Tagesarchiv für 11. Januar 2017

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Bis zur Premiere ist noch viel zu tun

Mittwoch, den 11. Januar 2017
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“Zwischen/Welten” heißt das neue Musical von Michael Wudick aus Grüneberg

MAZ Oberhavel, 11.1.2017

Grüneberg.
Am Freitagabend ist Premiere, aber bis dahin ist noch viel Arbeit zu erledigen. Im Rheinsberger Schlosstheater wird zum ersten Mal das Musical „Zwischen/Welten“ aufgeführt. Seit vielen Wochen arbeiten Kinder und Jugendliche aus Rheinsberg und Umgebung daran, dass die Aufführungen ein Erfolg werden.
Geschrieben hat das Stück Michael Wudick. Es ist das zweite komplett selbst verfasste Kindermusical des 35-Jährigen aus Grüneberg. „Es geht um eine nahe Zukunft auf der Erde“, erzählt er. „Die Klimakatastrophe steht unmittelbar bevor.“ In dem Musical geht es darum, die Erde vor diesem Kollaps zu retten. Sogar eine Zeitmaschine kommt dabei zum Einsatz.

Einmal im Jahr findet das Musicalprojekt mit Rheinsberger und Neuruppiner Kindern statt, und bei den letztjährigen Proben kam Michael „Wudi“ Wudick auch die Idee zu seinem neuen Werk. „Die Botschaft ist natürlich: Jeder sollte mal über das Klima und die Verschmutzung der Erde nachdenken.“ Aber auch das Verhältnis der Generationen untereinander spielt eine Rolle in dem Stück. „Ich bin beim Schreiben sehr pedantisch, dass wirklich alle Fakten stimmen.“ Deshalb recherchiert er sehr viel, während er an so einem Musical arbeitet.

Ein gutes Jahr hat es gedauert, bis das Stück fertig war. Wobei: Wirklich fertig wird es erst ganz kurz vor der Premiere. Denn in dieser Woche gab es überhaupt erst die richtigen Durchlaufproben. Das ist eine anstrengende Woche für alle Beteiligten, „aber wenn man das fertige Stück am Ende sieht, ist das toll!“, sagt er.

Musik war schon immer das Hobby von Michael Wudick. Bereits am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium stand er bis zum Abitur 2000 oft bei Konzerten auf der Bühne. Er schrieb danach viele Songs für verschiedene Stücke und Musicals. In Rheinsberg macht er das vierte Mal bei einer Produktion mit. Sein erstes komplett selbst geschriebenes Stück „Lost and Found“, das 2014 Premiere hatte, konnte er an einen Verlag verkaufen.
Für die Produktion ist Michael Wudick nach Grüneberg zurück gekommen – dort lebt auch seine Familie, das ist seine Heimat. Nach dem Abitur studierte er in Potsdam, promovierte in Frankreich und arbeitete als Naturwissenschaftler in Lissabon. Jetzt ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der University of Maryland in College Park, ganz in der Nähe der US-Hauptstadt Washington. Er arbeitet dort als Molekularbiologe in einem Grundlagenforschungslabor und forscht an Pflanzen. Gerade erst hat er seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

Wenn er von der Musik leben könnte, wäre das vielleicht auch eine Option. Danach sieht es aber momentan nicht aus, so schätzt der 35-Jährige. Für einen Sänger in Portugal hat „Wudi“ für eine Fado-CD eine Melodie komponiert., und wenn nächstes Jahr das nächste Rheinsberger Projekt ansteht, wird er sicherlich auch wieder dabei sein. Es ist so etwas wie eine Herzensangelegenheit.

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RTelenovela

Störer im Straßenverkehr

Mittwoch, den 11. Januar 2017
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An dieser Stelle möchte ich mich entschuldigen. Manchmal ist es ja so, dass man im Straßenverkehr durch die bloße Anwesenheit andere Verkehrsteilnehmer stört.
Das ist mir innerhalb weniger Stunden zweimal in der Stralsunder Straße in Oranienburg passiert.

Da war zum Beispiel der junge Vater mit seinem Kind. Ich gebe zu: Fast hätte ich die beiden an der Fußgängerampel vor dem Bahnhof bei Grün überfahren. Also… Moment: Ich hatte Grün. Der Papa hatte eine rote Ampel, schien sich dafür aber nicht interessieren. Und dann komme ich daher und will mich erdreisten, doch tatsächlich bei Grün weiterzufahren. Ich weiß, das ist unverschämt, und schließlich muss das Kind ja schon früh erfahren, dass Ampeln so ziemlich wurscht sind.

Am späteren Abend. Ich will am Arbeitsamt in die Stralsunder Straße einbiegen, aber die Fahrbahn ist blockiert. Ein Auto steht auf der Gegenspur. Aber ich habe Verständnis für die leichte Orientierungslosigkeit, denn die Frontscheibe ist so beschlagen – da kann man einfach gar nicht sehen, wo man denn gerade hinfährt. Ich warte also ab, bis die Frau das Auto sehr umständlich auf die andere Seite lenkt. Ich kann einbiegen und sehe im Rückspiegel, wie das Auto seeehr langsam und immer noch ohne nennenswerte Sicht weiterrollt.

Für manche Widrigkeiten anderer Verkehrsteilnehmer muss man einfach Verständnis haben.

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RTZapper

Ein Mann klarer Worte – Zum Tode von Roman Herzog

Mittwoch, den 11. Januar 2017
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DI 10.01.2017 | 23.35 Uhr | Das Erste

Als Bundespräsident Roman Herzog 1999 abtrat, sei er der bis dahin beliebteste Bundespräsident gewesen. So heißt es in dem Beitrag “Ein Mann klarer Worte”, der zum Tode von Roman Herzog am Dienstagabend im Ersten gezeigt worden ist.
Beliebt, ja. Aber das muss irgendwie vorbei sein, denn einen besonderen Stellenwert scheint der Alt-Bundespräsident nicht mehr gehabt zu haben.

In den “Tagesthemen” war an diesem Abend alles wichtiger. Sogar die Fußball-WM 2016. Für Roman Herzog war dann noch kurz vor dem Wetterbericht Zeit.
Den Nachruf auf Herzog versendete die ARD um 23.35 Uhr, was auch nicht gerade für besondere Wertschätzung spricht – ein Ruck ging da jedenfalls nicht durch den Sender, als die Todesnachricht eintraf.

Bei anderen verstorbenen Politikern gab es stattdessen Programmunterbrechungen für Sonder-Nachrichtensendungen. Es gab Nachrufe um 20.15 Uhr – beim ehemals so beliebten Roman Herzog fuhr man dann doch lieber auf Sparflamme.

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