Monatsarchiv für Dezember 2016

ORA aktuell

Oranienburger Bürgermeisterwahl: Laesicke will antreten

Samstag, den 31. Dezember 2016
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Alexander Laesicke will bei der Bürgermeisterwahl 2017 in Oranienburg als Einzelbewerber antreten. Der 37-Jährige ist der Sohn von Amtsinhaber Hans-Joachim Laesicke, der aus Altersgründen nicht mehr antreten will.

Von 1998 bis 2008 saß er schon mal in der Stadtverordnetenversammlung. Er war schon in der SPD und bei den Grünen.
Er will neue Akzente setzen, das Thema der Bombenberäumungen neu aufrollen. Die Stadt soll für die Zukunft gestärkt werden, insbesondere auf dem Gebiet der Wirtschaft.

Um wirklich antreten zu können, braucht er 72 Unterstützerunterschiften.

Für die SPD tritt Jennifer Collin an, für die CDU Kerstin Kausche, für die Linke Enrico Rossius, für die Grünen Heiner Klemp.

RT liest

Bücher 2016

Samstag, den 31. Dezember 2016

Die Bücherliste 2016 umfasst 65 Bücher.

TOP 10:
1. Rita Falk: Hannes
2. Dave Eggers: Der Circle
3. Katharina Peters: Bernsteinmord
4. Anne Holt: Schattenkind
5. Adriana Popescu: Ewig und eins
6. Joachim Meyerhoff: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
7. Thomas Nesch: Die Kreuzfahrt mit der Asche meines verdammten Vaters
8. Sarah Darer Littman: Die Welt wär besser ohne dich
9. Hansen Hoepner / Paul Hoepner: Zwei um die Welt
10. Thomas Brussig: Das gibt’s in keinem Russenfilm

FLOP 5:
65. Jonathan Franzen: Unschuld
64. Tommy Jaud: Überman
63. Thomas Raab: Gedanken unter der Dusche – Verrückte Ideen, geniale Einfälle und philosophische Einsichten
62. Nis-Momme Stockmann: Der Fuchs
61. Ben Lerner: 22:04

RT im Kino

Kino 2016

Samstag, den 31. Dezember 2016

Die Kino-Hitliste des Jahres 2016 umfasst diesmal 78 Filme.
Bis Platz 42 haben die Filme mindestens eine 7/10-Bewertung, allerdings gibt es in diesem Jahr keine 10/10-Wertung, dafür aber sieben 9/10-Bewertungen.

1. Raum
2. 24 Wochen
3. Die Mitte der Welt
4. Das kalte Herz
5. Tschick
6. Ein Hologramm für den König
7. SMS für dich

8. Sing Street
9. Unter dem Sand
10. The Danish Girl
11. Birnenkuchen mit Lavendel
12. Rico, Oscar und der Diebstahlstein
13. Deadpool
14. Creed – Rocky’s Legacy
15. Money Monster
16. Fado
17. The big Short
18. Frühstück bei Monsieur Henri
19. Zoomania
20. Conjuring 2
21. Arrival
22. Zeit für Legenden
23. Florence Foster Jenkins
24. Eddie the Eagle – Alles ist möglich
25. Willkommen bei den Hartmanns
26. Colonia Dignidad
27. Erschütternde Wahrheit
28. Ein ganzes halbes Jahr
29. Wie Männer über Frauen reden
30. Sully
31. Spotlight
32. Office Christmas Party
33. Das Tagebuch der Anne Frank
34. Everybody wants some!!
35. Now you see me 2
36. Verrückt nach Fixi
37. Conni & Co.
38. Dirty Grandpa
39. London has fallen
40. Tschiller: Off Duty
41. Findet Dorie
42. Vor ihren Augen

43. Der geilste Tag
44. Mike and Dave need Wedding Dates
45. Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs
46. The Revenant – Der Rückkehrer
47. Pets
48. Star Trek: Beyond
49. Sing
50. Lights out
51. Jason Bourne
52. Der Moment der Wahrheit
53. Sibylle
54. Sisters
55. The Boy
56. Anomalisa
57. Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten
58. Nichts passiert
59. Whiskey Tango Foxtrot
60. Inferno
61. 10 Cloverfield Lane
62. StadtLandLiebe
63. Indepence Day: Wiederkehr
64. Burg Schreckenstein
65. Bad Neighbors 2
66. The Lady in the Van
67. Ice Ige: Kollision voraus!
68. Mother’s Day – Liebe ist kein Kinderspiel
69. Seitenwechsel
70. Snowden
71. Angry Birds – Der Film
72. Im Himmel trägt man hohe Schuhe
73. Antonio, ihm schmeckt’s nicht
74. My big fat greek Wedding 2
75. Joy – Alles außer gewöhnlich
76. The Boss

FLOPS:
78. Hail, Caesar!
77. Wild

RTelenovela

2016

Samstag, den 31. Dezember 2016
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DIE BESTE PARTY
800 Jahre Oranienburg – Der Festumzug

DAS BESTE KONZERT
Underworld in Berlin

DER BESTE SONG
Stereoact feat. Kerstin Ott: Die immer lacht
außerdem:
Sportfreunde Stiller: Sturm und Stille
Stereoact: Guten Morgen, Sonnenschein
Frans: If I were sorry
Underworld: Low Burn
Price Damien: Glücksmoment
Alma: Karma

DAS BESTE ALBUM
Sportfreunde Stiller – Sturm und Stille
außerdem
Underworld – Barbara Barbara, we face a shining Future

DER BESTE FILM
Raum
außerdem:
24 Wochen
Die Mitte der Welt

DER SCHLECHTESTE FILM
Hail, Caesar!
außerdem:
Wild
The Boss

BESTE TV-SENDUNG
Kessler ist… Hugo Egon Balder, ZDF
außerdem:
Sido in the Box, ProSieben
Terror – Ihr Urteil, Das Erste
OGOT – Old Guys on Tour, Tele 5
Ninja Warrior Germany, RTL

SCHLECHTESTE TV-SENDUNG
Match Factor, ProSieben
außerdem:
Netz-O-Rama, Comedy Central
Sarah & Pietro – Die ganze Wahrheit, RTL II
In Touch – Stars. Styles. Stories., RTL II
Slow TV auf Tele 5: Boccia Boccia, Tele 5

BESTER RADIOSENDER
radioeins. Was sonst?

BESTES BUCH
Rita Falk: Hannes
außerdem:
Dave Eggers: Der Circle
Katharina Peters: Bernsteinmord

BESTER AUGENBLICK
Die Premiere des “RT Zapper”-Buches in Kremmen

SCHLECHTESTER AUGENBLICK
Wenn dir gezeigt wird: Sei dir deiner Zukunft hier bloß nicht so sicher!

RTZapper

Das war 2016!

Samstag, den 31. Dezember 2016
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Was war das für 1 Jahr???!!!!11!!
Die Welt wird immer verrückter. Nein, eigentlich sind es die Menschen, die immer irrer werden. Die sich gegenseitig anstacheln, die nur noch ihre eigenen Wahrheiten akzeptieren, alles andere als Lüge abtun. Die immer und überall Verschwörungen wittern und nicht mal mehr offiziellen Mitteilungen der Polizei glauben.
Stattdessen wird immer mehr als gefühlte Wahrheiten gesetzt. Was ich fühle, wie ich etwas empfinde, ist auch ein Fakt. Wir leben im postfaktischen Zeitalter, und das ist auch das Wort des Jahres. Eigentlich ja eher das Unwort.

RT Deutsch zum Beispiel. Das russische Auslandsfernsehen sei reine Propaganda, sagen die einen. Das sei alles die Wahrheit, und nur dort gebe es sie, sagen die anderen. Als in Berlin angeblich ein Asylbewerber eine junge Russlanddeutsche entführt und vergewaltigt, kocht die Volksseele, angestachelt auch durch Berichte von RT Deutsch. Dass das Mädchen die Schule geschwänzt und der Mann ihr Freund war – irgendwann hat es schlicht keinen der Demonstrierenden mehr interessiert.
Es sind nämlich nicht nur von Gefühlen geprägte Kommentare, die verbreitet werden – sondern auch Fakenews, Nachrichten, die schlicht ausgedacht, die eine Lüge sind. Da werden Politiker Worte in den Mund gelegt, die sie nie gesagt haben. Oder Gerüchte über angebliche Taten von Ausländern gegenüber Deutschen, die so nie stattfanden.
So haben EU-Gegner den Brexit in Großbritannien erreicht, dass die Wähler für den Austritt des Königreiches aus der EU stimmen, hatten wenige für möglich gehalten. So hat es Donald Trump in den USA geschafft, Präsident zu werden. Gefühle statt Fakten. Irgendwelche Zahlen statt echtem Inhalt.
Oder eben irgendwas daher gelabert. So macht das Mario Barth. In New York sendete er live auf Facebook und wunderte sich, dass zwar über Anti-Trump-Demo berichtet werde, er aber keine sehe. Dass es am Tage war und die Straße, an der er stand, gesperrt – na ja, das hat Mario ja nicht wissen können.
Facebook, Twitter und Co. werden aufgefordert, etwas gegen die Verbreitung solcher Fakenews zu unternehmen. Darüber wird 2017 noch zu reden sein.

Ganz unschuldig sind die Medien aber nicht, dass man ihnen nicht glaubt. Als in der Neujahrsnacht rund um den Kölner Hauptbahnhof hunderte Männer Frauen begrapschen und Passanten berauben, dauerte es Tage, bis umfassend berichtet worden ist. Der WDR sendete um Mitternacht sogar live aus der Domregion – da hat man das offenbar nicht mitbekommen. Beim ZDF war selbst am 4. Januar, als alle anderen endlich berichteten, noch nichts dazu zu sehen. Man bat um Verzeihung. Im Laufe des Jahres ist dann aber recherchiert worden: Dass es sich vorwiegend um Täter aus Nordafrika handelt. Dass die Polizei haarsträubend unterbesetzt war, dass Fehlentscheidungen getroffen und in einer ersten Pressemitteilung beschönigt worden ist.

Es war kein schönes Jahr. Terror, Unglücke, Todesfälle.
Und immer startet die Breaking-News-Maschine. Ein Zwischenfall in Berlin? Da darf gern mal schwadroniert und vermutet werden – immer mit der Betonung, man wolle nichts vermuten. Amoklauf in München? Da zeigt man bei RTL schon mal, wie Leichen abtransportiert werden und live hinter dem Reporter, wie Polizisten mit Waffen auf Passanten zielen. Auch der Teilzeitnachrichtensender N24 ist da ganz weit vorn mit bei.
Und immer wieder der Vorwurf an ARD und ZDF, es werde in solchen Fällen zu spät reagiert. Nach dem Zugunglück in Bayern ging der BR erst nach Stunden auf Sendung, nach dem Berliner Zwischenfall das ZDF erst nach fast zwei Stunden.

Und dann immer wieder die Empörungswellen, die durch Deutschland rollen.
Letzter Platz beim Eurovision Song Contest? Empörung! Keiner hat uns lieb! Alles Fake! Und überhaupt! Dass unser Song mies war, zieht keiner in Betracht – obwohl er in den deutschen Charts auch unterbelichtet war. Na ja, diese Fakten halt.
Die Sache mit dem Nachbarn Boateng. AfD-Mann Alexander Gauland habe gesagt, keiner wolle, dass Boateng sein Nachbar sei. Mag er so gesagt haben, er meinte aber wohl eher, dass viele Deutsche erst mal schlucken würden, wenn ein Dunkelhäutiger nebenan einziehen würde. Dennoch: Empörung! Aber eher eine geheuchelte, weil nicht weiter nachgedacht, sondern nur auf einen Satz Bezug genommen wurde, aber nicht auf den Kontext.
Fußball-Bundestrainer Jogi Löw kratzt sich während eines EM-Spiels an den Eiern und riecht dann an seiner Hand. Groooße Aufregung! Viele Berichte und Artikel, als ob wir keine anderen Sorgen haben.
Diskuswerfer Christoph Harting gewinnt Gold bei Olympia und erdreistet sich, bei der Hymne nicht ernsthaft zu sein. Empörung! Wie kann er nur so respektlos sein!! Meine Güte.
Und so weiter.

Da geht es schon mal fast unter, wenn Journalisten etwas enthüllen – die Panamapapers. Es ging um Briefkastenfirmen in Panama und um Geldwäsche von Unternehmen und Promis. Da wird ein großes Ding aufgedeckt, es ist das, was die Menschen fordern: diese Art des Enthüllungsjournalismus. Zwei Abende lang ist das ein Thema, dann verpufft es schon wieder. Empörung? Hält sich in Grenzen.
Oder wenn Jan Böhmermann in seiner zdf_neo-Show “Neo Magazin Royale” aufdeckt, wie die Leute in der RTL-Dokusoap “Schwiegertochter gesucht” arbeiten, wie sie die Teilnehmer und Zuschauer veralbern. Kurze Aufregung und gleich wieder verpufft. Quasi ohne Folgen.

Apropos Böhmermann: Nach einer “extra 3″-Satire über den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan legte er in seiner Show noch einen drauf. Er wolle mal zeigen, was denn ein Schmähgedicht sei und wie es klingen müsse: und trug eines vor. Und wieder: groooooße Aufregung. Das ZDF löschte vorsichtshalber die Passage aus der Mediathek, in der Wiederholung lief die Show verkürzt. Erdogan forderte eine Strafe, die Bundesregierung gab den Fall zur Ermittlung frei. Böhmermann zog sich einige Wochen zurück. Am Ende siegte dennoch die Satirefreiheit. Zumal viele Kritiker schlicht den Kontext des Gedichtes ausblendeten. Dass Böhmermann Aufsehen erregen wird, ahnte er wohl, dass das Aufsehen so groß wird – inklusive Berichte in “Tagesschau” und Co., das ahnte er sicher nicht.

Aber zwischendurch waren die Deutschen sowieso mit, ähm, wichtigeren Dingen beschäftigt: dass sich Sarah und Pietro getrennt haben. Weshalb RTL II das auch ordentlich ausschlachtete. Dass Babette von Kienlin (Einstmann) zum zweiten Mal in ihrer ZDF-”Drehscheibe” zusammengebrochen ist. Dass irgendwo irgendwelche Horrorclowns aufgetreten sind.
Oder dass sich Til Schweiger unfassbar toll findet. Sein Nick Tschiller im “Tatort” sei der beste Krimi, der je im Fernsehen lief, und jeder Kritiker habe keine Ahnung, so schrieb er auf Facebook. Von Fernsehgeschichte war da die Rede. Nun ja.

Einer hat keine Lust mehr auf den Zirkus: Im Herbst hing Tobias Schlegl seinen Fernsehjob an den Nagel – um sich zum Notfallsanitäter umschulen zu lassen.
Auch Jürgen Domian will nicht mehr – jedenfalls nicht Nacht für Nacht im 1LIVE-Studio sitzen. Nach 22 Jahren endet seine Call-in-Show “Domian”. Sie wird schwerstens vermisst.

Viele werden am Ende des Jahres vermisst. Sehr viele Promis – sehr viele Musiker sind 2016 gestorben.
George Michael ist tot, ebenso Prince und David Bowie. Leonard Cohen und Roger Cicero. Achim Mentzel und Ekki Göpelt. Außerdem “Trio”-Schlagzeuger Peter Behrens und Manfred Durban von den Flippers. Der Publizist Roger Willemsen, die Politiker Guido Westerwelle, Hans-Dietrich Genscher, Lothar Späth, Peter Hintze, Jutta Limbach, Hildegard Hamm-Brücher, Henning Voscherau und Walter Scheel. In Kuba Fidel Castro. Der Produzent Wolfgang Rademann. Die Schauspieler Götz George, Manfred Krug, Uwe Friedrichsen, Alan Rickman, Bud Spencer, Maja Maranow, Gisela May, Hans Korte, Hilmar Thate, Karl-Heinz von Hassel und Peter Lustig. Die Moderatorinnen Erika Berger und Miriam Pielhau, die Journalisten Günter-Peter Ploog und Jana Thiel, Tamme Hanken, Schriftsteller Umberto Eco, Synchronsprecher Arne Elsholtz, Comiczeichner Lothar Draeger, DDR-Regimefrau Morgot Honecker und der Boxer Muhammad Ali.

Drei Fernsehsender haben sich auch verabschiedet: Der Social-Media-Sender joiz ist erst verkauft worden, dann ging er in Insolvenz, das Studio ließ der Besitzer schon mal ausräumen – ein Musiksender sollte daraus werden. Am Ende zog man den Stecker. einsplus und zdf.kultur gibt es auch nicht mehr. Dafür aber das ARD/ZDF-Jugendangebot Funk – allerdings nur im Internet.
Und was ist mit Servus TV? Erst ließ Besitzer und Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz verkünden, er mache den Sender zum Jahresende dicht. Zu Hohe Kosten. Und von der Gründung eines Betriebsrates war die Rede. Nur einen Tag später hieß es: Es geht doch weiter. Und dann: Servus TV beendet die Ausstrahlung in Deutschland. Und dann: doch nicht, alles geht weiter. Ein Hü und Hott.

Was war sonst so?
Der Deutsche Fernsehpreis ist nun eine rumpelige Gala in den Düsseldorfer Rheinterrassen. Eine öde Party.
Harald Schmidt ist auch noch da – in grausamen Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen – und auf dem Traumschiff.
Weibliche Fußball-Kommentatorinnen wollen einige deutsche Männer nicht haben: Als Claudia Neumann im ZDF ein Herren-EM-Spiel kommentiert, wird im Internet fies gepöbelt. Wo doch angeblich nur Asylbewerber nicht gut mit ihren Frauen umgehen. Wobei, sorry, im Fußball gelten natürlich andere Regeln.
RTL hat einen neuen Ableger: RTLplus. Noch mehr Sendeflächen für Gerichtsshow-Resterampen.
Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis teilen ihr Leben mit den RTL-II-Zuschauern: Hochzeit und Heiligabend live. Puh.
Auch puh, aber anders: Als Jörg Draeger, Frederic Meißner, Björn-Hergen Schmipf und Harry Wijnvoord den Jakobsweg liefen, entstand daraus die 12-teilige Dokureihe “OGOT” bei Tele 5. Slow-TV vom feinsten. Ein kleines TV-Highlight.
Sehr sehenswert war auch “Terror – Ihr Urteil”. Der Film bestand nur aus einer Gerichtsverhandlung um den Abschluss eines Flugzeuges, das von Terroristen entführt worden ist, und am Ende konnte das Fernsehvolk abstimmen. Ein spannendes Experiment, und immerhin ist das auch einen Tag diskutiert worden.
Olympia in Rio. Das letzte Mal bei ARD und ZDF – nun übernimmt Eurosport.
Als an einem Sonntag morgens um kurz vor halb 7 im ZDF der Horrorfilm “Halloween – Nacht des Grauens” statt Kinderfernsehen läuft, fragen ein paar Leute via Twitter mal nach. Erst da fällt den ZDF-Leuten was auf. Ups.

Da ist man schon mal aufgeregt. Und bei all dem Neuen blickt sowieso keiner mehr durch. Deshalb kommen nun auch viele Sendungen von damals wieder. Für die guten Gefühle. Oder so. Das “Glücksrad” ist wieder da. “Herzblatt”, das “Familien-Duell”, “Jeopardy!”, “Ruck Zuck”, “Akte X”, “Der heiße Stuhl” und – da haben wir ja wirklich drauf gewartet: “Tutti Frutti”.
Mal sehen, wer oder was 2017 alles zurückkommt. Und ob wir uns alle ein bisschen abregen. So ganz allgemein.
Guten Rutsch.

RT im Kino

Seitenwechsel

Freitag, den 30. Dezember 2016

Alex (Wotan Wilke Möhring) ist Fußballtrainer. Seine Frau Teresa (Mina Tander) ist Psychologin. Seit 15 Jahren sind sie verheiratet, und man könnte sagen: Es lief schon mal besser. Sie streiten fast nur noch, und das Ganze steht kurz vor dem Ende.
Doch plötzlich gibt es den ganz großen Knall, denn eines Morgens wachen die beiden auf, und alles ist anders: Alex steckt im Körper seiner Frau, Teresa im Körper ihres Mannes.
Das bringt Probleme mit sich: Denn Teresa muss nun den coolen Trainer geben. Aber erstens hat sie von Fußball keine Ahnung, und sie muss sich ständig beherrschen, nicht die jungen Kerle anzumachen. Alex muss sich dafür plötzlich mit den Psychofällen seiner Frau abgeben.

Alles schon mal da gewesen, nur die Variation ist eine leicht andere. Ansonsten bietet “Seitenwechsel” von Regisseurin Vivian Naefe das schon bekannte Männer-Frauen-Verwechslungsspiel. Nur dass sie in diesem Film niemand wirklich verkleiden muss. Dennoch muss Wotan Wilke Möhring die Frau geben – sie bewegen wie sie, sprechen wie sie, handeln wie sie. Und andersrum Mina Tander.
Das funktioniert natürlich nicht ohne Klischees, und manchmal ist das immerhin zum Schmunzeln. Im Großen und Ganzen bleibt die Geschichte aber inhaltlich eher blass, auch wenn es im Laufe der Zeit natürlich auch darum geht, Klischees aufzubrechen.
Der große Wurf ist es nicht geworden.

Seitenwechsel
D 2016, Regie: Vivian Naefe
Warner, 101 Minuten, ab 12
5/10

RTelenovela

Von wegen Öffnungszeiten

Donnerstag, den 29. Dezember 2016
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Ich kann das ja verstehen: Heiligabend arbeiten zu müssen, ist doof. Da möchte man so schnell wie möglich nach Hause.
Doof ist aber auch, wenn man noch schnell ein schon vorbestelltes Medikament aus der Apotheke abholen will – und der Laden schon geschlossen ist.
Dabei wollte ich auf Nummer sicher gehen: Ich schaute im Internet nach, wann die Apotheke im Oranienburger Zentrum Heiligabend geöffnet hat. Abweichungen zum normalen Sonnabend waren nicht angegeben, bis 12.30 Uhr sollte geöffnet sein.

Heiligabend, 12.20 Uhr. Alles dicht, alles dunkel. Es muss schon länger geschlossen sein. Kein Zettel. Nichts.
Da war ich dann doch sauer.
Als ich dann am Dienstag – nachdem ich einen Tag das Medikament aussetzen musste – meine Bestellung abholen konnte, fragte ich dann doch mal nach.
Und die Frau hinterm Tresen: Wann waren Sie da? Hm, das ist aber seltsam, aber da kann ich Ihnen auch nicht helfen, da muss ich mal nachfragen.
Dabei ist die Antwort vermutlich einfach: Weil keiner mehr kam, ist sehr viel früher dichtgemacht worden.
Ich kann’s verstehen, wie gesagt.
Trotzdem doof.