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Busse: Ab 2. Januar voll für die Stadt da

Wahlsieger gibt seinen bisherigen Job auf – Helmut Glanzer kann ins Parlament nachrücken

MAZ Oranienburg, 29.11.2016

Kremmen.
Tag 1 nach der Bürgermeisterentscheidung. „Mir geht es super“, sagte Sebastian Busse am Montagnachmittag. Am Vortrag haben ihn 56,9 Prozent der Kremmener, die zur Wahl gegangen sind, zum künftigen Rathauschef gemacht.
„Ich war bis kurz nach Mitternacht auf dem Spargelhof“, erzählt der 37-Jährige. „Ich war aber nicht der Letzte, der ging.“ Das bestätigt auch Malte Voigts, der Geschäftsführer des Spargelhofes. „Bis ungefähr halb eins ging die Party.“ Sie sei recht ausgelassen gewesen, später am Abend gab es noch Live-Musik von einem Gitarrenspieler. „Das war der absolute Wahnsinn, wie in einem Konzertsaal“, so Sebastian Busse.

Gestern hatten er und seine Familie frei. Währenddessen entfernten Freunde des künftigen Bürgermeisters schon die Wahlplakate, die in Kremmen und den Ortsteilen hingen. „Und ich werde mich mit meinem Auto befassen und es von den Schriften befreien“, so Busse weiter. Die Wahlkampf-Aufkleber kommen weg. „Damit ist jetzt Schluss.“
Auch erst gestern hatte der Wahlsieger Zeit, sich mit den vielen Handynachrichten zu befassen. Unzählige SMS- und WhatsApp-Nachrichten hatte er bekommen – darunter von Noch-Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse und vom Zweitplatzierten Eckhard Koop.

Noch bis Ende des Jahres wird Sebastian Busse in seinem bisherigen Job weiterarbeiten. Er ist Werkstoffprüfer, hat ein Büro in Kremmen. „Ab 2. Januar bin ich dann voll für die Stadt da“, sagte Sebastian Busse am Montag. Schon vor der Wahl hatte er angekündigt, hospitieren zu wollen, sich überall einzuarbeiten. Dafür hat er drei Monate lang Zeit, die Amtsübergabe ist rund um den 1. April 2017. Dann werden an anderer Stelle zwei Plätze frei: in der Stadtverordnetenversammlung und der Posten als Staffelder Ortsvorsteher.

Nachrücker in der CDU-Fraktion des Stadtparlamentes ist Helmut Glanzer. Der 68-Jährige aus Staffelde bestätigte das. Ob er aber tatsächlich nachrückt und noch mal Stadtverordneter werden will, das habe er noch nicht entschieden, sagte er. „Ich überlege noch. Ich bin ja eigentlich Rentner und wollte in der Hinsicht nichts mehr machen.“ Er wolle jetzt mal ein paar Tage drüber schlafen – und er hat ja noch ein wenig Zeit. Er wolle seine Entscheidung rechtzeitig bekannt geben.

Auch der Posten des Ortsvorstehers in Staffelde wird vakant, wenn Sebastian Busse Bürgermeister wird. Helmut Glanzer ist sein Stellvertreter, und er war vor Busse schon mal Dorfchef. „Ich denke, da sollte die Jugend ran“, sagte Helmut Glanzer. So gehört auch Heino Hornemann als dritter Mann zum Ortsbeirat. Glanzer schlägt vor, dass er den Job übernehmen solle. „Aber da werden wir uns erst mal ganz in Ruhe hinsetzen und beraten“, ergänzte er. Zunächst überwiege auch bei ihm die Freude über Busses Wahlsieg.

„Ich bin 68, Busse ist 37, und mit 68 denkt man anders als mit 37“, sagt der Staffelder. „Junge Leute haben andere Ideen. Ich denke, damit beginnt in Kremmen eine neue Epoche.“ Man müsse Busse aber auch Zeit geben, sich einzuarbeiten.
Schon nach dem ersten Wahlgang hatte Klaus-Jürgen Sasse (SPD) angekündigt, dass der 20. März 2017 sein letzter Arbeitstag sei.

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