Tagesarchiv für 10. Dezember 2016

RTelenovela

Bitte nicht unterbrechen!

Samstag, den 10. Dezember 2016
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Manche Menschen sind sehr wichtig. Die wollen und können den Kontakt mit anderen wichtigen Menschen einfach nicht abbrechen lassen.
Am Freitagnachmittag stellte sich bei Lidl in Oranienburg ein Mann an die Schlange an der Kasse an. Er hatte sein Handy am Ohr und telefonierte. Er telefonierte auch, als er seine paar Waren aufs Band legte. Er telefonierte auch, als er dran war und die Frau an der Kasse seine Waren über den Scanner zog. Er telefonierte auch, als er bezahlte. Er telefonierte auch, als er den Laden verließ.
Für die Frau an der Kasse hatte er keine Worte übrig. Sie rief ihm trotzdem einen “Schönen Tag” hinterher. Sie meinte es aber nicht so.

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RTZapper

Gute Nacht! Die Show vorm Einschlafen

Samstag, den 10. Dezember 2016
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FR 09.12.2016 | 0.05 Uhr (Sa.) | NDR fernsehen

Normalerweise geht der typische Freitagabend-NDR-Zuschauer ja direkt nach der “NDR Talk Show” in die Falle. Doch jetzt kommt noch der Sandmann, und der heißt Wigald Boning!

Das ist doch mal eine schöne Idee. Nachts um 0.05 Uhr sendet der NDR eine Show zum, äh, vorm Einschlafen. 45 Minuten lang reden alle übers Pennen. Kann man also schon wunderbar vom Bett aus verfolgen.
Wobei: Bett und Fernsehen? Das wäre ja ganz falsch, erklärte uns ein Wissenschaftler. Man sollte die ganze Technik aus dem Schlafzimmer fern halten. Fernseher raus, Handy raus!
Ob man aber noch gut schlafen kann, wenn uns Onkel Jürgen Drews erzählt, dass er nachts mit im T-Shirt pennt und nichts drunter trägt (will man das eigentlich so genau wissen?), dann ist es vermutlich vorbei mit dem Gut-einschlafen.

Man hat nichts verpasst, wenn man Bonings “Gute Nacht!”-Show nicht sieht. Aber seine Talkshow im Bett ist immerhin ein nettes Einerlei. Gute Nacht!

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RT liest

Brittany Cavallaro: Holmes & ich – Die Morde von Sharringford

Samstag, den 10. Dezember 2016

Sherlock Holmes und Dr. Watson sind und bleiben sehr angesagt. Gerade erst hat der Audio-Verlag eine moderne und sehr spannende fünfteilige Hörspielserie veröffentlicht. Nun folgt der dtv mit einer neuen Romanreihe – und einer neuen Grundidee, um der Serie einen neuen Impuls zu geben. Jamie Watson und Charlotte Holmes sind Jugendliche. Sie lernen auf einem Elite-Internat an der Ostküste der USA. Grundsätzlich ist dieser Ansatz gelungen. Aber…

Jamie Watson ist neu auf dem Internat. Er kommt eigentlich aus London. Dort trifft er sehr bald auf Charlotte, und es ist die junge Frau, von der er schon lange geträumt hat. Weil er schon von ihr gehört hat – und weil es ja sowieso sehr lange Verbindungen zu den Watsons gibt. Immerhin ist sie eine Nachfahrin des legendären Sherlock Holmes.
Als dann ein Mord passiert, sind Sherlock und Watson die Hauptverdächtigen. Das lassen sie nicht auf sich sitzen und beginnen mit den Ermittlungen.

Besonders im ersten Drittel macht es richtig viel Spaß, die Geschichte zu lesen. Brittany Cavallaro (Übersetzung: Anja Galic) schreibt flüssig und frech. Man merkt regelrecht den frischen Wind, der durch die alte Story weht. Als dann der Mord passiert, kommt noch das Spannungselement hinzu.
Allerdings: Die Autorin schreibt dann doch sehr ausschweifend. Die Geschichte hätte dringend eine Kürzung gebrauchen können, denn im letzten Drittel geht dem Ganzen dann doch ein wenig die Luft aus, und das ist ein wenig enttäuschend. Denn der Ansatz ist toll.

Brittany Cavallaro: Holmes & ich – Die Morde von Sharringford
dtv, 368 Seiten
6/10

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ORA aktuell

Oranienburger Waffenladen soll verschwinden

Samstag, den 10. Dezember 2016

Dem Umbau des Oranienburger Bahnhofskomplexes könnten weitere Geschäfte zum Opfer fallen. Klar ist, dass ein Imbiss und ein Motorradladen der neuen großen Bushaltestelle weichen sollen.
Aber auch der Komplex mit dem Waffenladen, der Fahrschule und einem Bistro könnten in etwa zwei Jahren abgerissen werden. Der Pachtvertrag ist seitens der Stadt Oranienburg nicht verlängert worden. Das berichtet der Oranienburger Generalanzeiger.
Der Fahrschulbetreiber hat dagegen eine Onlinepetition gestartet. Zwar stehen in der Stralsunder Straße Läden leer, doch für einen Waffenladen seien speziellere Sicherheitsmaßnahmen notwendig.

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