Tagesarchiv für 6. Februar 2017

RTZapper

Werbung: Apple

Montag, den 6. Februar 2017
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SO 05.02.2017 | 1.09 Uhr (Mo.) | Sat.1

Zu den Höhepunkten der Super-Bowl-Übertragungen in den USA gehören überraschenderweise auch die Werbepausen. Das heißt: So überraschend ist das gar nicht, denn die Football-Übertragungen hat meistens die höchste Einschaltquote des Jahres. Außerdem sind die Werbepausen kurz: Da schaltet kaum jemand um, die Aufmerksamkeit ist sehr hoch. Deshalb gibt sich die Werbewirtschaft an diesem Abend, in diesem Umfeld, ganz besonders viel Mühe.

Sogar in Deutschland wird im Vorfeld über die aufwendigen Spots berichtet – und das obwohl sie in Deutschland gar nicht zu sehen sind.

Aber immerhin: Auch die Werbeblöcke bei Sat.1 scheinen ausgelastet zu sein, und es sind für nächtliche Sendezeiten keine Billigspots.
Heraus stach ein Werbespot, der so vermutlich auch in den USA gelaufen sein könnte – von Apple. Ein Mann, der Wunderschuhe an hatte und damit auch an Fassaden und Fensterscheiben entlanglaufen konnte. Ein gut gemachter Spot, der überraschenderweise nicht für Schuhe warb, sondern für Telekommunikationstechnik.

Es wäre ja übrigens ein Gag, wenn weltweit bekannte Firmen ihre Spots auch in Deutschland buchen. Das würde die vielen Unterbrechungen auch hierzulande interessant machen.

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RTZapper

live ran – Football: Super Bowl 51

Montag, den 6. Februar 2017
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SO 05.02.2017 | 22.55 Uhr | Sat.1

Was für eine Sportnacht! Was für eine Spannung! Was für eine Dramatik!
In den USA ist der Super Bowl – das Finale der American-Football-Liga – das Top-Ereignis des Jahres. Großer Sport mit großen Emotionen – von Drama bis Jubel ist alles dabei. In diesem Jahr spielte New England gegen Atlanta. In der Halbzeitshow treten die ganz großen Stars auf – diesmal Lady Gaga.
Das Spiel ist – erstmals in der Super-Bowl-Geschichte – in einer Verlängerung entschieden worden. New England holte einen 3:28-Rückstand auf und gewann am Ende 34:28. Der blanke Wahnsinn!

Inzwischen herrscht auch in Deutschland ein größeres Football-Fieber, und das ist ProSiebenSat.1 zu verdanken. Der Super Bowl wird auch hierzulande schon immer irgendwo übertragen. Zwischenzeitlich nur verschlüsselt im Pay-TV, übertrugen das damalige DSF und einige Jahre Das Erste.
Sat.1 aber hat daraus ein Event gemacht – und überhaupt den Sport in Deutschland bekannter gemacht. Denn “jeden verdammten Sonntag” laufen die Spiele bei ProSieben Maxx und erreichen mittlerweile im Minisender mehr als eine halbe Million Zuschauer. Auch weil die Begleitung aufwendig gestaltet wird. Hinzu kommen gleich vier Kommentatoren, die deutlich hörbar Spaß an der Sache hatten.

Selbst wenn man die Regeln nicht hundertprozentig kennt – letztlich geht’s ja auch nur darum, den Ball in die eigene Endzone zu bugsieren – die Stimmung überträgt sich schnell nach Hause, und wenn ein Spieler plötzlich über das halbe Feld rennt und einen Touchdown erzielt, dann weiß auch der Laie: Das ist geil! Und wenn erst ganz am Ende entschieden wird, wer gewinnt: unfassbar!!
Kommt nicht oft vor: Aber gut gemacht, Sat.1! Und überhaupt: Was für ein Sport!

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RT im Kino

Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen

Montag, den 6. Februar 2017

1979 war “Timm Thaler” ist erste ZDF-Weihnachtsserie. Es ging um einen Jungen, der sein Lachen verkaufte. Fast 40 Jahre danach wird es Zeit für eine Kino-Verfilmung. Nach so langer Zeit kann man das machen.

Eigentlich ist das Leben des 12-jährigen Timm (Arved Friese) gar nicht so glücklich. Er führt mit seinem Vater (Bjarne Mädel) ein bescheidenes Leben, die Mutter ist schon tot. Tim hindert es nicht daran, zu lachen. Sein anstreckendes Lachen führt oft dazu, dass er auch seine Mitmenschen erheitert.
Dann aber stirbt auch sein Vater, und diese Trauer nutzt Baron Lefuet (Justus von Dohnányi) aus: Er kann nicht lachen und ist neidisch auf Timm. Er überredet ihn zu einem Vertrag: Wenn Timm ihm sein Lachen überlässt, wird er im Gegenzug jede Wette gewinnen – und beim Pferdewetten reich.
Aber ist Reichtum wirklich alles?

Das ist die entscheidende Frage, die dieser Film stellt. Andreas Dresen hat “Timm Thaler oder das verkaufte Lachen” neu verfilmt – und das richtig gut! Denn natürlich verändert sich Timm: Nicht nur, weil er nicht mehr lachen oder lächeln kann. Er gewinnt neue Freunde und verliert alte. Aber ihm geht doch viel verloren.
Dresen hat für seinen Film viele tolle Darsteller gewinnen können. Allen voran natürlich der junge Hauptdarsteller Arved Friese. Dessen Lachen wirkt zwar anfangs etwas aufgesetzt, aber das Nicht-Lachen spielt er ganz hervorragend. Einen Jungen, der an seinem “Geldglück” zu zerbrechen droht.
Justus von Dohnányi spielt den fiesen Baron, Charly Hübner einen Hotelpagen, der Timm dabei helfen will, wieder sein normales Leben zurück zu bekommen. Außerdem Nadja Uhl als Hotelchefin, Bjarne Mädel als Timms Vater, ganz herrlich Axel Prahl und Andreas Schmidt als Dämonhelfer und Harald Schmidt als Rennbahnsprecher. In einer kleinen Rolle ist auch Thomas Ohrner zu sehen, der 1979 den Serien-Timm-Thaler spielte. Ein schönes Element ist auch der Erzähler im Hintergrund – Joachim Król.
Für Kinder ist “Timm Thaler” ein sehr spannender Film. Dass ihm zum Ende hin ein wenig die Luft ausgeht und die Geschichte dann etwas langgezogen wird, fällt ihnen eventuell nicht so auf. Wichtig und gut ist aber, dass auch und gerade Erwachsene an diesem Film viel Spaß und Spannung haben werden.

Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen
D 2016, Regie: Andreas Dresen
Constantinfilm, 102 Minuten, ab 0
8/10

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