Tagesarchiv für 8. November 2016

aRTikel

Der Wahlkampf geht in die Verlängerung

Dienstag, den 8. November 2016
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Sebastian Busse und Eckard Koop ringen weiter um die Gunst der Kremmener – Klaus-Jürgen Sasse hat sich mit dem Ergebnis abgefunden

MAZ Oberhavel, 8.11.2016

Kremmen.
Am 20. März 2017 ist der letzte Arbeitstag von Klaus-Jürgen Sasse (SPD). Dann endet seine 24-jährige Zeit als Amtsdirektor und Bürgermeister von Kremmen. Ob danach Sebastian Busse (CDU) oder Eckhard Koop (parteilos) auf dem Chefsessel platznehmen werden, entscheidet sich aber erst am Tag der Stichwahl am 27. November.

Der Wahlkampf geht also weiter. „Ein bisschen sind die Leute ja auch gesättigt“, sagt Eckhard Koop, der bei der Wahl am Sonntag auf dem zweiten Platz landete. „Aber persönliche Gespräche helfen da oft.“ Das ist wohl das, was er in den nächsten gut zweieinhalb Wochen tun möchte: reden. Das muss er wohl vor allem auch in Hohenbruch, denn dort hat Koop mit nur 3,6 Prozent das mit Abstand schlechteste Ergebnis erreicht.

Hohenbruch ist aus Sicht von Sebastian Busse ebenfalls die persönliche Schwachstelle. „Da muss ich noch was tun“, sagt er. Allerdings konnte sich im Ortsteil auch Arthur Förster mit mehr als 60 Prozent durchsetzen, und Förster ist nun bei der Stichwahl nicht mehr dabei.

Aus Sicht von Eckhard Koop werde es am 27. November die größte Aufgabe sein, die Leute in Kremmen überhaupt ein zweites Mal an die Wahlurne zu holen, das Interesse hochzuhalten. Insbesondere die müssen animiert werden, die vorher für Sasse oder Förster gestimmt hatten.

Klaus-Jürgen Sasse war am Montag unterdessen wieder einigermaßen guter Dinge. Enttäuscht ist er aber natürlich trotzdem. „Ich bin ja nicht angetreten, um zu verlieren“, sagte er gestern. Andererseits: „Ich hatte ja einen Plan B in der Schublade.“ Der heißt: Seine Rente zu genießen, Zeit für Arbeiten am Haus. „Ich kannte ja das Risiko und habe vorher verdammt lange überlegt, wieder anzutreten.“ So abgewählt zu werden, sei kein schöner Abgang. Auf der anderen Seite, sagte er, habe er ja eine Verpflichtung gegenüber seiner Partei gehabt.
Bis zum 20. März 2017 bleibt Sasse auf jeden Fall noch im Amt. Allerdings kündigte er an, bis dahin keine politischen Entscheidungen mehr zu fällen. „Das ist ja auch logisch“, so Sasse. „Jetzt stehe der Stadt ein kompletter Richtungswechsel vor.“ Politisch könne er jetzt nichts mehr entscheiden oder bewegen.

Wer auch immer am 27. November gewinnt: „Ich wünsche dem neuen Bürgermeister sehr viel Erfolg“, sagte Klaus-Jürgen Sasse.

RTZapper

Love Boat

Dienstag, den 8. November 2016
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MO 07.11.2016 | 13.25 Uhr | Sat.1 Gold

Ich gebe zu: Erst lief mir ganz kurz ein Schauer über den Rücken. Dann musste ich lächeln. Denn ich sah den Vorspann zum “Love Boat”. Die Serie läuft seit Montag wieder jeden Tag am Mittag auf Sat.1 Gold.

Das “Love Boat” war das Vorbild für das deutsche “Traumschiff”. Gut 45 Minuten lang drehte ich alles um Captain Stubing und eine Crew. Um Liebeleien und Sticheleien. Wenig spannend, aber immerhin herzlich.
Die Folgen sind ungefähr vom Ende der 70er-Jahre, also fast 40 Jahre alt.
Das ist um so unglaublicher, da sie immer noch ansehbar sind. Das “Love Boat” ist vollkommen zeitlos. Die Geschichten funktionieren immer noch, auch wenn es darin natürlich keine moderne Technik anno 2016 gibt. Und echte Schwierigkeiten – Horrorstürme oder Eisberge – waren auf dem “Love Boat” eh nicht zu erwarten.

Für mich ist das “Love Boat” eine Kinder- und Jugenderinnerung. Die Soap lief in den späten 80ern immer am Nachmittag auf Sat.1, wenn gerade mal wieder das “General Hospital” pausierte. Und sie machte Spaß, was an den sympathischen Darstellern und den netten Storys lag.
Die Bildqualität ist inzwischen längst nicht mehr die Beste – aber reinschauen lohnt sich immer noch. Auch wenn man den Titelsong den ganzen Tag nicht mehr aus dem Ohr bekommt.

RTelenovela

Mit Silbermond auf der B96

Dienstag, den 8. November 2016
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Die B96 ist in diesem Jahr so richtig in Mode gekommen. Sie ist ja auch eine besondere Straße. Nicht nur, dass sie durch ganz Oberhavel führt. Die B96 (oder zu DDR-Zeiten: F96) wies uns den Weg an die Ostsee, auf die Insel Rügen.
Ein (eher mäßiges) Buch ist über die Bundesstraße erschienen, und auch die Band Silbermond hat die B96 besungen.

Natürlich ist es ein ganz besonderes Gefühl, wenn der Song im Radio läuft und man gerade tatsächlich auf der B96 unterwegs ist. “Seit 10.000 Jahren zerreißen Menschen sich Mäuler, über alles und jeden. Also alles beim Alten, hier an der B96″, heißt es.
Zwar besingen Silbermond ja eher die B96 im sächsischen Teil, aber auch wenn man gerade in Teschendorf einrollt und nur noch eine Viertelstunde bis Oranienburg braucht, passt das gut. Wer durch das Dorf fährt, sieht sie nämlich auch, die Leute, die da am Rand stehen, und ratschen.

“Und das Herz schlägt ruhig, hier im Hinterwald”, singen die Silbermond-Leute. Zumindest dann, wenn in Teschendorf nicht gerade Stau ist und man fluchend auf die Weiterfahrt hofft.