Tagesarchiv für 19. November 2016

ORA aktuell

Oranienburger OSZ bekommt neue Schulleiterin

Samstag, den 19. November 2016
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Ulrike Neumann wird im Februar 2017 neue Leiterin des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums. Das berichtet der Oranienburger Generalanzeiger. Neumann ist bereits am OSZ tätig.
Ihr Vorgänger Dieter Starke ist seit einem Jahr Bildungsdezernent in Oberhavel.

RTZapper

OTTO live! Holdrio again

Samstag, den 19. November 2016
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FR 18.11.2016 | 21.55 Uhr | RTL

Die alten Otto-Kassetten, die irgendwo bei mir rumliegen, sind älter als ich selbst. Beziehungsweise der Inhalt – irgendwann aus den 70ern. Jetzt, 2016, tourt Otto Waalkes immer noch, und er ist längst deutsches Kulturgut. Da stört es auch nicht, dass er seit gut 40 Jahren mit immer denselben Gags daherkommt, immer nur leicht abgewandelt und aktualisiert. Das aber muss man auch erst mal schaffen.

Bei RTL lief am Freitagabend sein neues Programm “Holdrio again”, mit dem er auch durch Deutschland tourt. Dass man das Programm nun schon im Fernsehen anschauen konnte, stört dabei nicht – denn man kennt ja eh alles.
Aber darauf kommt es bei Otto nicht an, und das ist das Phänomen.

Otto singt – nein, er lässt singen – das Lied von Hänsel und Gretel. Um dann aktuelle Hits märchenlike umzuwandeln. Macht er seit Jahrzehnten, nur die Coversongs ändern sich.
Zwei Handpuppen, ein Ottifant und Faultier Sid, erzählen sich Witze. Die kennen wir aber auch schon, teilweise aus “Otto – Der Film” von 1985. Und vermutlich davor schon aus einem seiner damaligen Live-Programme.
So zieht sich das durch den Abend. Alles schon zigmal dagewesen.
Man schmunzelt trotzdem, und wir würden es vermissen, wenn es anders wäre.

RT im Kino

Das kalte Herz

Samstag, den 19. November 2016

Das Märchen “Das kalte Herz” von Wilhelm Hauff erschien bereits 1827. Es ist bald 200 Jahre alt, und dennoch erscheint es total aktuell und alles andere als altmodisch.

Irgendwann vor langer Zeit im Schwarzwald. Kohlen-Munk-Peter (Frederick Lau) ist ein armer Köhler. Er ist arm und nicht sehr angesehen in seinem Dorf. Aber er hat ein Herz, und er setzt sich für das Gute ein. Und er liebt Lisbeth (Henriette Confurius). Sie kommt aus reichem Hause, deshalb kann er sie nicht einfach heiraten. Er braucht dringend 500 Taler.
Aber Peter weiß, dass es im Wald das Glasmännlein (Milan Peschel) gibt, das Wünsche erfüllen kann. Peter wünscht sich, immer etwas mehr Geld zu haben als sein ärgster Feind Ezechiel (Roeland Wiesnekker). Der Wunsch geht in Erfüllung, hat aber Tücken. Was ist, wenn Ezechiel plötzlich pleite ist?
Peter geht zum Holländer-Michel (Moritz Bleibtreu). Der kann ihm zu Reichtum verhelfen – verlangt dafür aber einen hohen Preis: Peters Herz im Tausch gegen einen Stein in der Brust.

“Das kalte Herz” ist noch nicht sehr oft verfilmt worden. Bekannt ist vor allem die 1950er-DDR-Fassung. Die 2016er-Neuinterpretation von Johannes Naber muss sich dahinter aber nicht verstecken – ganz im Gegenteil.
Dieser Film ist ein Märchen, aber keineswegs eines, das sich Kinder einfach mal so ansehen können. Es ist eher für Jugendliche und vor allem für Erwachsene. Es erzählt nämlich eine Parabel, die heute noch gültig ist. Von der Raffgier der Menschen und der damit oft verbundenen Herzlosigkeit.
Die neue Fassung von “Das kalte Herz” ist sehr gelungen. Johannes Naber hat sich nicht dazu hinreißen lassen, die Geschichte ins Heute zu verlegen, sie spielt weit in der Vergangenheit, als die Menschen teilweise in ärmsten Verhältnissen lebten. Es ist gelungen, das in erfreulich unkitschigen Bildern zu zeigen. Der Schwarzwald ist mystisch, das Dorf altertümlich. Eine fantastische Kulisse!
Frederick Lau als Peter Munk ist eine perfekte Besetzung. Er spielt den zunächst armen, dreckigen und später reichen und großkotzigen Mann hervorragend – mit allen Brüchen, die möglich sind.
Selbst Moritz Bleibtreu und Milan Peschel in ihren wirklich märchenhaften Rollen spielen keineswegs aufgesetzt, wie man es in solchen Fällen denken könnte.
Obwohl die Story bekannt ist, packt dieser Film über sehr weite Strecken. Dafür sorgt auch ein mitreißender Soundtrack.
Daumen hoch für diese Märchenverfilmung, die leider viel zu wenig in den Kinos beachtet worden ist.

Das kalte Herz,
D 2016, Regie: Johannes Naber
Weltkino, 119 Minuten, ab 12
9/10

RTelenovela

Rügen 2016 (15): Wildschwein-Alarm

Samstag, den 19. November 2016
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(14) -> 14.8.2016

Erst habe ich mich gewundert, dass das Gelände des Hotels in Sellin abends und nachts mit einem Tor verschlossen ist. Kommt ein Gast, öffnet es sich automatisch, geht dann aber wieder relativ zügig zu.
Ich bin nur ein paar Meter gefahren, hinter dem Gelände kommt eine schmale Asphaltstraße, die durch ein wenig Wald und Wiese führt.
Am Straßenrand stand eine ganze Wildschweinrotte. Sie wühlen grad den Grünstreifen zwischen Straße und Zaun zum Waldstück durcheinander – auf der Suche nach was Essbarem.
Sie ließen sich aber nicht wirklich stören, eines der Tierchen verließ freundlicherweise die Straßenmitte.

Eine gute Stunde danach fuhr ich wieder auf das Hotelgelände zu. Erst dachte ich, die Wildschweinchen seien weg – aber denkste!
Ein kapitales Tier wollte gerade von links nach rechts rennen. Im Scheinwerferlicht bremste es ab – und ich bremste auch, sehr schnell war ich eh nicht.
Erst zögerte das Schein, dann lief es langsam weiter.
Wildschweine scheinen in diesem Selliner Waldgebiet auf der Grenze zu Baabe eine kleine Plage zu sein.