Tagesarchiv für 21. November 2016

RTZapper

phoenix vor Ort: Merkels Kandidatur

Montag, den 21. November 2016
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SO 20.11.2016 | 18.15 Uhr | phoenix

Immer wieder ist sie gefragt worden: Wird Angela Merkel auch 2017 wieder für die CDU als Kanzlerkandidatin antreten?
Am Sonntagabend gab sie die Antwort: ja. Sie wird.

phoenix übertrug die Pressekonferenz live, und auch die Fragen der Journalisten im Anschluss an das Merkel-Statement. Aber manchmal fasst man sich an den Kopf: Nun hat Merkel Ja zu 2017 gesagt, und schon wollte eine Journalistin wissen, wie sie denn eigentlich aus diesem Hamsterrad rauskomme und wie das denn im Jahr 2021 aussehe.
Klar, Merkel konnte dazu nichts sagen, sie merkte nur an, dass ja auch niemand wisse, ob die fragende Journalistin dann noch an Bord sei. Blöde Frage gut gekontert.

RTelenovela

Rügen 2016 (17): Baabe im November – tot

Montag, den 21. November 2016
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(16) -> 20.11.2016

Wer im November auf die Insel Rügen fährt, der weiß: Es ist sehr viel weniger los als im Sommer. Und eigentlich ist das ja auch gut so. Wer seine Ruhe machen möchte, der sollte tatsächlich im Spätherbst auf die Insel fahren.
Wenn ich im November nach Rügen fahre, dann unterscheidet sich dieser Urlaub auch deutlich von denen im Frühjahr und Sommer. Jetzt, im November, stehen Schlafen und Wellness eher ganz oben – und natürlich am Strand spazieren gehen.

Und dennoch – manchmal erschrecke ich. Als ich am Freitagnachmittag durch Binz und die dortige Hauptstraße spazierte, waren dort zwar weniger Menschen unterwegs als zur Hochsaison. Tot war Binz war nicht.
Anders als Baabe. Baabe ist ja immer ein eher verschlafenes Ostseebad. Im Herbst aber, da ist Baabe: tot.
Am Sonnabendnachmittag spazierte ich zu meinem Lieblingsbuchladen, der anders als in den Vorjahren auch im Herbst drei Tage pro Woche geöffnet hat. Aber lohnen tut sich das offenbar nicht. Es verirren sich kaum Leute in die Gegend rund um das immer noch tote “Inselparadies”. Alle anderen Läden in der dortigen Zeile sind dicht – Herbstpause.

Am Abend wollte ich in Baabe was essen gehen. Aber die meisten Restaurants in der Strandstraße sind im November geschlossen. Einerseits kann ich das verstehen – wenn es sich nicht lohnt, macht man lieber Pause. Baabe wirkt so aber einfach nur verlassen.
Immerhin fand ich ein Restaurant, das an ein Hotel angeschlossen ist und wo es auch einige leckere Dinge gab. Aber am Ende saß ich dort auch alleine rum. Irgendwie traurig für einen Sonnabendabend.

ORA aktuell

Schlägerei an Oranienburger Star-Tankstelle

Montag, den 21. November 2016

Drei Männer schlugen am Mittwochabend in Oranienburg auf einen 27-Jährigen ein. Die Polizei rückte mit zwei Streifenwagen in die Berliner Straße zur Star-Tankstelle an.
Warum es zur Schlägerei kam, ist unklar. Der 27-Jährige wurde verletzt und musste behandelt werden.

RT liest

Till Kraemer: Pornojahre – Sex, Ruhm und die geilste Zeit meines Lebens. Geschichten aus dem Leben eines Pornostars

Montag, den 21. November 2016
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Über dieses Buch etwas zu schreiben, ist schwierig. Schwierig deshalb, weil die Versuchung extrem groß ist, sich über den Autor lustig zu machen. Weil er in seinem Buch über seine Pornokarriere und sein Leben lauter Dinge schreibt, die ihn alles andere als sympathisch erscheinen lassen. Dabei ist Till Kraemer gar nicht so unsympathisch. Wenn man sich diverse jugendfreie Interviews mit ihm auf Youtube ansieht, dann kommt er ganz locker-lustig-nett rüber. Kann er nur leider in seinem Buch nicht umsetzen, und man muss sich fragen, ob da nicht mal ein Lektor hätte ab und zu nachhaken oder sanft umsteuern hätte können.

Till Kraemer erzählt über seine Pornojahre. Er hat gern Sex und teilt das auch hin und wieder in seinem Buch mit. Und weil er so gern Sex hat, ging er ins Pornobusiness. In aller Kürze ausgedrückt.
Der Verlag verspricht auf dem Buchcover 33 Geschichten aus dem ganz normalen Wahnsinn Porno.
Im Grunde stimmt das nicht, das Buch hat schlicht 33 Kapitel, und in einigen erzählt Till Kraemer auch persönliche Dinge, es sind jedenfalls keine 33 Pornogeschichten.
Da fragt man sich allerdings manchmal… nun ja. Zumindest macht die Story den Eindruck, als hätte er nichts Vernünftiges gelernt, und eine weitere Schauspielkarriere ist ihm auch nicht vergönnt. Zudem wirkt er zunächst vollkommen beziehungsunfähig, und ein Macho ist er an vielen Stellen auch noch.
Es gibt schlicht viele Stellen in diesem Buch, da wird einem ziemlich unwohl. Nicht, weil man zu prüde ist, um einige Porno-Dreh-Beschreibungen huijuijui zu finden, wann Kraemer auch außerhalb der Drehs Sex hatte und sich irgendwelche Damen über sein Gemächt hermachten, sondern weil der Autor einen extrem labilen Eindruck macht. Mehrmals schreibt er davon, dass er sich umbringen wolle. Scheinbar einfach so, denn seine Beweggründe äußert er nicht – beziehungsweise, die, die er äußert, sind lächerlich.

Ansonsten kommt das Buch leider recht billig daher. Jedes Kapitel ziert ein Foto des Autos. Mal lächelnd, mal lächeln und mal lächelnd, mal auch leicht erotisch guckend – ein bisschen langweilig, selbst fürs Cover reichte es nur für ein ungünstig ausgeschnittenes Schwarz-weiß-Foto. Die Gestaltung wirkt wie in den 80ern
Till Kraemer gibt immerhin tatsächlich einige interessante Einblicke ins Business, aber das Persönliche – das möchjhte man eigentlich nicht so genau wissen.

Till Kraemer: Pornojahre – Sex, Ruhm und die geilste Zeit meines Lebens. Geschichten aus dem Leben eines Pornostars
Schwarzkopf & Schwarzkopf, 271 Seiten
4/10