Tagesarchiv für 3. Februar 2017

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Eine Heimat für Leseratten

Freitag, den 3. Februar 2017
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Dagmar und Michael Pauels betreiben montags in Staffelde ehrenamtlich die Gemeindebibliothek im Bürgerzentrum

MAZ Oberhavel, 3.2.2017

Staffelde.
Die Bibliothek in Staffelde ist zwar nur 23 Quadratmeter groß, aber die Hauptsache ist doch: Staffelde hat eine Bibliothek. Die beiden Räume befinden sich im Bürgerzentrum im Wolfslaker Weg 2. Jeden Montag kümmern sich Dagmar Pauels (69) und ihr Mann Michael (71) um die Bestände und vor allem um die Menschen, die sich Bücher, CDs oder DVDs ausleihen.
80 feste Leser hat die Staffelder Leihbücherei, quer durch alle Altersgruppen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren, alle sind sie vertreten, wie Michael Pauels aus der Statistik ablesen kann. „Wir können auch Bücher zu den Leuten bringen“, sagt er. Die meisten Leser kommen aus Staffelde. „Wir würden uns wünschen, wenn auch Leser aus Flatow oder Groß-Ziethen zu uns kommen“, sagt Michael Pauels.

Auch wenn die Bibliothek im Kremmener Ortsteil ehrenamtlich betrieben wird – Dagmar Pauels bekommt nur eine kleine Aufwandsentschädigung – handelt es sich um eine offizielle Außenstelle der Kremmener und der Oranienburger Bibliothek. Deshalb haben die Leser dort auch Zugriff auf den gesamten Bestand im Landkreis – und das in Staffelde sogar kostenlos. Gebühren fallen nicht an, außer bei deutschlandweiten Recherchen. Jährlich 150 Euro stehen der Bücherei für Neuanschaffungen zur Verfügung. Das ist einerseits wenig. Andererseits lässt sich alles andere leihweise aus Oranienburg nach Staffelde bringen.

Die Einrichtung gibt es bereits seit rund 60 Jahren, wie die Pauels schätzen. Sie haben sie 2010 übernommen, und inzwischen kennen sie ihre Leser ganz gut: „Wir haben sehr viele Krimifans“, sagt Dagmar Pauels. „Wir versuchen immer das Neueste zu bekommen, was auf dem Markt ist.“ Gerade ist der neue Roman von Sebastian Fitzek der große Renner. Außerdem auch die Romane von Nele Neuhaus, die einige Romane unter ihrem Zweitnamen Nele Löwenberg geschrieben hat. Immer mehr im Trend ist Großschrift-Literatur für ältere Leser, aber auch die ganz Jungen kommen in Staffelde auf ihre Kosten – mit Bilderbüchern oder Kinderhörspielen.

Aber die Bücherei hat noch mehr zu bieten. Die Dorfbewohner bekommen dort den Abfallkalender der Awu sowie Gelbe Säcke. Auch der Gemeindebrief der evangelischen Kirche in Kremmen liegt dort aus. Aus dem Vorraum können sich Interessierte Broschüren mit Freizeittipps und anderen Informationen aus der Region mitnehmen.

Ein paar Jahre wollen die Pauels ihre ehrenamtliche Arbeit noch machen. „Weil es Spaß macht“, sagt er. „Man kommt unter Leute.“ 2004 erst sind sie von Berlin ins Dorf gezogen. Die Bücherei sei der perfekte Ort, um ins Gespräch zu kommen. „Ein größerer Raum, das wäre toll“, sagt Dagmar Pauels. Aber daran sei wohl eher nicht zu denken.

Geöffnet ist montags von 15 bis 18 Uhr im Wolfslaker Weg 2, Staffelde.

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ORA aktuell

Modegeschäft in Oranienburger City macht dicht

Freitag, den 3. Februar 2017
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Das Modegeschäft Nansen auf dem Oranienburger Boulevard schließt. Die Inhaberin Christa Wohlfarth wird in diesem Jahr 65 und wolle einen Gang zurückschalten, sagte sie dem Oranienburger Generalanzeiger. Wann der Laden schließt, geht aus dem Artikel nicht hervor.
Laut Woba gibt es derzeit noch keinen Interessenten für die Nachmiete.

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RTZapper

Busreise – Chinesen auf Europa-Tour

Freitag, den 3. Februar 2017
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MI 01.02.2017 | 20.15 Uhr | 3sat

Sechs Länder in zehn Tagen. Da bleibt eben keine Zeit, um in Paris aus dem Bus zu steigen, um den Eiffelturm anzusehen. Da muss man die Fotos eben aus dem fahrenden Bus machen. Schließlich geht es ja bald weiter ins nächste europäische Land, wo man dann auch die Highlights im schnellen Schnelldurchlauf sieht.

Wir machen uns ja immer mal gern lustig über die Chinesen, die in riesigen Gruppen plötzlich irgendwo auftauchen und Fotos knipsend durch die Gegend rennen.
Der ORF begleitete so eine Reisegruppe durch Europa. Die Doku “Busreise – Chinesen auf Europatour” lief am Mittwochabend bei 3sat. Berlin, Bayern, Österreich, Frankreich und so weiter. Im Eiltempo. So schnell kann man das alles gar nicht aufnehmen, da muss man eben Fotos machen.

Ganz freiwillig machen die Leute diese Mammut-Turbo-Touren nicht. Sie haben gerade mal zehn Tage Urlaub im Jahr, und diese zwei Wochen müssen genutzt werden. Dafür sparen die Geld und Zeit, da muss ins Programm eben so viel wie möglich reingestopft werden.
Im Gegenzug wundern sich die Asiaten darüber, wie viel Urlaub zum Beispiel die Franzosen haben. Und der reiseleiter erzählt davon, dass die Franzosen nur am Streiken seien oder Ferien haben. Ob das lustig sein soll oder einfach nur ein Stück weit rassistisch ist, sei mal dahingestellt.
An anderer Stelle kommen die Touristen nicht damit klar, dass Gurken im Supermarkt pro Stück bezahlt werden, dass wenn man zwei Gurken kauft, die zweite aber billiger ist. Ja, wer soll da durchsehen?

Irgendwie erinnerte ich mich an meinen China-Trip zurück. Da sind wir mit Flugzeug, Bus, Schiff und Bahn auch von einem Ort zum anderen gedüst, und überall, wo wir ankamen, sind wir in Großgruppen durchgelaufen und haben fotografiert. kam mir damals schon bekannt vor, diese Situation…

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