Monatsarchiv für Januar 2017

RTelenovela

Die Raucherschneise

Dienstag, den 31. Januar 2017
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Wenn es nach mir ginge, könnte man Zigaretten gern ganz verbieten. Denn merkwürdig ist das ja schon: Wenn irgendwo im Fleisch oder Gemüse auch nur ein Hauch von gesundheitsgefährdendem Wasweißich steckt, dann ist der Aufschrei groß. Zigaretten dürfen weiterverkauft werden – auch sie auch immer teurer werden.
Und es geht ja nicht nur um die Gesundheit. Es geht auch um den Dreck.

Wer mal aufmerksam durch die Oranienburger Mittelstraße läuft, der wird staunen. Es gibt Zonen, da liegen Dutzende, wenn nicht gar Hunderte Zigarettenstummel auf der Straße, am Bordstein, auf dem Gehweg.
Vor der Versicherung und vor dem Friseur ist das Bild am verheerendsten. Vor der Zeitungsredaktion ist auch ein kleiner Brennpunkt, kommt aber an den anderen Bereich bei weitem nicht heran.
Ein regelrechter Zigarettenteppich.
Da frage ich mich natürlich, ob den Rauchern der Müll nicht selbst auffällt. Und ob sie das schön finden, so viel Dreck zu hinterlassen.
Aber vielleicht hilft es ja, Mülleimer aufzustellen. Nein, nicht durch die Stadt, sondern von den Firmen, die sich da befinden.

RTZapper

Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!: Das große Finale 2017

Dienstag, den 31. Januar 2017
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SA 28.01.2017 | 22.15 Uhr | RTL

Eigentlich sehen wir nur einen Mann am Lagerfeuer sitzen. Er sagt kaum was. Aber er ist aufgeregt. Minutenlang schauen wir nur ihm zu. Und obwohl gar nicht so viel passiert, ist es ein sehr spannender Augenblick.
Wir sehen Marc Terenzi, der soeben erfahren hat, dass er Dschungelkönig 2017 geworden ist. Einige Minuten lässt man ihn mit dieser Nachricht allein. Er kann es nicht fassen, bleibt aber ruhig.
Es ist ein Stück Menschenkunde, die man in der Nacht zu Sonntag bei RTL live beobachten konnte. Wie reagieren Menschen, die sich seit langem mal wieder auf einem Karriere-Hoch befinden (ja, es nur nur der Dschungel-Titel, aber davor hat Terenzi ja lange keinerlei wahre Erfolge gehabt). Ross Antony und Joey Heindle reagierten einst sehr viel emotionaler, aber das ist ja das Spannende: zu sehen, wie unterschiedlich die Menschen sind.

Staffel 11 von “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” ist Geschichte. Marc Terenzi geht als Dschungelkönig in Ordnung, er war oft der Schiedsrichter im Camp, der Mann, der versuchte auszugleichen.
Dabei hatte ich eine heimliche Favoritin: Kader Loth war schon in vielen Reality-Formaten, deshalb wusste sie, worauf sie sich einließ. Aber im Dschungel ist eben alles anders, und irgendwann fallen die Masken. Und plötzlich wurde aus der abgehoben, oft arrogant wirkenden, leicht blöden Tante eine andere: Bodenständig ist sie. Sie weiß, wie die Branche tickt. Sie erzählte, wie sie sich Geld dazu verdient, dass sie einen Nicht-Medien-Job hat und ziemlich genau weiß, was geht und was nicht. Und dass Emotionen in ihr schlummern und raus wollten.
Für Kader Loth war diese Show sicherlich imagefördernd. Meine Dschungelkönigin 2017.

aRTikel

Marwitz: Trauer um Albrecht Seeburg

Montag, den 30. Januar 2017
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Ortsvorsteher ist gestorben

MAZ Oberhavel, 30.1.2017

Marwitz.
Trauer in Oberkrämer: Der Marwitzer Ortsvorsteher Albrecht Seeburg ist am Freitag im Oranienburger Krankenhaus gestorben. Er wurde 79 Jahre alt.
Seeburg gehörte zu den Mitbegründern der „Bürger für Oberkrämer“, war auch beteiligt an der Gründung des Amtes Oberkrämer. Lange war er zunächst Bürgermeister, dann Ortsvorsteher in Marwitz. Bis zum Schluss war er Mitglied der Gemeindevertreterversammlung, noch am vergangenen Montagabend saß er im Bauausschuss.
Während der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr am Sonnabend in Bärenklau ist schweigend an ihn gedacht worden.

„Das ist eine ganz traurige Nachricht“, sagte Peter Leys, der Bürgermeister von Oberkrämer. „Wir haben ein ganz besonderes Verhältnis gehabt.“ Leys und Seeburg kannten sich seit den 80ern. „Nach der Wende hat er immer die Geschicke in Marwitz gelenkt, und das hat er sehr gut gemacht.“ Er habe seine Eigenheiten gehabt, so Leys weiter. „Aber er hat immer dafür gesorgt, dass alles top in Ordnung ist.“

„Er ist jeden Sonntag mit dem Rad durch das Dorf gefahren, und sah nach, ob alles in Ordnung ist“, erinnert sich David Ostwald von der Marwitzer Feuerwehr. „Er hat was gesehen und sofort reagiert. Wenn man ein Problem hatte, konnte man immer zu ihm gehen, er hatte ein offenes Ohr für uns.“

Auch Erika Kaatsch, die Ortsvorsteherin von Vehlefanz, trauert. „Wir hatten sehr engen Kontakt“, sagte sie. „Er war ein aufrichtiger, ehrlich zuverlässiger Mitstreiter.“ Sie hätten hin und wieder auch Meinungsverschiedenheiten gehabt. „Er war ein harter Knochen, aber er hatte einen weichen Kern“, sagt Erika Kaatsch. „Ich verliere einen richtig guten Freund und politischen Mitstreiter.“

David Ostwald nennt Albrecht Seeburg ein echtes Urgestein. „Wer in Marwitz wohnt und Albrecht Seeburg nicht kennt, ist kein richtiger Marwitzer.“

RTZapper

Die Puppenstars: Staffel 2

Montag, den 30. Januar 2017
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FR 27.01.2017 | 20.15 Uhr | RTL

Manchmal ist man bei RTL doch noch lernfähig. Am Freitagabend startete die 2. Staffel der “Puppenstars”. Dort können sich Puppenspieler mit ihren verschiedensten Arten der Kunst vorstellen.
Das ist eine schöne Sache, und auch dass es diese 2. Staffel gibt. Als die ersten Shows im Januar 2016 liefen, ab es Kritik: Dass man sich nicht auf die Emotionen verließ, die die Aufführungen mit sich brachten. Dass man den Zuschauern in Zwischenschnitten extra sagen musste, dass etwas toll war. Und die vielen Schnitte aufs Publikum.

Die Macher der Show haben sich offenbar viel zu Herzen genommen, denn der Auftakt zu Staffel 2 war in diesem Punkt spürbar anders. Diesmal konzentrierte sich die Regie sehr viel mehr auf das Bühnengeschehen, und das kann nur gut sein. Denn die Leute und die Puppen auf der Bühne – auf die kommt es schließlich an. Was letztes Jahr nervte, gab es dieses Jahr kaum noch. Ganz drauf wollte man zwar nicht verzichten, und die giggelnde Jury wird immer mal wieder reingeschnitten. Aber dennoch: Lob!

Was aber macht die Künstler aber zu Puppenstars? So machten Ronja und Mathis auf der Bühne Projektionstheater. Sie lagen tanzend auf dem Bühnenboden, durch die Projektion entstand aber etwas ganz Neues draus. Toll und atemberaubend. Nur leider ohne Puppen.
Diesen Umstand räumt man übrigens auch auf den Show-Begleitseiten auf rtl.de ein – warum sie trotzdem Puppenstars sein sollen, wird aber auch dort nicht erklärt.

Auch könnte die Jury hier und da etwas strenger sein. Gaby Köster ist an einigen Stellen die einzige, die auch mal “nein” zu einer Nummer sagt.
So hatte der Comedian Thomas Nicolai zwar eine Puppe dabei, aber eigentlich waren seine eigenen Parodien der Hauptpunkt in seiner Aufführung – vermutlich eher Werbung fürs eigene Bühnenprogramm. Er bekam dennoch zwei der drei möglichen Weiterkommen-Sterne.
Wie ja überhaupt immer mal wieder die Sinnfrage in Sachen Jury gestellt wird. Immerhin werden ja in diese Sendung offenbar keine Nichtskönner gelassen.
Aber andererseits: Irgendeinen Spannungsbogen braucht ja jede Sendung, und der Wettbewerbscharakter macht’s im Finale ja dann auch ein wenig spannender.

ORA aktuell

Aus für die Alte Fleischerei in Oranienburg

Sonntag, den 29. Januar 2017
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Die Alte Fleischerei in der Rungestraße in Oranienburg steht vor dem Aus. Das berichtet der Oranienburger Generalanzeiger.
Das Gelände soll verkauft werden. Möglicherweise werden die darauf stehenden Gebäude abgerissen und für Wohnungsbau genutzt.
Das Restaurant schließt im Mai, der Nachtclub wohl erst 2018.
Betreiber Dirk Arndt will den Club aus gesundheitlichen und Altersgründen aufgeben. Wie es heißt, werde ein Nachfolger keine Konzession mehr für einen Club bekommen, weil die Stadtverwaltung den Standort für ungeeignet hält. Das Gelände werde als Bauland angeboten.

KeineWochenShow

#4 – Cannabis und Broiler. Ist ein Arzt da?

Sonntag, den 29. Januar 2017
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Die Zuschauerzahl ist zwar wieder ein bisschen nach unten gegangen, aber 251 Klicks sind immer noch sehr gut. Wir konnten also voll motiviert an die 4. Folge von “KeineWochenShow” rangehen.

Diesmal habe ich ausnahmsweise mal ein Bier mitgebracht – von der Grünen Woche. Und es ist was ganz Feines – und hat mit Cannabis zu tun. Dabei zeigte sich, dass heute komplett ausgetauschte Rollen herrschen.
Wir sprechen außérdem über den außergewöhnlichen Run auf Oranienburger Broiler.
Der CD-Tipp ist diesmal eine Radiocomedy, und das Buch eine Musiker-Biografie – von den Ärzten.

Auch Reaktionen gab es wieder. Zum Beispiel die Frage, ob wir denn den Witz der Woche einführen. Die Antwort ist schlicht: nein.

Auf Youtube: KeineWochenShow #4

RT im Kino

Mein Blind Date mit dem Leben

Samstag, den 28. Januar 2017

Plötzlich bemerkt er einen Fleck im Sichtfeld. Alles verschwimmt, und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Durch einen Augenfehler wird Saliya (Kostja Ullmann) fast blind. Ihm bleiben 5 Prozent Sehkraft, und selbst die wenige Sehkraft ist verschwommen.
Aber er will sich durchbeißen. Abi. Lehre. Alles das will er schaffen.
Schnell merkt er, dass er zwar nicht mehr sehen, dafür sich aber extrem viel merken kann. So schafft er tatsächlich das Abi. Aber eine Lehrstelle im Hotelgewerbe findet er nicht. Also muss er tricksen und seine Behinderung verschweigen.
Er bekommt so seine Lehrstelle, aber natürlich ist eine extrem schwierig zu vertuschen, dass er so gut wie nichts sieht.

Saliya erlebt “Mein Blind Date mit dem Leben”. Das bezieht sich natürlich auf sein Leben selbst – auf seinen Werdegang, auf die Schwierigkeiten seiner Lehre. Aber auch darauf, dass es viele Leute gibt, die ihm helfen. Dass er Freunde wie Max (Jacon Matschenz) findet. Und irgendwann auch um seine Liebe kämpft. Und damit sich als fast blind zu outen.
Die Geschichte des Films basiert auf die Erlebnisse von Saliya Kahawatte, der auch das Buch für diese Dramödie schrieb.
Der Film lebt stark von seinen sympathischen Darstellern. Kostja Ullmann musste sich in den fast blinden Mann reinversetzen, und das gelingt ihm auch recht gut. Heimlicher Star ist aber einmal mehr Jacob Matschenz, der durch seine natürlich-fröhliche Art große Akzente setzt. In weiteren Rollen zu sehen sind Anna-Maria Mühle, Alexander Held und Johann von Bülow.
Akzente hätte Regisseur Marc Rothemund übrigens auch ein paar mehr setzen können. Eine sehr schöne Idee ist es, dem Zuschauer ab und zu zu zeigen, was Saliya eigentlich sieht – was es bedeutet, die Sehfähigkeit zu verlieren. Ansonsten aber ist die Inszenierung eher herkömmlich, harmlos-nett. Mehr Pfiff hätte dem Ganzen gut getan.

Mein Blind Date mit dem Leben
D 2016, Regie: Marc Rothemund
Studiocanal, 111 Minuten, ab 0
6/10