Tagesarchiv für 14. Dezember 2016

RT im Kino

Florence Foster Jenkins

Mittwoch, den 14. Dezember 2016
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Das typische Castingshow-Phänomen: Da kommt jemand und beginnt zu singen, und der Kandidat ist wahnsinnig mies. Und bekommt das von Dieter Bohlen auch so gesagt. Aber der Kandidat denkt, er singe unfassbar gut. auch weil man ihm das immer so gesagt hat, und nun ist er total entsetzt, dass er angeblich schlecht sein soll. Und hält Dieter Bohlen für unfähig – nicht sich selbst.
So eine war wohl Florence Foster Jenkins.

New York, 1944: Florence (Meryl Streep) entdeckt das Singen für sich, und sie beschließt, damit aufzutreten. Wenn sie singt, klingt das ganz furchtbar, aber niemand wagt ihr das zu sagen. Im Gegenteil: Ihr Mann St Clair (Hugh Grant) unterstützt sie in ihrem Vorhaben. Und überhört scheinbar, dass ihr Stimme… nun ja. Oder steht einfach aus Liebe hinter ihr. Der junge Pianist Cosme McMoon (Simon Helberg) soll Florence unterstützen, aber er zweifelt: Ist es sinnvoll, die Frau auftreten zu lassen – und dann auch noch in der berühmten Carnegie Hall?

“Florence Foster Jenkins” erzählt die wahre Geschichte einer Frau, die sich einen Traum erfüllen will. Und scheinbar in einer Blase lebt. Sie hört ihre Stimme auf wunderbare Weise – aber eben nur sie.
Der Film von Stephen Frears ist ein sehenswertes Biopic, das zwar ohne große Überraschungen auskommt, aber durch die schauspielerischen Leistungen auffällt. Da ist natürlich Meryl Streep, sie spielt toll und singt herrlich falsch. Wenn sie loslegt, dann ist das ebenso lustig wie schlimm – für die Ohren. Großartig ist aber auch Simon Helberg. Mit hervorragender Mimik und Gestik spielt er den jungen Pianisten zwischen Belustigung, Entsetzen und Zweifel.
Letztere kommen tatsächlich auf, da man sich als Zuschauer natürlich fragt, warum man Florence auf die Bühne lässt, obwohl man weiß, dass es nicht gut ist. Aber ihr Mann hat während des Films eine Antwort darauf.
Dieses Biopic ist ein Musikfilm, über den man ausnahmsweise sagen kann: Die Musik ist gruselig. Der Film nicht.

Florence Foster Jenkins
USA 2016, Regie: Stephen Frears
Constantinfilm, 110 Minuten, ab 0
7/10

Hits: 24

RTZapper

Justin Bieber feat. Mariah Carey: All I want for Christmas is you

Mittwoch, den 14. Dezember 2016
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MO 12.12.2016 | 4.08 Uhr (Di.) | MTV

Mariah Carey singt “All I want for Christmas is you”. Ein junger Weihnachtssong-Klassiker. In der Nacht zum Dienstag lief der Videoclip auf MTV. Aber irgendwas war anders: Denn immer wieder lief Justin Bieber durchs Bild und durfte ab und zu auch mal singen.
Niedlich.

Eigentlich dachte ich, der Clip ist neu, und das Bieberchen musste sich irgendwie bei Mariah einkratzen, um bei der breiten Masse mal wieder einen Hit zu landen – und nicht nur bei den jungen Mädchen.
Aber es ist alles ganz anders: Der Clip ist schon von 2011. Und nicht Justin musste sich einkratzen, sondern Mariah.
Mariah Carey ist nur featuring. Der Song ist eigentlich von Justin Bieber und Mariah Carey nur Beiwerk.
Dabei dominiert Careys Gesang auch weiterhin diesen eigentlich tollen Song, und Justin ist das Beiwerk. Aber vermutlich dachten sich damals die jungen Bieber-Fans: Wer ist denn die alte Tante da im Videoclip? Aber da hat Frau Carey sicherlich locker drüber gestanden…

Hits: 29

RTelenovela

25 Strophen vom Himmel hoch an deiner Krippen

Mittwoch, den 14. Dezember 2016
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Seit 2008 treffen wir uns zu Weihnachten oder im Advent in Hennigsdorf zum Weihnachtsliedersingen. Das ist eine wunderschöne Sache, auch weil wir immer wieder feststellen, was es doch für schöne, deutsche Weihnachtslieder gibt.
“Sind die Lichter angezündet” zum Beispiel ist wegen der hohen Stimme nicht ganz leicht zu singen, aber die Melodie ist toll. Oder: “Vorfreude, schönste Freude”. Alles Lieder, die wegen “Last Christmas” und Co. kaum noch Gehör finden.
Aber so saßen wir drei Stunden auf der Veranda und sangen – begleitet von einer Gitarre und einem Klavier.

An zwei Lieder in unserem Heftchen trauen wir uns aber eher selten ran. Das eine ist “Vom Himmel hoch”. Es hat 15 Strophen. Fünfzehn. Das Lied ist schön, aber es hat – erwähnte ich das schon? – 15 Strophen. 2008 haben wir tatsächlich alle gesungen – und dann meines Wissens nach nie wieder. Dann immer nur ein paar, 2010 zum Beispiel. Doch jetzt sind wir den harten Gesangsweg wieder mal gegangen, und zwischendurch mussten wir uns Mut zusprechen (“Bergfest” – “Noch 3 Strophen!” – “Finale!”).

Und es gibt ein zweites Lied, das ein echter Brocken ist: “Ich steh’ an deiner Krippen hier”. Davon stehen zehn Strophen in unserem Liederbuch – aber ich habe gerade bei Wikipedia gelesen, dass es auch 15 Strophen hat, in der ursprünglichen Form.
Ich mag dieses Lied sehr, es wird ja auch immer Heiligabend in der Kirche gesungen. Es ist recht anspruchsvoll, am Ende der Strophen fast schon dramatisch. Nach den 15 Himmelsstrophen gab es dann also noch zehn Krippenstrophen. Am Ende gaben wir uns selbst einen Applaus.

Hits: 22

ORA aktuell

200. Bombe wird in Oranienburg entschärft

Mittwoch, den 14. Dezember 2016

An der Oranienburger Lehnitzstraße soll am Mittwoch eine Bombe entschärft werden.Es ist die vierte von vermutlich insgesamt sechs Blindgänger auf dem Gewerbegrundstück Nummer 73. Sie ist 250 Kilogramm schwer und liegt in 7 Metern Tiefe.
Der Sperrkreis mit einem Kilometer Umfang soll um 8 Uhr geschlossen werden. Betroffen sind auch Schulen, Kitas und eine Klinik.

Es ist die 200. Bombe, die seit 1991 gefunden worden ist, etwa 300 weitere Blindgänger werden noch in der Oranienburger Erde vermutet. Fünf Bomben sind seit der DDR-Zeit in der Stadt von selbst detoniert.

Hits: 24