Tagesarchiv für 26. Oktober 2016

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Bürgermeisterwahl in Kremmen: Der Unabhängige will den Seitenwechsel

Mittwoch, den 26. Oktober 2016
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(2) -> 20.10.2016

Die Kremmener Bürgermeister-Kandidaten im Check – Teil 3: Gewinnt Eckhard Koop (parteilos), gibt er seine Firma auf

MAZ Oberhavel, 26.10.2016

Kremmen.
Er will die Seiten wechseln. Raus aus der politischen Opposition, in der Eckhard Koop immer zu denen gehört, die für oder gegen eine Sache hartnäckig streiten. Nun möchte er selbst auf den Chefsessel der Kremmener Verwaltung. „Meiner Ansicht nach kann man einiges anders und besser machen“, sagt der 53-Jährige.

Eckhard Koop ist seit kurzem verheiratet. Er hat zwei Söhne, ein Mädchen hat seine Frau in die Ehe mitgebracht, ein weiteres Kind ist unterwegs. Er ist zwar in Hennigsdorf geboren worden, lebte danach aber Zeit seines Lebens in Kremmen. Der Malermeister mit eigener Firma hat ein Haus in Orion. „Ich habe die Stadt nie verlassen“, sagt er. Ist das gut oder schlecht? „Man kennt die Gegebenheiten“, antwortet er.

Politisch aktiv ist er seit 1998. „Ich wollte was verändern.“ Von Anfang an trat er als parteilich Unabhängiger an. „Aus Überzeugung“, so Koop. Ob er zur Wahl antritt, stand lange nicht fest. „Aber mich haben viele darauf angesprochen und gesagt: Mach es! Die Leute wollen eine Alternative haben.“ Seit dem vergangenen Jahr ist er Ortsvorsteher von Kremmen.

Sein Wahlprogramm ist recht umfassend. Die Schulen in Kremmen sollen so bleiben, wie sie sind, notwendige Investitionen müssten geleistet werden. Für die Kitas wünscht er sich eine Diskussion zu den Schließzeiten. „Das kann man anders organisieren.“ Auch über die Elternbeiträge könnte nachgedacht werden. Stichwort: finanzielle Entlastung. Auch ein beitragsfreies Kitajahr hält er für sinnvoll. Aber: alles unter Vorbehalt. Eckhard Koop will nichts versprechen, was dann haushaltstechnisch nicht einlösbar sei, sagt er.
Beim Jugendclub hat er den Eindruck einer Stagnation. „Da muss man auf Ideensuche gehen, dorthin, wo neue Konzepte erarbeitet wurden.“
In Sachen Kultur ist ihm die Eigenständigkeit der Ortsteile wichtig. „Jeder Ort hat seine jährlichen Feiern, das sollten wir weiter unterstützen, nicht aus Geldnot nur noch zentrale Feiern anbieten.“ In dem Zusammenhang sollte aus seiner Sicht die ehrenamtliche Arbeit mehr gewürdigt werden.
Ein großes Augenmerk legt er auf die Infrastruktur. Die Instandhaltung der Straßen sei wichtig: Schlaglöcher müssten ausgebessert, die Randbereiche gepflegt werden. Zum Neu- oder Ausbau von Straßen müssten Anwohner immer ihr Okay geben. Die Radwege von Hohenbruch nach Sommerfeld und weiter nach Ludwigsaue will er vorantreiben und sich auf Fördermittelsuche begeben. „Wir können es allein nicht leisten, so ehrlich muss man sein“, so Eckhard Koop.
Wirtschaftlich ist es sein Ziel, neue Betriebe anzusiedeln, Werbung für Kremmen zu machen, mit möglichen Investoren zu reden. So würde sich aus Koops Sicht auch die finanzielle Lage der Stadt verbessern. Auch beim Bauland sieht er ausreichendes Potenzial.
Die Bürger will er weiter ins Boot holen. Erreichen will er das mit anderen Öffnungszeiten im Rathaus und der schon beschlossenen Umsetzung des Bürgerhaushaltes.

Falls er Bürgermeister wird – Koop sieht sich mindestens in der Stichwahl – wird er seine Firma aufgeben. „Die neue Aufgabe ist so reizvoll, dass ich dafür meine 27-jährige Selbstständigkeit aufgeben würde.“ Das Fußballspielen hat er schon aufgegeben – dafür ist er bei den Spielen seiner Söhne immer dabei. Er fährt gern Rad – am liebsten ins Luch. „Und alle Waldgebiete, ich kenne da alles“, sagt er. Sein Vater war Ornithologe.

Den Wahlabend selbst wird er wohl zu Hause verbringen. „Das Ergebnis schaue ich mir dann irgendwann im Internet an.“ Ob er das wirklich so locker sieht, wird sich am 6. November nach 18 Uhr zeigen.

*

Zur Person: Eckhard Koop ist geboren am 12. Oktober 1963 in Hennigsdorf. Seit 1963 lebt er in Kremmen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ein Drittes brachte seine Frau mit in die Ehe.

Beruf: Er ist selbstständiger Malermeister, seit 1990 betreibt er eine Firma mit Sitz in Orion.

Politik: Seit 1998 ist er Mitglied der Stadtparlamentes, seit 2004 im Ortsbeirat und Ausschüssen. 2015 wurde er Ortsvorsteher in Kremmen.

Hauptziele: Weitere Investitionen in Schulen, Kitas und Infrastruktur. Schaffung von Wohnraum, kulturelle Eigenständigkeit der Ortsteile.

Die Wahl: Am 6. November wählen die Kremmener. Vier Kandidaten stellen sich zur Wahl.

Die Serie: Die MAZ stellt die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor. Schon erschienen: Sebastian Busse (CDU), Arthur Förster (UWG/LGU). Es folgt: Klaus-Jürgen Sasse (SPD).

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RT liest

Benjamin von Stuckrad-Barre: Nüchtern am Weltnichtrauchertag

Mittwoch, den 26. Oktober 2016
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Benjamin von Stuckrad-Barre hat ein kleines Büchlein herausgebracht, und es ist durchaus erstaunlich, wie aus zwei kleinen Aufsätzen gleich ein ganzes Buch auf den Markt geworfen wird. Es hat abzüglich Umschlagsseiten nicht mal 70 Seiten, und die auch noch im Miniformat. Aber Fans geben dafür scheinbar trotzdem gern 8 Euro aus und jazzen auch dies zum Kult auf.

Nun denn. Es ist ja auch durchaus lesenswert, was er da schreibt. Einerseits berichtet er davon, wie es ist, wenn man nüchtern bleiben will. Also ohne Alkohol auskommt. Und wie die Leute in seinem Umfeld reagieren. Wie sie immer wieder hartnäckig nachfragen, ob er wirklich nichts trinken will. Und welchen Eindruck er von alkoholbegleiteten Partys hat. Dass man eventuell was verpasst, aber eigentlich auch nicht.
Als Zweites berichtet er vom Rauchen am Weltnichtrauchertag. Davon, wann er raucht, wie oft er raucht und überhaupt: dass er raucht. zu viel raucht.

Das liest sich nett, besonders die Nüchtern-Story hat viele Pointen, und ist sehr wahr. Denn die ganze Sauferei und diese Aufdringlichkeit, wenn man nichts trinken will, nervt in der Tat. Der Raucher-Blog ist eine einzige Pointe – immer wieder diese Raucherei. Irgendwie lustig, aber irgendwie auch selbst ähnlich zigmal erzählt bekommen.
In einer guten halben Stunde ist man durch, das reicht für die Bahnfahrt am Morgen, sorgt für Schmunzler, aber für 8 Euro dann doch ein bisschen überschätzt.

Benjamin von Stuckrad-Barre: Nüchtern am Weltnichtrauchertag
KiWi, 75 Seiten
6/10

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RTZapper

Elton!

Mittwoch, den 26. Oktober 2016
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SA 22.10.2016 | 16.55 Uhr | KiKA

Als Showpraktikant hat er einst bei Stefan Raab den Durchbruch geschafft. Jetzt kommt man kaum noch hinterher, wenn man den Überblick behalten will, was Elton alles macht.
Er moderiert “Schlag den Star”, neulich die Zu-Hause-Show bei ProSieben, er gehört zum Team der Rateshow “Wer weiß denn so was?” im Ersten. Und ganz sicher habe ich einiges vergessen.
Und er moderiert für das ZDF und den KiKA “1, 2 oder 3?”, die Spielshow, die es inzwischen seit Jahrzehnten gibt, und die ich schon in den 80ern mit Michael Schanze gesehen habe.

Am Sonnabend startete im KiKA nun eine weitere Kindershow mit Elton, die so heißt wie er: “Elton!”. Zwar ist er ja im “großen” Fernsehen alles andere als ernst, aber im Kinderfernsehen darf er noch einen Tick überdrehter sein.
Bei den Kindern kommt dieser Gute-Laune-Bär offenbar sehr gut an. In der Auftaktsendung zeigte er, was eigentlich mit den Koffern im Flughafen passiert – in dem sich Elton einfach selbst aufs Kofferband setzte. Später gab es noch eine Art “versteckte Kamera” mit Kindern und einen Studiogast.

Vermutlich ist das Konzept, dass es keins gibt. Stattdessen: Elton und das, was ihm Spaß macht. Und den Kindern auch. Comedy und Entertainment für die Kleinen, und das kann Elton (neben dem, was er für die Erwachsenen macht) gut. Weiter so!

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RTelenovela

Bei Rewe brennt’s nicht

Mittwoch, den 26. Oktober 2016
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Neulich nachts zuckte ich ganz schön zusammen, als ich in der Saarlandstraße in Oranienburg mit dem Auto über die Havel fuhr. Auf der linken Seite war im Nebel ein roter Lichtschein zu sehen. Sah irgendwie beeindruckend aus, wie es dort farbig waberte. Aber andererseits: Feuer?

Über dem ehemaligen Rußwerk-Gelände sah das alles dann doch merkwürdig aus. Falls da was ist, und es bisher niemand gemerkt hat, ich war ja auch allein unterwegs, wollte ich mir natürlich später nicht den Vorwurf machen, ich hätte da etwas nicht gemeldet.

Also bog ich an der nächsten Kreuzung nach links in die Lehnitzstraße, um mir ein genaueres Bild machen zu können. Als ich auf den Parkplatz der Einkaufsmärkte einbog, war allerdings von einem Feuer nichts zu sehen. Aber immerhin der Grund für den roten Lichtschein: Die Leuchtreklame von Rewe ist so hell, dass im Nebel der Lichtschein gigantisch ist. Fehlalarm also. Kein Feuer, sondern pure Werbung. Darauf falle ich also nicht noch mal rein!
Ganz schön protzig!

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