucht” nicht wirklich. Was diese Männer so unangenehm macht, das sind sie selbst. Wie sie sich verhalten. Wie sie meinen, was Liebe ist, und wie einfach das alles sein soll. Und was für ein Frauenbild sie haben.
Und überhaupt, wie man auf die Idee kommt, ein Fernsehteam dabei zusehen zu lassen, wie man extra nach Sonstwohin reisen muss, um endlich was fürs Herz (und südlich) zu finden.
Zutiefst unsympathisch, das Ganze.

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ORA aktuell

Fußball in Oranienburg: Potsdam besiegt Manchester

Dienstag, den 7. Februar 2017
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In einem Frauenfußball-Testspiel besiegte der Bundesligist Turbine Potsdam den Champions-League-Teilnehmer Manchester City mit 4:1.
Eigentlich sollte das Spiel in Velten stattfinden, dort war der Platz jedoch unbespielbar. Der OFC Eintracht sprang kurzfristig ein.

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