Tagesarchiv für 3. Januar 2017

RTZapper

Willkommen 2017

Dienstag, den 3. Januar 2017
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SA 31.12.2016 | 20.15 Uhr | ZDF

Die großen Silvestershows des ZDF vom Brandenburger Tor in Berlin standen ja noch nie für hohes Niveau. Dennoch sind sie ein schönes Begleitprogramm für die Hausparty. Erstens, weil man eben von Musik beschallt wird. Man sich zweitens gern auch mal darüber lustig machen kann, wer da alles dabei ist. Und weil man drittens immer informiert ist, wie lange es denn noch bis Mitternacht dauert.
“Willkommen 2017” begann, anders als in den Vorjahren schon um 20.15 Uhr statt erst um 21.45 Uhr. Diesmal war allerdings noch mehr anders.

Denn irgendwer beim ZDF hielt es für eine gute Idee, im ersten Teil der Sendung noch mal auf das zurückliegende Jahr zu blicken. Da standen dann plötzlich Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner in einem gläsernen Studio abseits der Partymeile und begrüßten Gäste, um zu plaudern.
Blöd nur, dass kaum jemand die “Willkommen”-Sendung einschaltet, um Plaudereien zu sehen. Oder ewig lange Rückblicke auf Olympia oder die Fußball-EM.
Für Live-Musik blieb da seltsam wenig Zeit übrig. Alle 20 Minuten gab es mal einen Musik-Act, wofür man wieder auf die Bühne am Brandenburger Tor schaltete.
Vermutlich haben die ZDF-Leute während ihrer eigenen Show bemerkt, dass das irgendwie doof ist, was sie da machen. Dass das neue Konzept so nicht funktioniert. Bei Twitter herrschte jedenfalls leichter Unfrieden über dieses merkwürdige Silvesterspektakel.

Erst im Laufe des Abends steigerte sich der Live-Musik-Anteil – wenn auch nicht zwingend das Niveau. Und warum bekommen das ZDF und die Veranstalter der Festmeile es immer noch nicht hin, die Mitternachtssekunde auch optisch irgendwie besonders zu machen. So stehen um 0 Uhr im ZDF auf der Bühne Leute rum, die sich zuprosten. Gelangweiltes neues Jahr.
Aber in der Hinsicht war Berlin ja schon immer posemuckelig.

Hits: 5

RTZapper

Rudis Tagesshow Extra

Dienstag, den 3. Januar 2017
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SA 31.12.2016 | 16.20 Uhr | NDR fernsehen

Miss Sophie und ihr Butler James beim Dinner. Ekel Alfred und sein Silvesterpunsch. Deutsche Fernsehtradition zum Jahresende. Es gibt aber eine weitere. Sie läuft immer am Silvesternachmittag im NDR: zwei Ausgaben von “Rudis Tagesshow Extra”.
“Rudis Tagesshow” war in den 80ern eine Nachrichtensatire im Ersten mit Rudi Carrell. Das, was später “Die Wochenshow” machte. Nachrichtenausschnitte wurden verwurstet und durch den Satirekakao gezogen, dazu gab es diverse Sketche. Darin spielte Carrell unter anderem mit Diether Krebs und Beatrice Richter.

Sehr viel später, als es die Show nicht mehr gab, sind zwei Silvester-Specials aufgezeichnet worden, in dem noch mal die Highlights liefen. Das erste Special moderierte mehr schlecht als recht der immer wieder durch den Kakao gezogene Norbert Blüm.
Das zweite Special, irgendwann in den frühen 2000ern moderierte Beatrice Richter. Sie mimte darin eine alternde Comedyfrau, die sich mehr und mehr besäuft, weil… ähm… keine Ahnung, warum. Weil es vielleicht lustig sein soll.

In einem dieser Moderationstexte, die sie da aufsagt, heißt es, dass sie, Frau Richter und ihre damaligen Kollegen, viel besser gewesen seien als die heutigen Comedians.
Das ist fast schon tragisch, weil Beatrice Richter in dieser “Rudis Tagesshow Extra”-Sendung zeigt, wie lausig sie spielt und wie traurig Comedy sein kann.
Es ist immer noch lustig zu sehen, wie sich Carrell und Richter in einem Sketch bei einem Orkan Spaghetti an einen Restauranttisch liefern lassen und wie sie versuchen, die zu verspeisen. Viele der Ausschnitte sind inzwischen rund 35 Jahre alt und machen immer noch Spaß – aber die später gespielten Zwischenstücke sind mehr als verzichtbar. Und wenn darin Beatrice Richter auch noch über heutige Comedians lästert, ist das tragisch.

Hits: 7

RTelenovela

Poel

Dienstag, den 3. Januar 2017
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Es ist ja nun wirklich kein Geheimnis, dass Rügen meine deutsche Lieblingsinsel und mein Rückzugsort ist.
Zu unserem Wismar-Trip gehörte aber auch ein Ausflug auf die Insel Poel. Sie liegt in der Wismarer Bucht, und eine der Strandorte dort ist Timmendorf und da der Ortsteil Timmendorf-Strand.

Wer dort zum Wasser möchte, muss sein Auto am Ortsrand parken. Was aber kein Problem ist, denn bis zum Hafen ist es keinen Kilometer zu Fuß.
In den großen Ostseebädern ist der 30. Dezember Teil der Hochsaison. Auf Poel und in Timmendorf-Strand hält sich der Andrang in Grenzen, und vermutlich ist es genau das, was die Poel-Besucher daran so schätzen.
Ausgesprochen wird die Insel übrigens “Pöhl”, wer da etwas von “Po-el” faselt, wird Spott, Häme oder Ablehnung ernten.

Am Hafen liegen im Sommer viele Boote, habe ich mir sagen lassen, direkt daneben beginnt ein ausgedehnter Strand. Im Sommer ist das sicherlich nett.
Aber natürlich reicht das alles an die Rügener Ostseebäder bei weitem nicht heran. Ich brauche eher eine Mischung aus Ruhe und Trubel – Poel steht vermutlich eher für die Ruhe.

Hits: 4